Depression im Fussball "Ein paar Tage nach Enke war alles vergessen"
Ein Profi, der an Depressionen litt und seine Karriere beenden musste – jahrelang hat er geschwiegen, nun offenbart er sich. Seinen Namen will er nicht öffentlich nennen.
© Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Schattenspiel Fußball
Frage: Sie leiden seit Jahren an Depressionen. Haben Sie deshalb im vorigen Sommer Ihre Karriere als Profifußballer beendet?
Antwort: Ich habe zehn Jahre im Profifußball gespielt. Am Ende zwangen mich meine Panikattacken und Angstzustände und die Schmerzen, unter denen ich spielte, mich von meinem Traum zu verabschieden. Ich hätte kein Spiel ohne psychologische Behandlung mehr geschafft. Ich habe jahrelang das Umfeld, die Vereine und Mitspieler nicht darüber informiert und versucht, die Probleme mit Therapien und Überspielen in den Griff zu bekommen.
Frage: Sie sind auf uns zugekommen, um Ihre Geschichte zu erzählen. Warum öffnen Sie sich jetzt?
Antwort: Das hängt sehr mit dem Fall Robert Enke zusammen...
Frage: ... der Nationaltorwart, der an Depressionen litt und sich selbst tötete.
Antwort: Ja, das ist ein paar Wochen her und es wird wieder weggesehen. Und zwar so hartnäckig, dass es für mich unerträglich ist. Das ist kein Einzelfall, es gibt diese Probleme im Profifußball. Ich weiß, wovon ich spreche.
Frage: Wie viel Mut gehört dazu, zu dieser Krankheit offen zu stehen?
Antwort: Diese Krankheit, die als Sinnbild für Schwäche und Versagen steht, passt nicht zu diesem Leistungssystem. Es wird schwer, eine Selbsthilfegruppe zu finden, weil jeder froh ist, sich damit nicht identifizieren zu müssen.
Frage: Kritisieren Sie den öffentlichen Umgang mit dem Fall Enke?
Antwort: Überhaupt nicht. Er litt an Versagensängsten, daran, es nicht allen recht machen zu können. Ich habe ihn oft beobachtet, ich wusste nichts von seiner Krankheit, aber er passte da irgendwie nicht rein. Er lief neben seinem Image her.
Frage: Wie kommen Sie darauf?
Ich habe in der Jugend beim FC Bayern gespielt, dort hab ich schon die Ellenbogengesellschaft zu spüren bekommen.
Antwort: Mir gefiel seine Sensibilität, die er sich bewahrt hatte. Das findet man nicht oft. Ich kenne welche, die sehr viel Geld verdienen, die ihr Geld zeigen. Dürfen sie ja auch. Enke zeigte Fürsorge. Er verkörperte etwas, mit dem man sich identifizieren konnte. Meine Freundin schaute sich die Berichterstattung wegen Frau Enke an, da sie zum Teil dieselben Worte benutzt: Komm, das schaffen wir schon! Fußball ist nicht alles! Wir haben uns doch! Aber ich kriege einen Vogel, wenn ich höre, dass das DSFmit vielen Kameras da war, selbst vor der Kirche, um Trauernde beim Busaussteigen zu filmen, und noch zwei Leute im Studio sitzen wie bei einem Live-Spiel. Ich muss nicht die halbe Nation vor dem Fernseher sitzen haben, um an etwas teilzunehmen, wovon die meisten keine Ahnung haben.
Frage: Viele waren ehrlich betroffen.
Antwort: Das glaube ich sofort. Denen gegenüber bin ich ungerecht. Doch für mich ist der Übergang in diesem Punkt von Teilnahme zum Voyeurismus fließend.
Frage: Leiden Sie heute an Depressionen?
Antwort: Ich habe zwölf Jahre beim FC Bayern gespielt, bis hoch zur A-Jugend, wo ich schon die Ellenbogengesellschaft zu spüren bekommen habe.
Frage: Das gehört zum Leistungssport.
Antwort: Schon, aber es geht immer um das Wie. Wer damals als Spieler hinzukam, der war kein Kollege, sondern ein Feind.
Frage: Der bekämpft wird nach dem Motto: Den lassen wir hier nicht rein?
Antwort: Nicht wir, sondern: Ich lasse ihn hier nicht rein! Ellenbogen raus! Das wurde gefördert, und es wird ja immer schlimmer im Jugendbereich. Da werden schon Sieben- und Achtjährige gescoutet und in Datenbanken erfasst, die über Jahre hinweg verfolgt werden. Dann wird gesagt: Wir holen vier Neue, dafür gehen vier raus. Was aus denen wird, interessiert keine Sau. Ich war damals noch Spielführer, bekam dann aber woanders einen Profivertrag.
