Snowboarder Shaun White Die Mädchen lieben seine Haare

Das Wunderkind, Flying Tomato oder the Animal: Shaun White hat viele Namen. Der Snowboarder ist nicht weniger als der potentielle Hauptdarsteller der Spiele in Vancouver.

Shaun White

Shaun White

Der Double McTwist 1260 ist nicht etwa der Menue-Name einer bekannten amerikanischen Fastfoodkette, sondern die Bezeichnung eines Sprunges. Die Experten sind sich sicher: Der Fahrer, der ihn fehlerfrei ausführt, wird die Goldmedaille in Vancouver gewinnen. 1260 bezieht sich auf die Gradzahl seiner Umdrehungen in der Luft. Er wird mit einer dreieinhalbfachen Drehung um die eigene Achse gesprungen und mit einem Salto vor der Landung abgeschlossen. Bis zum heutigen Tag beherrschte nur einer diesen waghalsigen Trick: Shaun White.

Er ist der potentielle Hauptdarsteller der Spiele und haushoher Favorit, wenn sich die Snowboarder zum olympischen Halfpipe-Wettbewerb versammeln. "Wenn er nicht stürzt und seine Leistung bringt, dann ist er nicht zu schlagen", sagt Christophe Schmidt, der einzige deutsche Starter in diesem Wettbewerb.

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Es ist noch nicht allzu lange her, da bildete das amerikanische Rolling-Stone-Magazin White auf seiner Titelseite ab. Er ist die große Zugnummer im Snowboard. Wegen seines herausragenden Status' ist er bei seinen Konkurrenten wenig beliebt. Doch das scheint ihn nicht sonderlich zu stören. Der Junge aus San Diego genießt die Aufmerksamkeit, die ihm entgegen gebracht wird. "Ohne Öffentlichkeit fehlt mir etwas", sagte er jüngst dem Spiegel.

In Vancouver stellt er sich einem Millionenpublikum vor, dort wird er erneut seinen Lieblingssprung zeigen, der ihm Gold und weitere Werbe-Millionen einbringen soll. Er überlegt bereits, ob er seiner Nummer einen anderen Namen geben soll. Statt Double McTwist 1260 einfach nur Tomahawk, so wie ein riesiges Steak, das er vor kurzem in einem Restaurant verspeist hat.

White, der bereits vor vier Jahren in Turin die Goldmedaille gewann, ist der logische Anwärter auf den olympischen Titel, zumal er den Double McTwist 1260 selbst entwickelt hat. "Vorher war ich immer der Typ, der Tricks nahm, die es schon gab und dann versuchte, sie besser hinzukriegen als die anderen. Selbst etwas zu erfinden, ist viel befriedigender", sagt der US-Amerikaner aus San Diego.

Hierfür verfügt White über Trainingsbedingungen, von denen seine Konkurrenten nur träumen können. Red Bull hat dem 23-Jährigen für 500.000 Dollar eine private Halfpipe in die Rocky Mountains gestellt. Sie ist mit einem Hubschrauber anzufliegen und mit einer Schaumstoffkissen ausgestattet, damit er weich fällt, wenn er stürzt. In einem kleinen Bergbaustädtchen sieben Meilen nördlich von Colorado übt und perfektioniert er unbehelligt seine Sprünge.

Doch auch das Wunderkind ist nicht frei von Fehlern. Bei den prestigeträchtigen X-Games Ende Januar in Aspen stellte White den Double McTwist einem breiten Publikum vor. Allerdings knallte er bei der Landung mit dem Kopf gegen den Lip, wie die obere Kante der Halfpipe genannt wird. Er blieb jedoch unverletzt, und sein erster Gedanke nach dem Sturz war: "Schnell wieder hochgehen und es noch einmal versuchen." Im folgenden Finale landete er sicher, sein perfekter Ritt durch die halbe Eisröhre brachte ihm den Sieg bei den X-Games - zum dritten Mal in Folge.

Leser-Kommentare
    • k2
    • 17.02.2010 um 19:32 Uhr

    ausgezeichneten Musikgeschmack.Sein PC-Snowboardgame ist Klasse.
    Kurz vor seinem ESPN-Aufritt an Sylvester hatten wir beide eine
    erste Begegnung, welcher Shawn in Laax-Flims anfangs Januar beim Red Bull Cup mit dem Sieg die Krone aufsetzte. Shawn gewann auf dem Crap San Gion. Weiter oben am La_Siala-Vorab Skilift musste ich Jahre vorher schon immer einen leeren Bügel für _Gretchen_ Bleiler beim Snowboard-Park im oberen Streckenteil freihalten.

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