Budapest (SID) - Wieder Sprünge ins Leere: Katja Dieckow als Sechste und Uschi Freitag als Achte haben zum EM-Auftakt der Sprung-Wettbewerbe eine Medaille vom 1-m-Brett verpasst. Damit hält das Warten der Wasserspringer auf Edelmetall auch in Budapest an. Bei der WM im Vorjahr in Rom hatte die Fachsparte des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) erstmals seit der Wiedervereinigung keinen Podiumsplatz erreicht.

Dieckow konnte mit 264,40 Punkten nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen, er war aber auch durch eine Erkältung gehandicapt. "Das hat mir etwas die Kraft geraubt", sagte die 25-Jährige aus Halle/Saale, die bei der letzten EM Bronze gewonnen hatte.

Freitag kam bei ihrem EM-Debüt auf 254,95 Zähler. "Ich war schon mit dem Einzug ins Finale zufrieden", sagte die deutsche Meisterin aus Aachen. Die Italienerin Tania Cagnotto (299,70) verteidigte ihren Titel erfolgreich vor der Schwedin Anna Lindberg (293,70) und der Russin Anastasia Posdnjakowa (282,65).

Kein Grund zur Kritik

DSV-Sportdirektor und Springer-Cheftrainer Lutz Buschkow sah keinen Grund zur Kritik. "Katja hat vielleicht durch ihre Erkältung ein paar kleine Fehler gemacht. Beide werden mit Blick auf Olympia das Training im nächsten Jahr wieder intensivieren", sagte Buschkow.

Allerdings nimmt der Druck zu. Seitdem Buschkow in Doppelfunktion tätig ist, lässt die Medaillenausbeute der Springer zu wünschen übrig. "Das ist aber nicht das Problem. Wir haben ein Team von hervorragenden Trainern", sagte Buschkow, der beide Posten zumindest bis Olympia 2012 in London besetzen wird.

Dieckow und Freitag noch zwei Mal im Einsatz