Frage: Sie waren am Ziel.
Antwort: Nein, der Trainer war damals kein Freund der Jugendförderung. Der hat einen gern vor allen anderen kritisiert. Nach eineinhalb Jahren war ich da fertig, mundtot. Ich wollte alles hinschmeißen und nach Neuseeland auswandern.
Frage: Warum das denn?
Antwort: Weil es weit weg war. Ich wollte alles aufgeben, wofür ich in der Kindheit und Jugend gearbeitet hatte. Aber dann kam ein Angebot eines ambitionierten Klubs. Ich nahm es an, konnte aber keinen Ball mehr stoppen. Ich habe den Käfig mitgenommen, ich konnte nicht mehr.
Frage: Welchen Käfig?
Antwort: Ich meine die seelische Beklemmung. Ich wusste damals nichts von Depressionen. Ich war mit achtzehn körperlich stark ausgebildet, aber ich wusste nicht mehr weiter. Ich hatte für zwei Jahre unterschrieben und wusste nicht, wie ich das schaffen sollte.
- Datum 03.01.2010 - 10:25 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Glauben sie wirklich es ist ein einzelnes Phänomen? Glauben sie dass ein Chirurg, Flugkapitän oder Lockführer nicht ebenfalls leidet und von permanenter Versagensangst gepeinigt wird? Wer spricht denn darüber, nein das darf und kann natürlich nicht sein. und der Fußball das ist natürlich unser wichtigstes Gesellschaftsproblem!
MFG
und kein psychologisches. Ich darf mal scharf vermuten, der gute Mann hat einen Psychotherapeuten aufgesucht, wo er bei einem medizinisch versierten Psychater besser aufgehoben wäre. Bzw. ein kombinierte Behandlung mit Medikamenten und Therapie, weil die Medikamente überhaupt erst die Therapie ermöglichen. Überhaupt halte ich die Psychologisierung unseres Alltags für gemeingefährlich
- unsere Kinder haben adhs
- unsere Studenten haben burnout
- unsere Kollegen werden gemobbt
Wahrscheinlich gibt es keinen Menschen mehr, der sich nicht irgendeine Psycho-Geschichte an den Leib hängen darf. Nur schade, dass auf die Pseudo-Kranken soviel Zeit verschwendet wird, weil die Leute untergehen, die wirklich Hilfe brauchen: Leute mit Psychosen, Angststörungen und anderen Problemen, die durch ihre Krankheit - der Begriff ist hier angebracht - praktisch handlungs- und lebensunfähig sind. Stattdessen wird über die kleinen Alltags-Wehwehchen von Leuten berichtet, die schon längst jeden Blick für die Realität menschlichen Elends verloren haben. Womit ich aber nicht diesen Herren meine, er scheint tatsächlich behandlungsbedürftig zu sein.
Mit verlaub, aber Sie haben anscheinend überhaupt keine Ahnung von dem was Sie schreiben. Und gerade wegen solcher Menschen wie Sie ist es für Betroffene so schwer sich ihre Probleme einzugestehen und auch damit nach Außen zu gehen. Denn was würde passieren wenn Betroffene an einen Menschen wie Sie gelangen? Es würden die die typischen Sprüche kommen wie von wegen "Stress hat ja jeder", oder "Probleme hat jeder", oder noch besser "stell dich nicht so an"...das hilft den Betroffenen allgemein.
Sie würde anscheinend einfach Tabletten verschreiben und gut ist. Nur das hilft niemandem. Damit bekämpfen Sie höchstens das Symptom, aber nicht die Ursache. Was nützt es mir, wenn ich mit Mediakemten vollgestopft durch die Welt gehe? Kurzfristig um akute Situationen zu überstehen ist das ja ok, aber ansonsten eher hinderlich. Mal davon abgesehen dass es hierbei nicht wie bei Kopfschmerztabletten ist. Man muss erfst mal den richtigen Wirkstoff finden (jeder Mensch reagiert anders darauf) und dann noch die richtige Dosis.So etwas kann schon mal ein halbes Jahr dauern. Und später kann man die Medikamente nicht einfach absetzen, man muss langsam die Dosis zurückschrauben ("ausschleichen").
