Handball-EM Deutschland verpasst das Halbfinale

Die deutschen Handballer haben während der EM auch gegen Spanien verloren und keine Chancen mehr auf ein Weiterkommen. Es ist ihr schlechtestes Ergebnis seit zehn Jahren.

Das Halbfinale der EM in Österreich findet ohne Deutschland statt. Das Team des Deutschen Handballbunds (DHB) verlor in Innsbruck auch sein zweites Hauptrundenspiel gegen Spanien mit 20:25 (9:14) und verbuchte damit die insgesamt dritte Turnierniederlage. Damit ist die schlechteste EM-Platzierung seit dem neunten Platz im Jahr 2000 besiegelt.

Mit einem Sieg gegen Tschechien am Donnerstag (16.30 Uhr) kann die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand maximal noch Rang vier in der Hauptrundengruppe I erreichen.

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Vor nur rund 5000 Zuschauern bot die deutsche Auswahl eine ernüchternde Leistung. Sie agierte vor allem im Angriff unbeholfen und planlos. Im Gegensatz zu den bislang leidenschaftlichen Auftritten ließ das DHB-Team jegliches Aufbäumen vermissen. Nach sieben Minuten lag die deutsche Mannschaft bereits mit 1:3 zurück. Gegen die robuste und zupackende Abwehr der Spanier fand sie kein spielerisches Mittel und rannte sich mit Einzelaktionen in der Deckung der Iberer fest.

Zwar hielten die deutschen Handballer den Rückstand zunächst in Grenzen, doch eine Chance auf den Ausgleich bestand zu keinem Zeitpunkt. Zur Pause hieß es 9:14. Nach dem Seitenwechsel wechselte Brand durch und gab den Spielern mit zuletzt wenigen Einsätzen eine Chance. Besser wurde es jedoch auch dann kaum: Nach weit weniger als 50 Prozent getroffener Torwürfe in der ersten Halbzeit steigerte sich die Quote auch in den zweiten 30 Minuten nicht.

Die Spanier hingegen nutzten ihre Torchancen konsequent und setzten sich schließlich vorentscheidend auf 23:16 (53.) ab.

"Das Spiel gegen Spanien ist eine super Aufgabe für unsere junge Truppe, aus der wir lernen können", sagte Rückraumspieler Holger Glandorf nach dem Spiel. Bester Werfer der deutschen Mannschaft war Uwe Gensheimer mit fünf Treffern.

 
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