Orihuela (SID) - Der Tod eines Masseurs hat die siebte Etappe der 75. Spanien-Rundfahrt überschattet. Der 38-Jährige verstarb in einem Krankenhaus in Sevilla an den Folgen einer Sepsis, hervorgerufen durch eine bakterielle Infektion. In Folge einer Infektion hatten bereits die Sky-Fahrer John Lee Augustyn (Südafrika), Ben Swift (Großbritannien) und am Freitag auch Juan Antonio Flecha (Spanien) vorzeitig aussteigen müssen. Diese steht jedoch nach Angaben des Teamarztes in keinem Zusammenhang mit der Erkrankung des Verstorbenen.

"Das ist ein harter Schlag. Wir wussten, dass er in einem kritischen Zustand ist, aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass er sterben würde", sagte der geschockte Vuelta-Direktor Javier Guillen dem spanischen Fernsehen.

Staff Tagesvierter

Noch bevor die traurige Nachricht die Fahrer erreichte, hatte sich der Kölner Andreas Staff vom Team Quick Step nach 187,1 km von Murcia nach Orihuela im Zielsprint einen starken vierten Platz erkämpft. Den Sieg sicherte sich der unter Dopingverdacht stehende Italiener Alessandro Petacchi. Der 36 Jahre alte Lampre-Fahrer, der bei der Tour de France das Sprinter-Trikot gewonnen hatte, setzte sich gegen den britischen Sprintstar Mark Cavendish (Columbia) und den Argentinier Juan Jose Haedo (Saxo Bank) durch. Robert Förster (Markkleeberg/Milram) wurde Sechster.

Das Rote Trikot des Gesamtführenden behält weiter der Belgier Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto) mit zehn Sekunden Vorsprung auf den Spanier Igor Anton (Euskaltel). In seiner Heimat wurde Sieger Petacchi noch Ende August von der Anti-Doping-Kommission des italienischen NOK befragt. Die Staatsanwaltschaft in Padua wirft ihm vor, verbotene Substanzen wie Perfluorcarbon (PFC) und Albumin eingenommen zu haben.

Die Rundfahrt soll am Samstag nach einer Schweigeminute am Start mit der achten Etappe über 190 km von Villena nach Xorret de Cati fortgesetzt werden. Die Vuelta endet nach 3425 Kilometern am 19. September in Madrid.