Aber was bringen Medikamente sonst? Gar nichts. Wenn es mir schlecht geht muss ich wissen wann es mir schlecht geht, ich muss darüber mit meinem Therapeuten reden können, ich muss genau fühlen wie es mir in dem Momenten geht. Wie will ich das, wenn alles betäubt ist? Wie soll ein normaler Arzt z.B. von Ihnen erfahren können wo Sie schmerzen haben wenn alles betäubt ist? Zudem ist ein Psychiater nicht automatisch besser als ein Therapeut...ich habe eher das Gefühl dass sie nicht mal genau wissen wo der Unterschied zwischen einem Therapeuten, Psychiater und Psychologen besteht.
Und wenn Sie Angststörungen (Phobien) höher als Depressionen bewerten, ist mir alles klar. Ist jemand, der Angst vor Spinnen, Mäusen oder Fahrstuhlfahren hat in seinem Leben wirklich so eingeschränkt? Diese Bereiche gehören nämlich auch zu den Phobien.
Ich vermute eher dass das Problem darin liegt, dass sie nicht annäherns wissen was eine Depression wirklich ist. Vielleicht da erst einmal anfangen und sich schlau machen...
Ihre Arroganz gegenüber den real existierenden Problemen der Gesellschaft ist erschreckend. ADHS, Burn-Out-Syndrom, Mobbing - das sind häufige und greifbare Krankheiten, die nichts mit den kleinen Alltags-Wehwehchen zu tun haben.
Wenn Sie sich auch nur annähernd über die Ursachen einer Depression informiert hätten, wüssten Sie, dass eine monokausale Ursache als Erklärung nie ausreichend und entsprechend es die alleinige Gabe von Psychopharmaka ebenfalls nicht ist. Gleiches gilt für die von Ihnen erwähnten Angststörungen.
Die von Ihnen propagierte Unwissenheit (Arroganz?)ist es leider, die vielen hilfebedürftigen Menschen den Weg zum Arzt oder Therapeuten versperrt und sie schlimmstenfalls den Freitod als einzigen Ausweg wählen lässt.
Mal das hier lesen...vielleicht ändert es ja was...
http://www.zeit.de/2009/4...
Mit verlaub, aber Sie haben anscheinend überhaupt keine Ahnung von dem was Sie schreiben. Und gerade wegen solcher Menschen wie Sie ist es für Betroffene so schwer sich ihre Probleme einzugestehen und auch damit nach Außen zu gehen. Denn was würde passieren wenn Betroffene an einen Menschen wie Sie gelangen? Es würden die die typischen Sprüche kommen wie von wegen "Stress hat ja jeder", oder "Probleme hat jeder", oder noch besser "stell dich nicht so an"...das hilft den Betroffenen allgemein.
Sie würde anscheinend einfach Tabletten verschreiben und gut ist. Nur das hilft niemandem. Damit bekämpfen Sie höchstens das Symptom, aber nicht die Ursache. Was nützt es mir, wenn ich mit Mediakemten vollgestopft durch die Welt gehe? Kurzfristig um akute Situationen zu überstehen ist das ja ok, aber ansonsten eher hinderlich. Mal davon abgesehen dass es hierbei nicht wie bei Kopfschmerztabletten ist. Man muss erfst mal den richtigen Wirkstoff finden (jeder Mensch reagiert anders darauf) und dann noch die richtige Dosis.So etwas kann schon mal ein halbes Jahr dauern. Und später kann man die Medikamente nicht einfach absetzen, man muss langsam die Dosis zurückschrauben ("ausschleichen").
Aber was bringen Medikamente sonst? Gar nichts. Wenn es mir schlecht geht muss ich wissen wann es mir schlecht geht, ich muss darüber mit meinem Therapeuten reden können, ich muss genau fühlen wie es mir in dem Momenten geht. Wie will ich das, wenn alles betäubt ist? Wie soll ein normaler Arzt z.B. von Ihnen erfahren können wo Sie schmerzen haben wenn alles betäubt ist? Zudem ist ein Psychiater nicht automatisch besser als ein Therapeut...ich habe eher das Gefühl dass sie nicht mal genau wissen wo der Unterschied zwischen einem Therapeuten, Psychiater und Psychologen besteht.
Und wenn Sie Angststörungen (Phobien) höher als Depressionen bewerten, ist mir alles klar. Ist jemand, der Angst vor Spinnen, Mäusen oder Fahrstuhlfahren hat in seinem Leben wirklich so eingeschränkt? Diese Bereiche gehören nämlich auch zu den Phobien.
Ich vermute eher dass das Problem darin liegt, dass sie nicht annäherns wissen was eine Depression wirklich ist. Vielleicht da erst einmal anfangen und sich schlau machen...
Ihre Arroganz gegenüber den real existierenden Problemen der Gesellschaft ist erschreckend. ADHS, Burn-Out-Syndrom, Mobbing - das sind häufige und greifbare Krankheiten, die nichts mit den kleinen Alltags-Wehwehchen zu tun haben.
