Sportpolitik Auf zur Wahl, Sportsfreund!
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Wie bewerten Sie die expandierenden Transfersummen und Gehälter im Profifußball

 Wie bewerten Sie die expandierenden Transfersummen und Gehälter im Profifußball?

Dass Real Madrid mithilfe seiner Hausbank in diesem Sommer die Märkte abgraste und für über 200 Millionen Euro Stars wie Cristiano Ronaldo, Kaká, Benzema in seine Reihen brachte, beunruhigte im Jahr der Wirtschaftskrise selbst die Europäische Fußball-Union. Auch die Parteien sind empört über ausufernde Gehälter und Kommerz. Konkrete Gegenmaßnahmen wollen sie jedoch nicht ergreifen.

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"Der Berufsfußball muss sich ernsthaft fragen, ob die gesellschaftliche Akzeptanz für derartige Entwicklungen, zumal vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise, noch gegeben ist“, sagt Stephan Mayer von der CSU. Dennoch: Gesetzliche Höchstgrenzen für Gehälter in der Privatwirtschaft oder etwa in Vereinen, sogenannte Salery Caps, lehne die CSU ab. "Solche Höchstgrenzen würden dem Einzelfall nicht gerecht und wären zudem letztlich immer in irgendeiner Weise umgehbar“, fürchtet die Union. Vielmehr wolle sie die Transparenz der Vergütung verbessern.

Die FDP gibt an, die Politik habe im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Zwang auf der einen und dem Erhalt der Sportkultur und der Werte des Sports auf der anderen Seite keine Regelungsgewalt. Nur die Betroffenen selbst könnten einer ausufernden Kommerzialisierung entgegenwirken. "Die DFL und der DFB gehen im Gegensatz zu England oder Spanien mit dem Lizensierungsverfahren den richtigen Weg“, sagt Detlef Parr (FDP).

Eine öffentliche Debatte über den Sport in der Gesellschaft wünscht sich die Linkspartei. Sie möchte sich für ein Zurückdrängen des Kommerzes im Sport einsetzen. Auf das Wie? gibt die Partei jedoch keine Antwort.

Die SPD fügt hinzu, dass die Entwicklung der Kommerzialisierung nicht ausschließlich negativ bewertet werden dürfe, schließlich seien dank zusätzlicher Einnahmen auch zusätzliche Investitionen möglich, beispielsweise in moderne Stadien und in den Nachwuchs- und Breitensport. Konkreten Einfluss könne die Politik auf Pay-TV oder die ausgehandelten Spielergehälter nicht nehmen, stellt die Partei fest und warnt die Akteure des Fußballgeschäfts: "Wenn eine weiter ausufernde Kommerzialisierung dazu führt, dass der Fußball sich von seinen Fans entfernt, schadet sich der Fußball selbst.“

 
Leser-Kommentare
  1. Reißen, Stoßen, Drücken!

    Reißen: Die macht an sich reißen, auf Biegen und Breschen, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Stoßen: 1. nach der Wahl den Wähler vor den Kopf stoßen. 2. dafür sorgen, dass sich dann aber die Partei-Klientel (und die eigenen Parteibonzen) gesund stoßen können.

    Drücken: Die nicht mehr benötigten Arbeitskräfte, die weg kapitalisiert wurden, weg drücken, hinein in Armut und Siechtum, sinnlose Maßnahmen, Altersarmut und in die Stigmatisierung - nebst staatlicher Repressalien - durch Hartz I - IV.

    Das "sportliche" Credo der Politiker: "Dabei sein - (bei der Verteilung der üppigen Futtertröge, der Schalthebel der Macht, sowie der Anwartschaft auf satte Pensionen) - ist alles!

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