Wettbetrug im Fussball Ein Skandal, der den Fußball erschüttern wirdSeite 3/3

Auch Spekulationen, welcher Spieler mit dem Festgenommenen zusammengearbeitet haben könnte, gibt es nun zuhauf. So leistete sich laut Spielbericht, der auf kicker.de nachzulesen ist, ein Osnabrücker Abwehrspieler einen groben Fehler vor dem ersten Gegentor. Ein eingewechselter Spieler soll beim zweiten Gegentreffer eine schlechte Figur gemacht haben, außerdem soll der Schiedsrichter dem VfL gut 20 Minuten vor Abpfiff beim Stand von 0:2 einen Elfmeter verweigert haben. Im direkten Gegenzug erzielten die Augsburger – nach einem Torwartfehler des VfL-Tormannes – das 3:0. Auf einen Augsburger Erfolg mit drei Toren Vorsprung hatte der am Donnerstag verhaftete Mann aus Lohne gesetzt. Punktlandung.

Das zweite Spiel, welches von den Ermittlern genannt wurde, verlor der VfL Osnabrück in Nürnberg mit 0:2. Und wieder hatte der Mann aus Lohne richtig getippt. Das 2:0 fiel zwar erst in der 86. Spielminute. Aus dem Spielbericht geht nicht hervor, ob dem Tor ein grober Fehler eines Osnabrücker Spielers oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zugrunde lag.

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Fehler geschehen im Fußball. Auch und insbesondere im Abstiegskampf. Doch die Schnitzer einiger VfL-Spieler werden jetzt sicher in ein ganz anderes Licht gestellt werden. Ebenso wie einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. In Internetforen wird schon jetzt heiß diskutiert, wer denn der verdächtige Spieler sein könnte.

Eine internationale Bande, die mit Fußballwetten das große Geld gemacht hat, droht die Fußballwelt zu erschüttern. Noch ist es ein Skandal unbekannten Ausmaßes. Nach den verdeckten beginnen nun weitere Ermittlungen. Der Staatsanwalt in Bochum sagte, dass es sich bisher um Wettauszahlungen in Höhe von zehn Millionen Euro handelt. Die Ermittler fügten an, dass dies vermutlich "nur die Spitze des Eisbergs" sei.

 
Leser-Kommentare
    • kapa
    • 20.11.2009 um 18:49 Uhr

    Hm. ist woll menschlich nach verzieht das es so was gibt
    Nun ist gefragt ob es die Stattanwaltschaft schafft die Wett lobby zu schließen, So lange man dort eben mit diesen
    (Einfachen Werrpoggel) Geld verdienten kann werden sich immer welche finden die dies machen

  1. 2. Sumpf

    Diesen Sumpf wird man wohl niemals völlig trockenlegen können.
    Es bleibt nichts anderes übrig, als immer schön die Decke darüber zu halten. Wenn es dann aber mal wieder richtig gärt und blubbert, ja dann muss man Nolens volens irgend jemand aburteilen und dann so tun, als wäre das Problem damit erledigt.

    Wie heißt es doch so schön bei Goethe:
    „Übers Niederträchtige niemand sich beklage, denn es ist das Mächtige was man Dir auch sage!“

  2. Also erschüttert wurde Deutschland zuletzt von der Bundestagswahl ... aber Skandale, welche sich um Moral und Ehre drehen und bei deren Beendigung viel Geld zu Hause bleiben würde, haben die freche Angewohnheit, ganz schnell abzuebben. Sie wollen ein Beispiel dafür? Doping.
    Die heilige Kuh Fußball wird niemand von der Wiese bitten und nicht nur im sportlichen Umfeld hat man zwar "Kontrolle", jedoch die Instanz dafür so clever gelegt, als dass diese ständig im Zielkonflikt zwischen hohen Einnahmen/gutem Image und dem moralisch einwandfreiem Betrieb steht. Da die jeweilige Lobby primär am Erstgenannten interessiert sein wird, verbietet sich eine längere öffentliche Diskussion und erst recht eine Überprüfung der Kontrollinstanz an sich. Auch eine Abart des Kapitalismus: Den moralischen Anschein wahren und dabei gut verdienen.
    Also: Tag 1 von maximal 14 "Skandal"

  3. von Korruption und Betrug, in dem sich die einschlägigen Wett-Etablissements an der Straßenecke seit Jahren mitsuhlen, zieht die angeschlagene Reputation des Fußballs vollends in den Abgrund. Der ermittelnde Staatsanwalt wird ein starkes Rückgrat brauchen, denn Goethe (feines Zitat, bambulie!) wusste in der Tat, wovon er sprach, auch wenn er sich von mafiösen Strukturen nichts träumen ließ.

    Auf den Staatsanwalt und sein Rückgrat! Es lebe die dritte Gewalt! Und die vierte sollte ganz einfach mal dranbleiben und nicht nach zwei Tagen das Thema fallen lassen in dem Irrglauben, die Leute wären seiner überdrüssig. Werden sie nicht sein!

  4. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    • TDU
    • 20.11.2009 um 21:55 Uhr

    Deutschland scheint sein Zentrum zu sein. Warum nicht "in Deutschland". Ist Deutschland besonders prädestiniert oder ist das typisch deutsch oder gelenkt von höchster Stelle? Systemimmanent?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • keox
    • 20.11.2009 um 22:23 Uhr

    Ob im Profisport oder der Ausbeutung von Kinderarbeit, ob Niedrigstlohnsektor oder steuerfinanzierte Förderung von Finanzverbrechern - gehoppst wie gesprungen.

    Geld kennt nur ein Gesetz: Besser als Geld ist noch mehr Geld.

    Klingt sehr plakativ, ich weiß, aber denken Sie einfach mal nach.

    • keox
    • 20.11.2009 um 22:23 Uhr

    Ob im Profisport oder der Ausbeutung von Kinderarbeit, ob Niedrigstlohnsektor oder steuerfinanzierte Förderung von Finanzverbrechern - gehoppst wie gesprungen.

    Geld kennt nur ein Gesetz: Besser als Geld ist noch mehr Geld.

    Klingt sehr plakativ, ich weiß, aber denken Sie einfach mal nach.

  5. ... wird da gar nix. Der Platz in der Zeitung, den Enke hinterlassen hat, muss jetzt nur mit was neuem gefüllt werden. Das dauert höchstens 2 Wochen, dann hält der normale Kommerz wieder Einzug im Fußball.

    • keox
    • 20.11.2009 um 22:23 Uhr

    Ob im Profisport oder der Ausbeutung von Kinderarbeit, ob Niedrigstlohnsektor oder steuerfinanzierte Förderung von Finanzverbrechern - gehoppst wie gesprungen.

    Geld kennt nur ein Gesetz: Besser als Geld ist noch mehr Geld.

    Klingt sehr plakativ, ich weiß, aber denken Sie einfach mal nach.

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