Wenn Sie sich auch nur annähernd über die Ursachen einer Depression informiert hätten, wüssten Sie, dass eine monokausale Ursache als Erklärung nie ausreichend und entsprechend es die alleinige Gabe von Psychopharmaka ebenfalls nicht ist. Gleiches gilt für die von Ihnen erwähnten Angststörungen.
Die von Ihnen propagierte Unwissenheit (Arroganz?)ist es leider, die vielen hilfebedürftigen Menschen den Weg zum Arzt oder Therapeuten versperrt und sie schlimmstenfalls den Freitod als einzigen Ausweg wählen lässt.
Mal das hier lesen...vielleicht ändert es ja was...
http://www.zeit.de/2009/4...
das der Erfolgsdruck im Fußball besonders hoch ist. Tatsache ist aber auch, wie temporalis34 ^^ vor mir schon richtig bemerkt hat, das es genug Bürger auf dieser Welt gibt die eine ähnliche Hölle erleben. Ich denke im Fußball sind die Menschen wenigstens finanziell abgesichert. Das kann der gemeine Pöbel wohl eher nicht von sich behaupten. Meine Fresse diese Menschen haben Geld, werden geliebt, haben die schönsten Frauen usw.... soll ich jetzt etwa mitleid haben???
Es tut mir als Fussballfan wirklich besonders leid was da mit und um Robert Enke geschehen ist. Aber es kann nicht sein das jetzt jeder Fussballer bemitleidet wird für sein Traumleben. Ein Familienvater der jeden Tag Angst hat seinen Job zu verlieren oder eine Alleinerziehende Mutter die nicht weis wie sie Arbeit und ERziehung unter einem Hut bringen soll... DAS SIND PROBLEME!!!
(Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft)
Ist Ihr Benutzername bei Ihnen Programm?
Sie gehören anscheinend auch zu den Leuten, die nach dem Motto agieren "was ich nicht sehe ist auch nicht da". Wenn Emke jetzt durch was auch immer gelähmt wäre, dann würde er von Ihnen "Mitleid" bekommen (ob er es haben wollen würde ist eine andere Sache)?
Was heisst es schon wenn die Menschen Geld haben, geliebt werden und wer weiß was noch haben wenn sie den Kontakt zu sich selber verloren haben? Letztendlich ist ein Mensch mit Depressionen fast nur noch eine leere Hülle. Auch wenn Ihnen dass nicht passt...
Machen Sie sich doch bitte erst einmal schlau was eine Depression wirklich ist, dann können wir weiter diskutieren...
(Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft)
Ist Ihr Benutzername bei Ihnen Programm?
Sie gehören anscheinend auch zu den Leuten, die nach dem Motto agieren "was ich nicht sehe ist auch nicht da". Wenn Emke jetzt durch was auch immer gelähmt wäre, dann würde er von Ihnen "Mitleid" bekommen (ob er es haben wollen würde ist eine andere Sache)?
Was heisst es schon wenn die Menschen Geld haben, geliebt werden und wer weiß was noch haben wenn sie den Kontakt zu sich selber verloren haben? Letztendlich ist ein Mensch mit Depressionen fast nur noch eine leere Hülle. Auch wenn Ihnen dass nicht passt...
Machen Sie sich doch bitte erst einmal schlau was eine Depression wirklich ist, dann können wir weiter diskutieren...
[...] (Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion /ft)
Die beiden Kommentare zuvor sind etwas dürftig. 1. Nichts mehr über derartige Probleme hören zu wollen ist ja gerade eines der Grundprobleme. 2. Sicher geht es in Deutschland fast immer nur um Fußball; deshalb ist es ja gut, wenn auch einmal die Schattenseiten dieses völlig überzogenen Trubels aufgezeigt werden. 3. Wir sollten alles ernst nehmen, was es so gibt, die leichten (adhs, burnout, mobbing) wie die schweren Fälle.
ich bezog mich natürlich auf Kommentar 1.u.2.
Mit verlaub, aber Sie haben anscheinend überhaupt keine Ahnung von dem was Sie schreiben. Und gerade wegen solcher Menschen wie Sie ist es für Betroffene so schwer sich ihre Probleme einzugestehen und auch damit nach Außen zu gehen. Denn was würde passieren wenn Betroffene an einen Menschen wie Sie gelangen? Es würden die die typischen Sprüche kommen wie von wegen "Stress hat ja jeder", oder "Probleme hat jeder", oder noch besser "stell dich nicht so an"...das hilft den Betroffenen allgemein.
