Die Depression ist eine Krankheit unserer Gesellschaftsform
Vielleicht ist die Depression von allen Krankheiten eine der unverständlichsten. Es gibt sie in unzähligen Varianten, sie ist nicht zu fassen, schwer zu messen. Doch jetzt, nachdem ein Torwart ihr Opfer wurde, gibt es den Versuch, sich ihr zu stellen. Robert Enkes Tod ist für alle, die ihn kannten eine Tragödie.
Aber für die Gesellschaft kann sein öffentlich erzähltes Schicksal, das Event im Stadion auch eine Chance sein. Der DFB-Präsident, der Präsident von Hannover 96, Niedersachsens Ministerpräsident, Hannovers Oberbürgermeister und Robert Enkes Frau reden, um zu trauern. Und um eine Debatte zu beginnen. Die Depression ist eine Krankheit unserer Gesellschaftsform. Wann und wie lernen wir, mit ihr umzugehen?
Wenn es etwas gibt, was nach der Tragödie der Familie Enke bleibt, dann ist es keine Erkenntnis, die dem Fußball gehört. In der U-Bahn, im Wartesaal des Arztes, im Büro des Vorgesetzten und auch in der Umkleidekabine des Kreisligaklubs – nach dem brachialen Medienecho sollte überall darüber gesprochen werden, was mit Robert Enke geschehen ist. Was für eine Krankheit ist das? Sie beschäftigt viele, und ist nun – so offen wie nie zuvor – zum Gesprächsthema vieler geworden.
"Dieses Gefühl ist beängstigend. Man traut es sich ja als Fußballer nicht auszusprechen, weil es andere viel härter trifft, aber das Gefühl, arbeitslos zu sein, ist für einen Profi nicht weniger schlimm als für einen Elektriker", hatte Robert Enke vor fünf Jahren einem Reporter gesagt. Er war damals noch nicht Hannovers Nationaltorwart, litt aber bereits an Depressionen. Der Öffentlichkeit, seinem Fußballverein erzählte er kein Wort davon. Seine Angst war zu groß. Was wäre geschehen, wenn wir schon damals anders mit dem Thema Depression umgegangen wären?
- Datum 15.11.2009 - 17:11 Uhr
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Leider mußte ich selbst erleben, welche auswirkungen die Erkrankung Depression hat.Mit fürsorglichen Worten abgeschoben an den beruflich Rand begleitet von erschreckenden Wissensdefiziten habe ich nach einer langen ststionären Behandlung die Hilfslosigkeit, das fehlende Verständnis und die Vorurteile der beruflichen Umwelt erleben können. Psychische Erkrankungen sind ein Tabu - sie stigmatisieren und lassen den betroffenen Menschen unsäglich leiden und den Heilungsprozess verzögern, wenn nicht gar verhindern. Die Tragik des Todes von Robert Enke ist diese Tabu - Falle, aus der er nicht ausbrechen konnte!Mein tiefes Mitempfinden gilt der ungeheuer mutigen und starken Ehefrau
"seine tödliche Krankheit" "Vier bis fünf Millionen leiden in Deutschland an einer ernsthaften Depression. Oft endet sie tödlich." ?
Gottseidank endet die "tödliche Krankheit" dann doch nicht SO oft mit dem Tod, wie der Artikel vermuten lässt..
"seine tödliche Krankheit" "Vier bis fünf Millionen leiden in Deutschland an einer ernsthaften Depression. Oft endet sie tödlich." ?
Gottseidank endet die "tödliche Krankheit" dann doch nicht SO oft mit dem Tod, wie der Artikel vermuten lässt..
Ich denke es ist für alle die dieser Trauerfeier beigewohnt haben, eine harte einschneidende Erfahrung gewesen, dass die Unfassbarkeit des Augenblicks der Sarg im weiten Rund des Stadions - die weinenden traurigen Gesichter von Fans, Funktionären und natürlich den Spielern an sich, dass das Vermächtnis welches Robert Enke mit seinem Freitod hinterlassen hat,sehr tiefe Spuren in jedem Menschen hinterlassen hat. Wir Menschen müssen erkennen dass wir uns öffnen müssen wenn wir keinen Ausweg mehr sehen, wenn das Schicksal uns hart zusetzt, dann müssen da Freunde sein, echte Freunde sein, die sagen - Ich bin Deine Hoffnung - ich helfe Dir. Gerade der Fussball hat uns doch immer Spass und Freude vermitteln sollen, sollte uns ablenken von unseren eigenen menschlichen Problemen und Sorgen. 11 Freunde sollt Ihr sein. Doch die Zeit wo dieser Spruch galt ist doch längst vorbei. Aufgrund des harten Profigeschäftes zählen nur Millionen und nochmals Millionen.Wenn der Torwart nicht hält,der Stürmer nicht trifft,
dann wird er ausgebuht. Kann dass richtig sein, ich sage nein.
