New York (SID) - Der ehemalige 400-m-Weltmeister Antonio Pettigrew ist allem Anschein nach unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Der Amerikaner wurde am Dienstagmorgen (Ortszeit) in seinem Auto in Chatham County im US-Bundesstaat North Carolina tot aufgefunden. Das meldete die Universität North Carolina, wo Pettigrew zuletzt als Assistenztrainer gearbeitet hatte.

Einzelheiten über die mögliche Todesursache des einstigen Leichtathletik-Stars lagen noch nicht vor. Es kann nur darüber spekuliert werden, ob es ein Unfall war oder ob möglicherweise Fremdeinwirkung vorlag. Auch ein Selbstmord war zunächst nicht auszuschließen.

Pettigrew, der seinen WM-Titel 1991 in Tokio gewonnen hatte, schrieb zuletzt nur noch Doping-Schlagzeilen. Durch sein Geständnis 2008 verlor er insgesamt drei WM-Goldmedaillen, nur den Titel von Tokio durfte er behalten. Pettigrew hinterlässt Ehefrau Cassandra und Sohn Antonio Pettigrew junior.

Es herrscht Bestürzung an der Universität

"Auch wenn wir noch nichts über die näheren Umstände wissen, sind wir bestürzt und tieftraurig über die Nachricht von Antonios Tod", sagte Dick Baddour, Leichtathletik-Direktor der Uni. Er sei sehr beeindruckt von der guten Arbeit Pettigrews gewesen und der Beziehung, die er dabei zu den Studenten aufgebaut habe, sagte Baddour weiter: "Unser ganzes Mitgefühl gilt nun seiner Familie."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Pettigrew bei den Sommerspielen in Peking 2008 bereits das 4x400-m-Gold von Sydney 2000 aberkannt, der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hatte sein Staffel-Gold der WM 2001 in Edmonton/Kanada bereits annulliert. Dann folgten auch die 4x400-m-Siege der Amerikaner von Athen 1997 und Sevilla 1999. Annulliert wurde zudem der Weltrekord aus dem Jahr 1998 (2:54,20 Minuten).

Pettigrew gesteht