Berlin (SID) - Die Fußball-Fans des Halleschen FC und von Union Berlin haben das Sicherheitskonzept vor dem DFB-Pokalspiel am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Sky) kritisiert. In einem offenen Brief an die Sicherheitsinstitutionen der Stadt Leipzig bemängeln die Dachorganisationen beider Fangruppen die Begrenzung der Zuschauerzahl auf 12.500. Dies käme einem Teilausschluss der Öffentlichkeit gleich und sei ein unverhältnismäßiger Eingriff.

Das brisante Duell der beiden Traditionsklubs, deren Anhänger als verfeindet gelten, findet aufgrund von Bauarbeiten in Halle im Leipziger Zentralstadion statt, das eigentlich 43.500 Plätze bietet. Nach Ansicht der Fans seien die Sicherheitsmaßnahmen ein "einseitiges Diktat", das "von Ängsten, Hysterie und Panikmache getragen" werde.

Die Vereine selbst zweifeln dagegen nicht am Konzept der Polizei. "Uns ist bekannt, dass die Leipziger Polizei der Austragung dieses Spiels von Anfang an skeptisch gegenübersteht", sagte HFC-Vizepräsident Jörg Sitte der Mitteldeutschen Zeitung.