Robert Enke wurde wenn ich richtig informiert bin, von seinen Mitspielern zu seiner Zeit in Barcelona dafür verantwortlich gemacht, dass seine Fehler es waren die den Sieg damals gekostet haben. Möglicherweise machen gerade diese Spieler sich jetzt ganz besondere Gedanken, doch auch Sie sind nur Menschen. Auf dem Rasen stehen nun mal keine Roboter.Menschenwürde und Respekt daß sollte allen
tief in Erinnerung bleiben.
Ja, eine ergreifende Darstellung von Mitgefühl und kollektivem Zuhören-, ja: Verstehen-Wollen!
Ich betone hier ergänzend, was nichts zu diesem Fall Enkel aussagen will (darauf sei fürsorglich verwiesen):
Bei ungefähr 1000 Eisenbahn-Suiziden (der brutalen Variante fast nur von Männern final praktiziert; gegenüber den sanfteren Methoden bei Mädchen oder Frauen; und der viermal so großen weiteren Anzahl...) muss man daran erinnern, dass Prof. Ringel (Wien) und ein Uni-Fachkollege (in München) bei 3000 Suizidfällen in diesen beiden Städten (bis auf 0,6 % nicht mehr aufklärbare Fällen) nachweisen konnten, dass es bei allen Suizidanten Andeutungen oder Ankündigungen der beabsichtigten Tötung gab, die salviert oder ignoriert wurden.
Dieses Moment der menschlich-normalen Selbst-Äußerung und der Beachtung der letalen Gefährdung - statt in Routine den "Fall" banal-diagnostisch zu rezeptieren und zu ignorieren - und diese Sensibilität in die Suizid-Prophylaxe in integrieren, wäre eine wirklich große, empathische Folge eines solchen, groß beachteten Trauerfalles.
Sonst bliebe es nur bei der blasse, jeden Samstag möglichen oberflächlichen Einsicht zur Show: Sport - insbesondere der dramatische Fußball - hat heute die massenhaft unterhaltsame Funktion, die früher die erzwungen-rituelle Religion hatte.
Nun ich kenne mich mit Statistiken in diesem Bereich nicht aus, doch eines muss doch nochmals deutlich erörtert werden. Wie ist es möglich dass ein Ausnahmetorwart in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde als psychisch stabil und emotional stark belastbar, wenn ihn im Inneren diese Selbstzweifel quälten. Welches Anspruchsdenken hat ein Ausnahmetorwart. Im Fall von Oliver Kahn war dass ganz klar, ich bin die Nr.1 und ich bleibe die Nr.1. Wie muss sich Oliver Kahn damals gefühlt haben, als man Ihm die Nr.1 in der Nationalmannschaft weggenommen hat, nach so vielen Jahren. Keine Frage wer nun besser war Jens Lehmann oder Oliver Kahn, beide waren die besten Torhüter zu diesem Zeitpunkt. Doch nur einer konnte eben im Tor stehen.Oliver Kahn hat damals gesagt, es war eine der härtesten Zeiten in seiner Karriere, doch was wirklich vorbildlich war, er hat diese Entscheidung irgend wann akzeptiert und dann bei der WM seinem größten Rivalen mentale Kraft gegeben.
Robert Enke ist in einem Atemzug mit Kahn&Lehmann, zu nennen, er hatte genau so ein Anspruchsdenken. Er wollte die Nr.1 sein auch im Nationaltor und er ist auch von Jogi Löw dem Bundestrainer zur Nr. 1
bestimmt wurden. Was muss in einem Menschen vorgehen, den seine Zweifel zu solch einem grausamen Schritt den Freitod veranlassen.
Jogi Löw hatte mit ihm gesprochen, alles schien klar. Doch anscheinend war die Depression der Selbstzweifel Robert Enkes größer als der Glaube wirkllichdem ständigen Erfolgdruck gerecht zu werden.
