Formel 1 Schumacher fährt in Bahrain auf Platz sechs
"Nicht besonders anstrengend": Michael Schuhmacher ist zufrieden mit seinem Comeback. Sein ehemaliger Rennstall Ferrari feiert zum Saisonauftakt einen Doppelsieg.
© Jens Büttner/dpa

Zufrieden: Michael Schumacher spricht nach dem Rennen in Sachir mit Reportern
Michael Schumacher hat bei seiner Rückkehr in die Formel-1 das Podium klar verpasst und musste chancenlos den Doppelerfolg seines ehemaligen Teams Ferrari mitansehen. "Ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann", sagte Schumacher nach dem Großen Preis von Bahrain in Sachir. Den Sieg sicherte sich Fernando Alonso vor seinem Mannschaftskollegen Felipe Massa. Hinter ihnen schaffte es McLaren-Pilot Lewis Hamilton auf den dritten Platz und damit aufs Treppchen.
Schumacher, der für Mercedes fährt, nahm seine Niederlage gelassen. "Es wäre verfrüht, jetzt schon Prognosen zu wagen", sagte der siebenmalige Weltmeister. "Ich habe schon häufiger zu Beginn große Abstände gehabt und bin dann am Ende um die Meisterschaft gefahren." Sein Teamchef und alter Freund Ross Brawn reagierte enttäuscht: "Es war eine respektable Leistung, aber nicht berauschend. Wir haben noch viel zu tun." Lob gab es dagegen von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Michael fuhr bei seinem Comeback ein gutes Rennen – ein besseres Ergebnis war mit seinem Auto heute nicht möglich."
Großer Pechvogel des Rennens war der deutsche Fahrer Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot sah lange Zeit wie der Sieger aus, doch ein defekter Motor ließ Vettel zurückfallen. "Wir hatten das Rennen bis dahin im Griff", sagte der Vize-Champion. "Wenn man so problemlos in Führung liegt, ist es natürlich schade, wenn es nicht klappt. Der vierte Platz sei Schadensbegrenzung.
Vettel kontrollierte das Geschehen von der Spitze aus deutlich. Der Red-Bull-Pilot baute seinen Vorsprung zu Beginn des Rennens kontinuierlich aus. Schumacher hatte auf Platz sechs keine Chance, den vor ihm liegenden Hamilton zu attackieren. Aber auch von hinten drohte dem Rückkehrer keine Gefahr. "Es hat Spaß gemacht", bilanzierte Schumacher. "Es ging darum, keine Fehler zu machen und das Auto sicher nach Hause zu bringen."
Schumachers Teamkollege Nico Rosberg belegte am Sonntag den fünften Platz und feierte damit einen Prestigeerfolg. Neuling Nico Hülkenberg aus Emmerich belegte im Williams-Cosworth den 14. Platz. Adrian Sutil aus Gräfelfing erreichte im Force India Rang zwölf. Timo Glock (Wersau) kam mit dem neuen Virgin-Team nicht ins Ziel. Wegen eines Getriebeschadens musste der Odenwälder sein Auto in der 21. Runde in der Garage abstellen.
- Datum 14.03.2010 - 17:20 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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