Vancouver Deutsche Sportler nörgeln über Olympisches Dorf
Das Olympische Dorf gleiche einem Pfadfinderlager – Sportler des deutschen Teams kritisieren den geringen Standard: schlechte Zimmer, Essen von Papptellern und mit Plastikbesteck.
© Barbara Walton/dpa

epa02020943 A homeless Canadian man with sign during a protest called the ' 2010 Poverty Olympics ' march protesting the money spent on the 2010 Vancouver Olympics games - and not on housing and welfare for the poor - and aimed at raising awareness about the serious issues of poverty, addiction and homelessness in the city, in the poverty hit Downtown Eastside, Vancouver, Canada, 07 February 2010. The Vancouver 2010 Olympic games start 12 February 2010. EPA/BARBARA WALTON +++(c) dpa - Bildfunk+++
Aus der deutschen Olympia-Mannschaft ist Kritik am Olympischen Dorf in Whistler laut geworden. Hermann Weinbuch, Bundestrainer der Nordischen Kombinierer, bemängelte, dass Athleten und Betreuer zu weit auseinander wohnen würden. Zudem sei die Esskultur mit Papptellern und Plastikbesteck eher bescheiden. Das größte Problem stellt nach Ansicht von Weinbuch die Luftzufuhr in den Großzelten dar. "Es zieht gewaltig", sagte der Bundestrainer mit Hinweis auf die Erkältungsgefahr.
Sein Skisprung-Kollege Werner Schuster verglich das Olympische Dorf mit einem Pfadfinderlager. "Der Lebensstandard ist sehr niedrig. Fünf, sechs Leute müssen sich ein Bad teilen, und die Wände sind so dünn wie eine Gardine", erklärte Schuster. Auch er habe am ersten Tag Probleme damit gehabt. "Mittlerweile finde ich es aber richtig toll. Und ich denke, es ist eine Bereicherung für die Athleten, das zu erleben. Es herrscht eine andere Stimmung als in einem Vier-Sterne-Hotel, weil man sich damit arrangieren muss", sagte Schuster.
Bei den Winterspielen in Salt Lake City und Turin waren die Kombinierer und Skispringer nicht im Olympischen Dorf untergebracht. Wegen der teilweise extrem langen Anfahrtswege hatte der Deutsche Skiverband (DSV) für Athleten, Trainer und Betreuer Privatquartiere in der Nähe der Wettkampfstätten gebucht. Dieses Privileg genießt in Whistler Alpin-Ass Maria Riesch sowie die ganze Alpin-Mannschaft der Skirennfahrer samt Betreuer-, Trainer- und Techniker-Stab.
- Datum 11.02.2010 - 13:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 10
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Es ist Winter, und der Winter bringt es mit sich, dass er kalt und unter Umständen zugig ist. Dann lauft halt schneller und zieht euch warm an, dann geht das schon.
Typisch Deutsch - ankommen und gleich mal Jammern. Pappteller und Plastikbesteck ist natürlich nicht optimal, aber die Deutschen können ja ihre Silberlöffel selber mit bringen oder noch einfliegen lassen und das Meißner Porzellan auch. Spülen müssen sie es dann aber wohl in der Dusche und wenn man sich die teilt, kann man ja eine Abspülstaffel organisieren, jeden Tag ein anderer und wenn was zu Bruch geht, hört man es gleich durch die papierdünnen Wände und kann denjenigen gleich bestrafen - mit einer extra Runde im zugigen Zelt.
http://notesfromotherside...
die armen, müssen sich zu fünft ein bad teilen...
und dann die esskultur, och die armen, die tun mir ja sowas von leid, dann ist es auch kein wunder, wenn man erfolglos ist, man kann es auf den schlechten service schieben
Ich war vor 2 Jahren in Whistler. Das ist ein künstlich hochgezogenes Dorf mit Allem was Menschen unter 25 so brauchen um Spass zu haben, ... wenn Sie reiche Eltern haben.
War alles ziemlich teuer dort. Deswegen wundert es mich sehr dass ausgerechnet die Olympia- Teams dort wohl in Papphütten untergebracht werden.
Andererseits, .... das in Deutschland für die Ewigkeit gebaut wird (aus Stein) sollte man nicht auf andere Länder verallgemeinern. Das ist unsere ganz persönliche kleine (angenehme) Macke.
so ists recht. daran müssen sich die sportler gewöhnen. anstatt des geld in luxus für athleten zu stecken, sollte es für dopingjäger investiert werden. das ist schon viel besser.
Ein bisschen Pfadfindergeist sollte man von Sportlern schon
erwarten können, also Pappteller sind in diesem Ambiente durchaus stilvoll. Aber da sie ja nicht wandern und am Lagerfeuer singen sondern Höchstleistungen vollbringen sollen, ist ein warmes kuscheliges Ruhelager in
entspannter Umgebung wohl die Mindestvoraussetzung ?!
Wenn es denen nicht permanent hinten und vorne 'reingeschoeben' wird, dann wird gemeckert. Macht mal erst
euren Job und konzentriert euch auf das Wesentliche. Und wenn ihr dann mindestens das Ergebnis der letzten Winterspiele erreicht, dann koennt ihr auch kritisieren.
As a Canadian, I welcome the German athletic team, and wish them many of the beautiful and unique medals designed by the brilliant Vancouver architect Omer Abel (who happens to be my former student). As a historian, I notice with some amusement that the members of the team effortlessly play to tired national stereotypes. For most of the 20th century Germans abroad were generally known as "Bei Unser" because they always told their hosts that "Bei uns in Deutschland is alles besser." One would have expected that in our globalized 21st century somewhat more flexible attitudes would prevail.
Den Weltmeistertitel fuer "Bei uns ist alles besser" haben die Deutschen schon laengst an die Nordamerikaner weitergegeben. In Amerika ist ja alles immer so gut und grossartig und erstklassig, dass die meisten Amerikaner nie ihren Kontinent verlassen um diesen Vergleich auch wirklich zu ueberpruefen. Leider stimmt diese Annahme amerikanischer Superueberlegenheit nur fuer einen sehr kleinen Bruchteil der Bevoelkerung, der Rest lebt eher in Zweit- und Drittwelt Zustaenden.
The Germans have passed on the World Championship of "Bei uns ist alles besser" to the North Americans a while ago. Everything in America is always so great and wonderful that most Americans never even leave their continent to check up on the truth of this assumption. Unfortunately, this is only reality for a small portion of the American population, the vast majority lives in second or third world conditions.
Den Weltmeistertitel fuer "Bei uns ist alles besser" haben die Deutschen schon laengst an die Nordamerikaner weitergegeben. In Amerika ist ja alles immer so gut und grossartig und erstklassig, dass die meisten Amerikaner nie ihren Kontinent verlassen um diesen Vergleich auch wirklich zu ueberpruefen. Leider stimmt diese Annahme amerikanischer Superueberlegenheit nur fuer einen sehr kleinen Bruchteil der Bevoelkerung, der Rest lebt eher in Zweit- und Drittwelt Zustaenden.
The Germans have passed on the World Championship of "Bei uns ist alles besser" to the North Americans a while ago. Everything in America is always so great and wonderful that most Americans never even leave their continent to check up on the truth of this assumption. Unfortunately, this is only reality for a small portion of the American population, the vast majority lives in second or third world conditions.
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