Nun ich kenne mich mit Statistiken in diesem Bereich nicht aus, doch eines muss doch nochmals deutlich erörtert werden. Wie ist es möglich dass ein Ausnahmetorwart in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde als psychisch stabil und emotional stark belastbar, wenn ihn im Inneren diese Selbstzweifel quälten. Welches Anspruchsdenken hat ein Ausnahmetorwart. Im Fall von Oliver Kahn war dass ganz klar, ich bin die Nr.1 und ich bleibe die Nr.1. Wie muss sich Oliver Kahn damals gefühlt haben, als man Ihm die Nr.1 in der Nationalmannschaft weggenommen hat, nach so vielen Jahren. Keine Frage wer nun besser war Jens Lehmann oder Oliver Kahn, beide waren die besten Torhüter zu diesem Zeitpunkt. Doch nur einer konnte eben im Tor stehen.Oliver Kahn hat damals gesagt, es war eine der härtesten Zeiten in seiner Karriere, doch was wirklich vorbildlich war, er hat diese Entscheidung irgend wann akzeptiert und dann bei der WM seinem größten Rivalen mentale Kraft gegeben.
Robert Enke ist in einem Atemzug mit Kahn&Lehmann, zu nennen, er hatte genau so ein Anspruchsdenken. Er wollte die Nr.1 sein auch im Nationaltor und er ist auch von Jogi Löw dem Bundestrainer zur Nr. 1
bestimmt wurden. Was muss in einem Menschen vorgehen, den seine Zweifel zu solch einem grausamen Schritt den Freitod veranlassen.
Jogi Löw hatte mit ihm gesprochen, alles schien klar. Doch anscheinend war die Depression der Selbstzweifel Robert Enkes größer als der Glaube wirkllichdem ständigen Erfolgdruck gerecht zu werden.
Nun ich kenne mich mit Statistiken in diesem Bereich nicht aus, doch eines muss doch nochmals deutlich erörtert werden. Wie ist es möglich dass ein Ausnahmetorwart in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde als psychisch stabil und emotional stark belastbar, wenn ihn im Inneren diese Selbstzweifel quälten. Welches Anspruchsdenken hat ein Ausnahmetorwart. Im Fall von Oliver Kahn war dass ganz klar, ich bin die Nr.1 und ich bleibe die Nr.1. Wie muss sich Oliver Kahn damals gefühlt haben, als man Ihm die Nr.1 in der Nationalmannschaft weggenommen hat, nach so vielen Jahren. Keine Frage wer nun besser war Jens Lehmann oder Oliver Kahn, beide waren die besten Torhüter zu diesem Zeitpunkt. Doch nur einer konnte eben im Tor stehen.Oliver Kahn hat damals gesagt, es war eine der härtesten Zeiten in seiner Karriere, doch was wirklich vorbildlich war, er hat diese Entscheidung irgend wann akzeptiert und dann bei der WM seinem größten Rivalen mentale Kraft gegeben.
Robert Enke ist in einem Atemzug mit Kahn&Lehmann, zu nennen, er hatte genau so ein Anspruchsdenken. Er wollte die Nr.1 sein auch im Nationaltor und er ist auch von Jogi Löw dem Bundestrainer zur Nr. 1
bestimmt wurden. Was muss in einem Menschen vorgehen, den seine Zweifel zu solch einem grausamen Schritt den Freitod veranlassen.
Jogi Löw hatte mit ihm gesprochen, alles schien klar. Doch anscheinend war die Depression der Selbstzweifel Robert Enkes größer als der Glaube wirkllichdem ständigen Erfolgdruck gerecht zu werden.
"seine tödliche Krankheit" "Vier bis fünf Millionen leiden in Deutschland an einer ernsthaften Depression. Oft endet sie tödlich." ?
Gottseidank endet die "tödliche Krankheit" dann doch nicht SO oft mit dem Tod, wie der Artikel vermuten lässt..
Man kann es auch echt übertreiben. Das erinnert mich irgendwie an den Spruch: Das Leben ist gefährlich, es endet immer tödlich.
Was mich am Robert-Enke-Gedächtniskult so ärgert ist, daß die Leute, die sich bei Enke so betroffen zeigen ihm keine Träne nachgeweint hätten, wenn er nicht Fussballspieler, sondern Lidl-Verkäufer gewesen wäre. Es hätte kein Artikelwald in der Zeit gegeben. So wird die Tragik eines Todes mal wieder am Status eines Menschen gemessen. Das ist das wirklich traurige an unserer Gesellschaft.
Man kann es auch echt übertreiben. Das erinnert mich irgendwie an den Spruch: Das Leben ist gefährlich, es endet immer tödlich.
