Comeback von Michael Schumacher Vom Formel-1-Virus befallen

Kann ein Rennfahrer im fünften Lebensjahrzehnt mit Burschen, die das Maximum ihrer Leistungskraft besitzen, konkurrieren? Zumindest Schumacher ist sich dessen sicher.

Niki Lauda hat ihn einmal den "Rennbazillus" genannt. Wer einmal infiziert sei, werde den Virus nicht wieder los. Michael Schumachers österreichischer Leidensgenosse hatte es schon bei der Rücktrittsverkündung des Deutschen geahnt: "Vielleicht juckt es ihn ja wieder und er fängt wieder an." Es hat ihn wieder gejuckt, mächtig sogar.

Deswegen schlägt Schumacher alle Warnungen in den Wind und setzt seine eigene Legende aufs Spiel, deswegen wagt er nach dem gescheiterten Comeback-Versuch im Sommer einen weiteren Anlauf, obwohl er seinen maladen Nacken nicht noch einmal dem Belastungstest im Wagen unterzogen hat.

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Der fast 41-Jährige ist nicht der einzige prominente Sportler, der von einem solchen Virus befallen ist. Nicht umsonst gibt es in den meisten Sportarten Seniorenkonkurrenzen für Ehemalige, ein Sammelbecken der unheilbar Infizierten. Schumacher hat bislang nie auf die Einladungen zu Ehemaligen-Treffen der Grand-Prix-Szene reagiert. Vermutlich ganz einfach, weil er sich nicht als Oldtimer fühlt, sondern wahlweise wie ein 25- oder wie ein 12-Jähriger.

Ehrgeizig, wie er ist, fordert er für sein Comeback auch keine mildernden Umstände aufgrund seines Alters. Er glaubt fest daran, dass die Reflexe eines Mannes im fünften Lebensjahrzehnt mit Burschen in der Blüte ihrer körperlichen Leistungskraft konkurrieren können. Ob ihn der Virus narrt?

Wir werden es am 14. März sehen. Dann startet Michael Schumacher in seine 17. Formel-1-Saison.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel)

 
Leser-Kommentare
  1. Ein wenig Klugscheißerei:
    1. Ein Bazillus ist kein Virus. Punktum.
    2. Dass die jungen Burschen auf dem Maximum ihrer (körperlichen) Leistungskraft sind, ist eine unbewiesene Behauptung und möglicherweise ein, dem Jugendwahn geschuldeter Irrtum.

    Tatsache ist, dass Schumacher in der Mitte seiner statistischen Lebenserwartung steht und nicht etwa im Alter. Es gibt Menschen, die haben sich schon mit 18 so fettgefressen, dass sie niemals ein Maximum der Leistungsfähigkeit erreichen; andere erreichen ihr Leistungsmaximum mit 40 oder noch später. Oft hängt das Leistungsmaximum eher von individuellen Entscheidungen denn von biologischen Randbedingungen ab.

    So hoffen wir Älterwerdenden nicht ganz ohne Eigennutz, dass Schuhmacher den Jugendwahn erfolgreich widerlegt. Möge er Weltmeister werden!

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    Contra Klugscheißerei:

    In diesem Sport geht es um Reaktionszeiten, die unterhalb der Nanosekunden liegen. Und da macht sich ein 20 Jahre älterer Körper sehr wohl bemerkbar. Dem liegt ein völlig natürlicher und normaler Verschleiß der Nervenbahnen zu Grunde.

    Schumacher wird sich wundern. Glauben Sie nicht? Spielen Sie mal ein Computerspiel, e.g. einen EgoShooter, gegen einen Vierzehnjährigen. Sie werden so traurig alt aussehen, wie nie in Ihrem Leben. Denn da macht sich der gewaltige Unterschied zwischen den altersbedingten Reaktionszeiten auch für uns Nicht-Rennfahrer bemerkbar. Professionelle Gamer gehen deswegen mit spätestens 26 Jahren "in Rente". weil sie dann nämlich keine Chance mehr gegen den Nachwuchs haben. Oder wo sich die Sache mit den Nervenzellen auch bemerken lässt: spielen Sie mal Memory mit einer Vierjährigen. Aber nicht weinen...

