Olympische Winterspiele Silber für Deutschland im Eisschnelllauf

Stephanie Beckert hat im Eisschnelllauf Silber geholt. Damit liegt Deutschland bei der Länderwertung der Oympischen Winterspiele in Vancouver knapp auf Platz eins.

Stephanie Beckert gewinnt Silber bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver

Stephanie Beckert gewinnt Silber bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver

Am zwölften Wettkampftag der Winterspiele in Vancouver hatte sich die deutsche Mannschaft einiges mehr ausgerechnet. Mit Platz zwei über 5000 Meter eroberte Stephanie Beckert am Mittwoch ihr zweites Silber im Eisoval von Richmond. Die Erfurterin musste sich über die längste Eisschnelllauf-Strecke der Damen nur der überragenden Tschechin Martina Sablikova geschlagen geben. Bronze ging an die Kanadierin Clara Hughes. Daniela Anschütz-Thoms wurde über 3000 Meter Vierte. Die dritte deutsche Läuferin Katrin Mattscherodt war wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert worden.

Ein Fehlgriff kostete Jens Filbrich, Axel Teichmann, Rene Sommerfeldt und Tobias Angerer als Sechste über 4 x 10 Kilometer die erhoffte Medaille. Auch die Bobpilotinnen gingen nach Silber 2002 und Gold durch Sandra Kiriasis vor vier Jahren in Turin sogar erstmals bei Olympia völlig leer aus. Kiriasis wurde Vierte, Cathleen Martini fiel nach einem schweren Sturz im letzten Lauf ganz aus der Wertung. Die Pilotin und ihre Anschieberin Romy Logsch blieben bei dem Unfall unverletzt. Kaillie Humphries holte für die Gastgeber Gold vor ihrer Landsfrau Helen Upperton und Erin Pac aus den USA. Shorttrack-Gold in der 3000-Meter-Staffel der Damen feierten die Chinesinnen vor Kanada und den USA.

Anzeige

Für Maria Riesch und Co. wurde die Entscheidung im Riesenslalom zur Nerven zehrenden Hängepartie. Der zweite Durchgang musste wegen Nebels in Whistler immer wieder verschoben werden und soll nun an diesem Donnerstag stattfinden. Als beste Deutsche war Viktoria Rebensburg nach dem ersten Lauf Sechste.

Olympia in Bildern
Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild!

Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild!

Die Langlauf-Staffel war für das deutsche Quartett schon nach zwei Runden verloren. Olympiasieger wurde Schweden vor den Teams aus Norwegen, für das Schlussläufer Petter Northug mit einem furiosen Schlussspurt Silber aus dem Feuer riss. Bronze ging an die Tschechen.

Nach 63 von 86 Entscheidungen behauptete Deutschland im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem US-Team hauchdünn Platz eins der Länderwertung. Siebenmal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze für die  deutsche Mannschaft standen bei den Amerikanern sieben Gold-, neun Silber- und zwölf Bronzemedaillen gegenüber. Auch Kanada hat dank des Bob-Sieges von Kaillie Humphries siebenmal Gold gewonnen.

An diesem Freitag treten die deutschen Biathleten an. Das Team bangt vor dem Staffel-Rennen der Männer um den Einsatz des leicht erkälteten Christoph Stephan. "Christoph ist etwas angeschlagen und wir müssen abwarten, in welche Richtung es sich entwickelt", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Stephan, Vize-Weltmeister im Einzel, ist in der deutschen Staffel als Startläufer vorgesehen. "Wir hoffen nach wie vor, dass Christoph gesund wird und laufen kann", sagte Ullrich. Als Ersatz für den dreifachen Junioren-Weltmeister kommen Simon Schempp oder Alexander Wolf infrage. Andreas Birnbacher, Arnd Peiffer und Michael Greis sind gesetzt.

 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    Service