Was mich am Robert-Enke-Gedächtniskult so ärgert ist, daß die Leute, die sich bei Enke so betroffen zeigen ihm keine Träne nachgeweint hätten, wenn er nicht Fussballspieler, sondern Lidl-Verkäufer gewesen wäre. Es hätte kein Artikelwald in der Zeit gegeben. So wird die Tragik eines Todes mal wieder am Status eines Menschen gemessen. Das ist das wirklich traurige an unserer Gesellschaft.
Ein 'Leistungsträger' zerbricht an einem Leben, das außer Leistung nichts gelten läßt.
Daß Enke sehr wohl gut begründet als Leistungsträger galt, tut dabei nix zur Sache. Er selbst fühlte sich den Ansprüchen anscheinend nicht gewachsen, und flüchtete in den Tod.
Nun, das sehen tausende in Deutschland jedes Jahr als letzte Lösung. Besonders unter Jugendlichen ist dieser Kollateralschaden einer gnadenlosen Ideologie der Leistungsträgerschaft zu verzeichnen.
Wie erklärt es sich, daß eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Volkskrankheit sich auswachsen, die Bevölkerung offenbar an der Gesellschaft leidet, sich keine Gegenwehr gegen eben diese Art von Gesellschaft erlaubt?
Steht auf und schmeißt die Pillen weg.
"Wie erklärt es sich, daß eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Volkskrankheit sich auswachsen, die Bevölkerung offenbar an der Gesellschaft leidet, sich keine Gegenwehr gegen eben diese Art von Gesellschaft erlaubt?
Steht auf und schmeißt die Pillen weg."
Ich bezweifel nicht, dass Leistungsdruck und beruflicher Stress (bei vorhandener Disposition, sei diese genetisch oder entwicklungspsychologisch begründet) die Inzidenz von MDD erhöhen. Es ist aber (und ich sag dies als ehemals Betroffener) unheimlich stupide zu suggerieren Depressive könnten ihre Erkrankung überwinden indem sie aufstehen (und das Leistungssystem abschaffen?!) und die Pillen wegwerfen. Sie glauben gar nicht wieviele Betroffene eben nicht Schluss machen, weil sie in der Tretmühle oder in irgendwelchen anderen Abhängigkeitsverhältnissen festhängen oder zumindest noch irgendeinem Anspruchsdenken hinterherjagen können. Böse wird es erst wenn all dies (so wie alles andere auch) absolut keine Bedeutung mehr hat und das Problem ergo nicht mehr im mindesten objektivierbar ist - dieses Gefühl ist so schwarz und so absurd, dass es selbst für ehemals Depressive unbeschreiblich ist. Keinen Menschen tangiert die Leistungsgesellschaft so wenig, wie jemandem mit 'ner richtig schönen MDD. Und in einem solchen Falle sollten auch Psychopharmaka her, alles andere hieße sich selber aus dem Sumpf zu ziehen.
"Wie erklärt es sich, daß eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Volkskrankheit sich auswachsen, die Bevölkerung offenbar an der Gesellschaft leidet, sich keine Gegenwehr gegen eben diese Art von Gesellschaft erlaubt?
Steht auf und schmeißt die Pillen weg."
Ich bezweifel nicht, dass Leistungsdruck und beruflicher Stress (bei vorhandener Disposition, sei diese genetisch oder entwicklungspsychologisch begründet) die Inzidenz von MDD erhöhen. Es ist aber (und ich sag dies als ehemals Betroffener) unheimlich stupide zu suggerieren Depressive könnten ihre Erkrankung überwinden indem sie aufstehen (und das Leistungssystem abschaffen?!) und die Pillen wegwerfen. Sie glauben gar nicht wieviele Betroffene eben nicht Schluss machen, weil sie in der Tretmühle oder in irgendwelchen anderen Abhängigkeitsverhältnissen festhängen oder zumindest noch irgendeinem Anspruchsdenken hinterherjagen können. Böse wird es erst wenn all dies (so wie alles andere auch) absolut keine Bedeutung mehr hat und das Problem ergo nicht mehr im mindesten objektivierbar ist - dieses Gefühl ist so schwarz und so absurd, dass es selbst für ehemals Depressive unbeschreiblich ist. Keinen Menschen tangiert die Leistungsgesellschaft so wenig, wie jemandem mit 'ner richtig schönen MDD. Und in einem solchen Falle sollten auch Psychopharmaka her, alles andere hieße sich selber aus dem Sumpf zu ziehen.