    Ich bfürworte aber auch, dass man dem Jugendwahn nicht frönen sollte. Jedoch lässt sich das (aus dem genannten Grund) nicht auf Extremsportarten ausweiten. Da hat der Autor leider Recht... ;) naja... wir sind aber zum Glück nicht alle Extremsportler, nicht oder?

    Gesegnete Feiertage und einen guten Rutsch.

    Contra Klugscheißerei:

    In diesem Sport geht es um Reaktionszeiten, die unterhalb der Nanosekunden liegen. Und da macht sich ein 20 Jahre älterer Körper sehr wohl bemerkbar. Dem liegt ein völlig natürlicher und normaler Verschleiß der Nervenbahnen zu Grunde.

    Schumacher wird sich wundern. Glauben Sie nicht? Spielen Sie mal ein Computerspiel, e.g. einen EgoShooter, gegen einen Vierzehnjährigen. Sie werden so traurig alt aussehen, wie nie in Ihrem Leben. Denn da macht sich der gewaltige Unterschied zwischen den altersbedingten Reaktionszeiten auch für uns Nicht-Rennfahrer bemerkbar. Professionelle Gamer gehen deswegen mit spätestens 26 Jahren "in Rente". weil sie dann nämlich keine Chance mehr gegen den Nachwuchs haben. Oder wo sich die Sache mit den Nervenzellen auch bemerken lässt: spielen Sie mal Memory mit einer Vierjährigen. Aber nicht weinen...

    Ich bfürworte aber auch, dass man dem Jugendwahn nicht frönen sollte. Jedoch lässt sich das (aus dem genannten Grund) nicht auf Extremsportarten ausweiten. Da hat der Autor leider Recht... ;) naja... wir sind aber zum Glück nicht alle Extremsportler, nicht oder?

    Gesegnete Feiertage und einen guten Rutsch.

  2. Man kann ihm nur das Beste wünschen. Sprich keine schweren Unfälle, keine Skandale, und ein Weltmeisterauto.

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    • joG
    • 24.12.2009 um 8:58 Uhr

    ...vor allem für Mercedes brauchen. Es ist wunderbar der Gedanke: Deutscher Wagen, Duetscher Fahrer, Deutscher Sieg. Wie wir aber aus der letzten Saison wissen, ist es hauptsächlich der Wagen, der bestimmt, wer gewinnt. So ist die sehr grosse Sichtbarkeit der wunderbaren Paarung auch ein grosses Risiko für die Marke.

    • joG
    • 24.12.2009 um 8:58 Uhr

    ...vor allem für Mercedes brauchen. Es ist wunderbar der Gedanke: Deutscher Wagen, Duetscher Fahrer, Deutscher Sieg. Wie wir aber aus der letzten Saison wissen, ist es hauptsächlich der Wagen, der bestimmt, wer gewinnt. So ist die sehr grosse Sichtbarkeit der wunderbaren Paarung auch ein grosses Risiko für die Marke.

    • Gafra
    • 23.12.2009 um 19:08 Uhr

    das unsere Zukunft beeinflusst und deshalb unbedingt ganz nach vorne gehört!!!!?
    Wer ist hier eigentlich die Zielgruppe?

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    Ich wollte nur meinen Dank abstatten, habe auch schon meinen Kommentar abgegeben. Diese Niveau (Artikel als Headliner)hätte ich der Zeit wirklich nicht zugetraut.

    Ich wollte nur meinen Dank abstatten, habe auch schon meinen Kommentar abgegeben. Diese Niveau (Artikel als Headliner)hätte ich der Zeit wirklich nicht zugetraut.

  3. Ich sehe es nicht, weil es die Privaten senden!

    Er gewinnt nie aber seine Bösenverluste hat er wieder herein!

    Er gewinnt Alles und ich sitze im Kino und schaue es mir an!