Sie würde anscheinend einfach Tabletten verschreiben und gut ist. Nur das hilft niemandem. Damit bekämpfen Sie höchstens das Symptom, aber nicht die Ursache. Was nützt es mir, wenn ich mit Mediakemten vollgestopft durch die Welt gehe? Kurzfristig um akute Situationen zu überstehen ist das ja ok, aber ansonsten eher hinderlich. Mal davon abgesehen dass es hierbei nicht wie bei Kopfschmerztabletten ist. Man muss erfst mal den richtigen Wirkstoff finden (jeder Mensch reagiert anders darauf) und dann noch die richtige Dosis.So etwas kann schon mal ein halbes Jahr dauern. Und später kann man die Medikamente nicht einfach absetzen, man muss langsam die Dosis zurückschrauben ("ausschleichen").
Aber was bringen Medikamente sonst? Gar nichts. Wenn es mir schlecht geht muss ich wissen wann es mir schlecht geht, ich muss darüber mit meinem Therapeuten reden können, ich muss genau fühlen wie es mir in dem Momenten geht. Wie will ich das, wenn alles betäubt ist? Wie soll ein normaler Arzt z.B. von Ihnen erfahren können wo Sie schmerzen haben wenn alles betäubt ist? Zudem ist ein Psychiater nicht automatisch besser als ein Therapeut...ich habe eher das Gefühl dass sie nicht mal genau wissen wo der Unterschied zwischen einem Therapeuten, Psychiater und Psychologen besteht.
Und wenn Sie Angststörungen (Phobien) höher als Depressionen bewerten, ist mir alles klar. Ist jemand, der Angst vor Spinnen, Mäusen oder Fahrstuhlfahren hat in seinem Leben wirklich so eingeschränkt? Diese Bereiche gehören nämlich auch zu den Phobien.
Ich vermute eher dass das Problem darin liegt, dass sie nicht annäherns wissen was eine Depression wirklich ist. Vielleicht da erst einmal anfangen und sich schlau machen...
Ich kann dieser Einschätzung nur voll zustimmen. Als Ehemann einer manisch Depressiven habe ich genügend Erfahrungen im Umfeld gesammelt. Das hauptsächliche Problem im Umgang mit dieser Krankheit ist das "nicht Verstehen" derselben.
Es ist auch aus der Sicht eines gesunden Menschen, der sicher auch schon manchen Schicksalsschlag einstecken mußte, nicht wirklich begreifbar. Die gut gemeinten Ratschläge machen jedem Erkrankten nur noch deutlicher die eigentliche Ohnmacht klar.Manchmal hatte ich auch das Gefühl daß so mancher Psychiater oder Therapeut nicht wirklich begreift was er dort tut. Es ist deswegen auch reine Glückssache oder harte Sucharbeit bis man "den Richtigen" gefunden hat. Es drängt sich mir auch in der letzten Zeit der Gedanke auf, das die Krankheit in dieser Gesellschaft regelrecht gezüchtet wird.
Durch solche Fälle wie Robert Enke, wird dieses Problem für einen Augenblick ins Licht gezogen, um danach wieder hinter den Schlagzeilen des nächsten Tages zu verschwinden.
Wird sich nun etwas in unserer "Leistungsgesellschaft" - ich glaube nicht.
Ich kann dieser Einschätzung nur voll zustimmen. Als Ehemann einer manisch Depressiven habe ich genügend Erfahrungen im Umfeld gesammelt. Das hauptsächliche Problem im Umgang mit dieser Krankheit ist das "nicht Verstehen" derselben.
Es ist auch aus der Sicht eines gesunden Menschen, der sicher auch schon manchen Schicksalsschlag einstecken mußte, nicht wirklich begreifbar. Die gut gemeinten Ratschläge machen jedem Erkrankten nur noch deutlicher die eigentliche Ohnmacht klar.Manchmal hatte ich auch das Gefühl daß so mancher Psychiater oder Therapeut nicht wirklich begreift was er dort tut. Es ist deswegen auch reine Glückssache oder harte Sucharbeit bis man "den Richtigen" gefunden hat. Es drängt sich mir auch in der letzten Zeit der Gedanke auf, das die Krankheit in dieser Gesellschaft regelrecht gezüchtet wird.
Durch solche Fälle wie Robert Enke, wird dieses Problem für einen Augenblick ins Licht gezogen, um danach wieder hinter den Schlagzeilen des nächsten Tages zu verschwinden.
Wird sich nun etwas in unserer "Leistungsgesellschaft" - ich glaube nicht.
.....das hilft den Betroffenen allgemein nicht....(wann gibt es hier endlich eine Editier-Funktion?)
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