Diese Michael-Jackson-like Trauerfeier mögen manche als noch so ehrfürchtig empfunden haben. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass jemand wie Robert Enke als Profi-Fußballer zwar gerührt sein mag, aber jemand wie Robert Enke als Selbstmörder könnte auch sagen: Genau deswegen hab ich mich umgebracht.
Und wenn ich dann solche Fragen höre wie: Woher kommt diese Krankheit?
Was soll man da antworten? Jemand verliert seine kleine Tochter und ist deswegen traurig. Ganz einfache erklärung: Er ist nur krank. Ist zwar eine fast tödliche Krankheit, aber da kann man sicher was dagegen tun. Als ob es so einfach wäre! Und allein diesen Tödlichkeitsfaktor bei dieser "Krankheit" so zu stilisieren ist... naja, irgendwie krank.
Vielleicht mag manch sensiblen Charakter, der ab und an seine Depressionen hat, wirklich geholfen werden, wenn man seine Depressionen als Krankheit versucht zu behandeln. Solange man ihn nicht mit dumpfen Anti-Depressiva vollpumpt, die nur Symptome aber keine Ursache bekämpfen. Falls diese dann nämlich irgendwann abgesetzt werden, brechen die Symptome meist zehnmal so schlimm wieder aus, irgendwann.
So oder so kann man aber jemanden, der einfach zu schreckliche Dinge erlebt hat, nicht als jemand Kranken abstempeln, der nur die richtige Behandlung bräuchte. Eine Welt, die in alles Negative nur irgendwelche Krankheiten hineinzuinterpretieren weiß, ist vermutlich wie gesagt selbst einfach nur... krank.
ich bin genau ihrer meinung. die gesellschaft macht sich das viel zu einfach. etwas als krank abzustempel, hilft nichts. dies führt dazu, dass menschen die nicht gerne leben sich noch mehr aus dem leben zurückziehen.
bereits das wort "selbstmord" ist unglaublich. als juristin kenne ich alle mordmerkmale...warum werden diese menschen mit einem mörder gleichgesetzt???warum haben wir menschen nicht das recht freiwillig aus dem leben auszuscheiden????niemand kann sich auszusuchen, ob er auf die welt kommen möchte oder nicht, geschweige den wo und wann. die hinterbliebenen sind diejenigen die sich als versager fühlen und letztendlich dieses von sich abstreifen in dem sie denjenigen als krank bezeichne.das ist hart aber wahr.ich bin der ansicht, dass ´kein mensch auf die welt kommt und bereits als kleinkind nicht mehr leben möchte. die gesellschaft und die einzelnen persönlichen schicksalsschläge jedes einzelnen nehmen die lust am leben und wenn dies so ist, ist es doch mutig und richtig, wenn jeder einzelne selbst entscheidet, ob er weitermacht oder nicht.da braucht sich auch niemand anderes verantwortlich oder schuldig.es ist doch dann eine erlösung. und die hinterblieben sollten, trotz trauer über den verlust, sich darüber freuen, dass nunmehr der leidensweg beendet ist.Ruhe in Frieden
Robert Enke und erhole dich von dieser [...] welt.
[Gekuerzt, bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. /Die Redaktion pt.]
ich bin genau ihrer meinung. die gesellschaft macht sich das viel zu einfach. etwas als krank abzustempel, hilft nichts. dies führt dazu, dass menschen die nicht gerne leben sich noch mehr aus dem leben zurückziehen.
bereits das wort "selbstmord" ist unglaublich. als juristin kenne ich alle mordmerkmale...warum werden diese menschen mit einem mörder gleichgesetzt???warum haben wir menschen nicht das recht freiwillig aus dem leben auszuscheiden????niemand kann sich auszusuchen, ob er auf die welt kommen möchte oder nicht, geschweige den wo und wann. die hinterbliebenen sind diejenigen die sich als versager fühlen und letztendlich dieses von sich abstreifen in dem sie denjenigen als krank bezeichne.das ist hart aber wahr.ich bin der ansicht, dass ´kein mensch auf die welt kommt und bereits als kleinkind nicht mehr leben möchte. die gesellschaft und die einzelnen persönlichen schicksalsschläge jedes einzelnen nehmen die lust am leben und wenn dies so ist, ist es doch mutig und richtig, wenn jeder einzelne selbst entscheidet, ob er weitermacht oder nicht.da braucht sich auch niemand anderes verantwortlich oder schuldig.es ist doch dann eine erlösung. und die hinterblieben sollten, trotz trauer über den verlust, sich darüber freuen, dass nunmehr der leidensweg beendet ist.Ruhe in Frieden
Robert Enke und erhole dich von dieser [...] welt.