    Er fährt sich zu Tode und wird unsterblich!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    So einen Quatsch habe ich noch nicht gelesen, obwohl ich dem Comeback des Herrn Schumacher auch sehr skeptisch gegenüberstehe.
    Ich denke, daß der "junge" Mann einfach den noch jüngeren nicht standhalten kann.
    Auch wenn mir manches in früheren Zeiten des Hernn Schumacher vorgefallene etwas suspekt vorkam, hat er doch Geschichte geschrieben, und dieses sollte man ihm gönnen und respektieren.

    So einen Quatsch habe ich noch nicht gelesen, obwohl ich dem Comeback des Herrn Schumacher auch sehr skeptisch gegenüberstehe.
    Ich denke, daß der "junge" Mann einfach den noch jüngeren nicht standhalten kann.
    Auch wenn mir manches in früheren Zeiten des Hernn Schumacher vorgefallene etwas suspekt vorkam, hat er doch Geschichte geschrieben, und dieses sollte man ihm gönnen und respektieren.

  4. 5. ...

    Contra Klugscheißerei:

    In diesem Sport geht es um Reaktionszeiten, die unterhalb der Nanosekunden liegen. Und da macht sich ein 20 Jahre älterer Körper sehr wohl bemerkbar. Dem liegt ein völlig natürlicher und normaler Verschleiß der Nervenbahnen zu Grunde.

    Schumacher wird sich wundern. Glauben Sie nicht? Spielen Sie mal ein Computerspiel, e.g. einen EgoShooter, gegen einen Vierzehnjährigen. Sie werden so traurig alt aussehen, wie nie in Ihrem Leben. Denn da macht sich der gewaltige Unterschied zwischen den altersbedingten Reaktionszeiten auch für uns Nicht-Rennfahrer bemerkbar. Professionelle Gamer gehen deswegen mit spätestens 26 Jahren "in Rente". weil sie dann nämlich keine Chance mehr gegen den Nachwuchs haben. Oder wo sich die Sache mit den Nervenzellen auch bemerken lässt: spielen Sie mal Memory mit einer Vierjährigen. Aber nicht weinen...

    Ich bfürworte aber auch, dass man dem Jugendwahn nicht frönen sollte. Jedoch lässt sich das (aus dem genannten Grund) nicht auf Extremsportarten ausweiten. Da hat der Autor leider Recht... ;) naja... wir sind aber zum Glück nicht alle Extremsportler, nicht oder?

    Gesegnete Feiertage und einen guten Rutsch.

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    Unterhalb von Nanosekunden? Die Rennfahrer reagieren also in weniger als 0,000000001 Sekunden? Interessant...

    Abgesehen davon, solange es Schumacher Spaß macht soll er doch fahren, ob er nun gewinnt oder nicht ist doch egal. Es wird die Formel 1 mit Sicherheit interessanter machen.

    Meine Quantenmechanikvorlesungen sind schon etwas her:
    aber wer in Nanosekunden reagieren kann, der kann es schon fast mit Lucky Luke aufnehmen ;)

    Unterhalb von Nanosekunden? Die Rennfahrer reagieren also in weniger als 0,000000001 Sekunden? Interessant...

    Abgesehen davon, solange es Schumacher Spaß macht soll er doch fahren, ob er nun gewinnt oder nicht ist doch egal. Es wird die Formel 1 mit Sicherheit interessanter machen.

    Meine Quantenmechanikvorlesungen sind schon etwas her:
    aber wer in Nanosekunden reagieren kann, der kann es schon fast mit Lucky Luke aufnehmen ;)

    • o_O
    • 23.12.2009 um 19:26 Uhr

    ... die Medien nicht berichtet haben, dass es möglich ist, ist es nicht möglich.....

    Lachhaft..., wieso sollte es nicht möglich sein?!?! Die werden sich schon noch schwer wundern....

    • Gafra
    • 23.12.2009 um 19:50 Uhr
    • uman
    • 23.12.2009 um 20:10 Uhr

    der Werbeerfolg für Mercedes
    im ökologischen Altertum.

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