Bayern München - Borussia Mönchengladbach
© Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images

Holger Badstuber (links) jubelt nach dem Siegtor
Bayern München – Borussia Mönchengladbach 2:1
Die Münchner setzen die Erfolgsserie in der Bundesliga fort. Vier Tage vor dem entscheidenden Spiel in der Champions League gegen Juventus Turin kamen sie am Freitagabend gegen eine starke Mönchengladbacher Borussia zu einem 2:1 (1:1)-Sieg. Der 20-jährige Holger Badstuber avancierte mit seinem ersten Tor per Freistoß in der 75. Spielminute zum Matchwinner. Nationalstürmer Mario Gomez hatte die Münchner mit seinem sechsten Saisontor in der 19. Spielminute erstmals in Führung gebracht. Doch Roel Brouwers glich für die Gladbacher nur neun Minuten später aus.
"Beim Freistoß hab ich gedacht, ich probier's einfach mal", sagte Badstuber nach dem entscheidenden Moment des Spiels. "Es war keine einfache Aufgabe, aber wir haben geduldig gespielt", sagte Bayerns Tormann Jörg Butt. Dagegen trauerten die Gäste verlorenen Punkten nach. "Wir hätten heute nicht verlieren müssen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zu weit zurückfallen lassen", ärgerte sich Thorben Marx. 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena bekamen im weltweit ersten Spiel mit dem Weltmeisterschafts-Ball "Jabulani" eine vor allem vor der Pause temporeiche Partie mit vielen Torschüssen und einer sehr selbstbewussten und forschen Gladbacher Elf geboten. Die Borussen ließen den WM-Ball streckenweise prächtig laufen, waren aber nicht effektiv genug. Besser machte es Gomez. Der Nationalstürmer traf mit einer überragenden Einzelaktion: Nach kurzer Drehung und einem ansatzlosen Linksschuss aus 18 Metern schlug der Ball unten rechts im Gladbacher Tor ein.
Ansonsten aber stand Jörg Butt meist im Mittelpunkt und musste mit Paraden am Fließband glänzen; allein dreimal prüfte ihn dabei Distanzschütze Juan Arango (14./27./45.). Nach einem Pass von Michael Bradley auf den verwandelnden Brouwers war aber auch der 35-jährige Butt ohne jede Abwehrchance. Gladbach hatte vor allem ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld, beim FC Bayern fehlte dagegen ohne Franck Ribéry einmal mehr ein Denker und Lenker in der Zentrale.
Nach der Pause nahm die Zielstrebigkeit der passsicheren Gladbacher ab. Bayern erhöhte zudem mit der Einwechslung von Rückkehrer Arjen Robben den Druck. Dass Bayern-Trainer Louis van Gaal allerdings Dauerläufer Ivica Olic für den Niederländer auswechselte, erzürnte die Anhänger. Robben forderte oft den Ball, aber richtig gefährlich wurden die Münchner lange Zeit nicht. Daniel van Buyten traf per Kopf das Außennetz (64.), ehe der Innenverteidiger sieben Minuten später mit einer Gesichtsverletzung vom Feld musste. Danach kam der große Moment von Badstuber: Sein direkter Freistoß von der rechten Seite landete zur Überraschung vieler Zuschauer im Tor. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, weil sich Gladbach nicht mehr zu Gegenattacken aufraffen konnte.
Bayern München: Butt - Lahm, van Buyten (72. Breno), Demichelis, Badstuber - Müller, Schweinsteiger, Pranjic (79. Timoschtschuk), van Bommel - Gomez, Olic (59. Robben)
Borussia Mönchengladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Reus, Marx, Bradley (79. Bobadilla), Arango - Matmour (87. Neuville), Friend
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Gomez (19.), 1:1 Brouwers (28.), 2:1 Badstuber (75.)
Gelbe Karten: Gomez (1), Timoschtschuk (2), van Bommel (4) /Bradley (3), Levels (4)
Beste Spieler: Badstuber, Butt / Bradley, Dante
- Datum 06.12.2009 - 22:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE. dpa
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Scheint wohl so als hätten sie ihre Schwächeperiode überwunden und kommen so langsam wieder zu ihrem Mia san mia. Das könnte sich dann auch festigen, wenn sie gegen Juve gewinnen. Ich bin zwar kein Bayern Anhänger aber habe meinen Respekt vor Bayern, auch wenn sie schon ein wenig Arogant sind.
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