[Gekuerzt, bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. /Die Redaktion pt.]
Wie grauenvoll, wie verlogen, diese Massen, unter denen doch auch jener oder dieser war, der im wahren Leben sich über depressiv erkrankte Mitmenschen eher erhaben fühlt.
Gab es nicht schon einen großen, sensiblen deutschen Fußballspieler, der in aller Öffentlichkeit von seinen Depressionen berichtet hat, und wie war die Reaktion der so mitleidvollen, so gern trauernden Öffentlichkeit?????
Nichts gar nichts hat man da - jedenfalls in sooo großer Öffentlichkeit an Trost oder Zuspruch für einen Depressiven gehört. Und das soll nun alles anders sein?!
Oder muss einer sich erst vor den Zug schmeissen, damit die allgemein Volkstrauer ausbricht?
Nein, nein, das hier heute und an den Tagen zuvor war ein großes, wie es heute gerne heisst, "Event". Zudem vom Fernsehen und einem Teil der Presse hoch-getrauert.
Da musste man offenbar dabei sein. Von Ministerpräsidenten etc. Alle, alle alle.
Und das am Volkstrauertag...Wird es je eine ebensolche Massen-Trauer etwa für die deutschen Soldaten geben, die unter oft fürchterlichen Umständen ihr Leben im fernen Afghanistan verlieren?
wer kann schon in die Köpfe der Massen hineinschauen.
Wer kann sagen, dass alle diese Menschen lügen.
Was ich von Mittwoch bis heute am Sonntag im TV gesehen habe, erschien mir nicht verlogen.
Ich glaube, dass die Menschen sich mit Robert Enke identifizieren und um ihn trauern konnten, gerade weil er so grandios gescheitert ist.
Erfahren wir nicht selbst jeden Tag, dass wir scheitern können.
Hier kommt durch einen für uns Überlebende glücklichen Zufall alles zusammen.
Die Menschen haben das instinktiv begriffen. Es ist eine riesige Chance für uns, das Scheitern Robert Enkes zu begreifen und etwas daraus zu machen - etwas Neues.
Ich stimme zu:
Angemessen kritische, ergänzende Gedanken, um dem EVENT als einen öffentlichen Zusammenlauf von komisch gemischten Gefühlsmomenten zu charakterisieren.
Im Fußball ist alles "drin", was früher bei Landsknechten möglich war: Suff, Schlägerei, Verfolgung, Niederschlagen und Messerstecherei als Kampf gegen unbekannte Menschen aus irgendwelchen anderen Städten - und eine vornehmlich weiß-tünchende Inszenierung, die eher ein schlechtes Gewissen spiegelt, als die Kennzeichung von sport-immanenten Star- und Stör-Momenten. - Heute Heuligans statt Hooligans.
[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
wer kann schon in die Köpfe der Massen hineinschauen.
Wer kann sagen, dass alle diese Menschen lügen.
Was ich von Mittwoch bis heute am Sonntag im TV gesehen habe, erschien mir nicht verlogen.
Ich glaube, dass die Menschen sich mit Robert Enke identifizieren und um ihn trauern konnten, gerade weil er so grandios gescheitert ist.
Erfahren wir nicht selbst jeden Tag, dass wir scheitern können.
Hier kommt durch einen für uns Überlebende glücklichen Zufall alles zusammen.
Die Menschen haben das instinktiv begriffen. Es ist eine riesige Chance für uns, das Scheitern Robert Enkes zu begreifen und etwas daraus zu machen - etwas Neues.
Ich stimme zu:
Angemessen kritische, ergänzende Gedanken, um dem EVENT als einen öffentlichen Zusammenlauf von komisch gemischten Gefühlsmomenten zu charakterisieren.
Im Fußball ist alles "drin", was früher bei Landsknechten möglich war: Suff, Schlägerei, Verfolgung, Niederschlagen und Messerstecherei als Kampf gegen unbekannte Menschen aus irgendwelchen anderen Städten - und eine vornehmlich weiß-tünchende Inszenierung, die eher ein schlechtes Gewissen spiegelt, als die Kennzeichung von sport-immanenten Star- und Stör-Momenten. - Heute Heuligans statt Hooligans.
[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
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