Johannesburg (SID) - Der Fußball-Weltverband FIFA sieht in der Anhörung von Frankreichs scheidendem Nationaltrainer Raymond Domenech und dem ehemaligen Verbandspräsidenten Jean-Pierre Escalettes vor der französischen Nationalversammlung keine Anzeichen für staatliche Einmischung. "Ich habe keine Informationen, die bestätigen würden, dass es sich bei dem, was am Mittwoch passiert ist, in unseren Augen um eine Einmischung der Regierung handelt", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot, der allerdings ankündigte: "Wir werden diesen Fall weiter aufmerksam beobachten."

Domenech und Escalettes hatten am Mittwoch vor dem Parlament Rechenschaft für das enttäuschende Aus der Equipe Tricolore bei der WM in Südafrika ablegen müssen. Die Statuten der FIFA verbieten ein Eingreifen der Politik in die Angelegenheiten der autonomen nationalen Fußball-Verbände.