American Football Die Saints gewinnen den Superbowl
Erstmals haben sich die Saints aus New Orleans die Meisterschaft in der National Football League geholt. Sie siegten klar gegen die beste Mannschaft der Vorrunde.
© Ezra Shaw/Getty Images

Der Coup ist perfekt: Saints-Spieler Tracy Porter (Nr. 22) feiert seinen entscheidenden Touchdown
Erster Titel in dreiundvierzig Jahren Vereinsgeschichte: Die New Orleans Saints haben das Finale um die Meisterschaft in der National Football League (NFL) gewonnen. Das Team vom Mississippi, als Außenseiter angereist, siegte in Miami über die Indianapolis Colts mit 31:17 und sicherte sich damit den Superbowl. Jahrzehntelang galten die Saints als allenfalls mittelmäßigens Team.
Experten schreiben dem Finale ein gutes und vor allem spannendes Niveau zu. Zur Halbzeit hatten die Colts, die das beste Team der Vorrunde waren, noch mit 10:6, nach dm ersten Viertel sogar mit 10:0 geführt.
Die Entscheidung zugunsten der Außenseiter aus New Orleans fiel drei Minuten vor dem Ende, als Indianapolis' Spielmacher Peyton Manning ein Fehlpass unterlief und Saints-Verteidiger Tracy Porter den Ball zum 30:17 in die Endzone trug. Zum "wertvollsten Spieler" (MVP) des Endspiels wurde New Orleans' Spielmacher Drew Brees gewählt. Seine Fehlpassquote lag unter zwanzig Prozent
Die Halbzeitshow war wie immer perfekt inszeniert. Die englische Altrock-Band The Who gab Pinball Wizard und andere Hits zum Besten. Die Preise für halbminütige Werbeclips lagen dieses Jahr nach Angaben der CBS bei gut drei Millionen Dollar.
Der Erfolg der Saints gilt landesweit als Symbol für den Wiederaufbau von New Orleans, nachdem Hurrikan "Katrina" Ende August 2005 viele Teile der Stadt verwüstet und die anschließende Flut achtzig Prozent unter Wasser gesetzt hatte.
"Wir haben einfach an uns geglaubt", schwärmte Brees. "Wir wussten, dass wir eine ganze Stadt hinter uns hatten." Tom Benson, der Besitzer der Saints, fügte hinzu: "Alle unsere Fans in New Orleans partizipieren an diesem Erfolg."
- Datum 08.02.2010 - 10:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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"Der Erfolg der Saints gilt landesweit als Symbol für den Wiederaufbau von New Orleans"
Klingt in meinen Ohren nach dem Motto "Brot und Spiele"...
"Brot und Spiele" bedeutet, die Leute werden durch Unterhaltung und ein Mindestmaß an Wohlstand von den eigentlichen Problemen abgelenkt.
Nach Katrina waren die Saints heimatlos, weil der Superdome beschädigt worden war. Wenn die Stadt diese Mannschaft verloren hätte, wäre das Stadium mitten in der Stadt (!) zu einer Bauruine verkommen.
Nicht die Mächtigen versuchen, die Leute abzulenken, sondern die Einheimischen sind aus dem Häuschen vor Freude, dass diese schlechte Mannschaft ("mittelmäßigens [sic] Team" ist historisch gesehen ein Kompliment) endlich oben mitspielte. Die Saints sind ein Zeichen der Hoffung für viele: nicht aufgeben, es kann besser werden! Das sage ich als New Orleanian. Geh mal selber hin und sieh selbst nach.
Das Verhältnis zwischen der Mannschaft und den Fans ist einmalig: http://bestofneworleans.c....
Besser Brot und Spiele als Brot und keine Spiele. Das hatten wir ja mal als Feldversuch in den Niederlanden, auch Calvinismus genannt.
"Brot und Spiele" bedeutet, die Leute werden durch Unterhaltung und ein Mindestmaß an Wohlstand von den eigentlichen Problemen abgelenkt.
Nach Katrina waren die Saints heimatlos, weil der Superdome beschädigt worden war. Wenn die Stadt diese Mannschaft verloren hätte, wäre das Stadium mitten in der Stadt (!) zu einer Bauruine verkommen.
Nicht die Mächtigen versuchen, die Leute abzulenken, sondern die Einheimischen sind aus dem Häuschen vor Freude, dass diese schlechte Mannschaft ("mittelmäßigens [sic] Team" ist historisch gesehen ein Kompliment) endlich oben mitspielte. Die Saints sind ein Zeichen der Hoffung für viele: nicht aufgeben, es kann besser werden! Das sage ich als New Orleanian. Geh mal selber hin und sieh selbst nach.
Das Verhältnis zwischen der Mannschaft und den Fans ist einmalig: http://bestofneworleans.c....
Besser Brot und Spiele als Brot und keine Spiele. Das hatten wir ja mal als Feldversuch in den Niederlanden, auch Calvinismus genannt.
"Brot und Spiele" bedeutet, die Leute werden durch Unterhaltung und ein Mindestmaß an Wohlstand von den eigentlichen Problemen abgelenkt.
Nach Katrina waren die Saints heimatlos, weil der Superdome beschädigt worden war. Wenn die Stadt diese Mannschaft verloren hätte, wäre das Stadium mitten in der Stadt (!) zu einer Bauruine verkommen.
Nicht die Mächtigen versuchen, die Leute abzulenken, sondern die Einheimischen sind aus dem Häuschen vor Freude, dass diese schlechte Mannschaft ("mittelmäßigens [sic] Team" ist historisch gesehen ein Kompliment) endlich oben mitspielte. Die Saints sind ein Zeichen der Hoffung für viele: nicht aufgeben, es kann besser werden! Das sage ich als New Orleanian. Geh mal selber hin und sieh selbst nach.
Das Verhältnis zwischen der Mannschaft und den Fans ist einmalig: http://bestofneworleans.c....
Besser Brot und Spiele als Brot und keine Spiele. Das hatten wir ja mal als Feldversuch in den Niederlanden, auch Calvinismus genannt.
Experten schreiben Spannung und Abwechslung zu. D. h. für den Laien war es möglicherweise langweilig. Vor 2-3 Jahren war die Spannung wegen eines Touch Downs in letzter Minute für alle sichtbar, samt eines überraschend fachkundigen Kommentars der ARD.
Was unterscheidet solch Abwechslung vom Fussball? Die Who, die habe ich leider nicht sehen können. Da wäre eine Konzertkritik interessant. Auch ohne Experten.
Sollte man annehmen können, dass dieser Sieg auch dem Lebenswillen von New Orleans und seinen Bürgern geschuldet ist, wäre der Sieg um so besser.
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