Fußballer auf Facebook und Twitter "Aber Philipp Lahm bin ja ich"
Unser Kolumnist veröffentlicht Privates auf Facebook, wundert sich aber, wer in seinem Namen twittert. Das Alles-Außer-Fußball-Gespräch über echte und unechte Freunde.
© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

"Dass ich im Sommer heiraten werde, habe ich auf Facebook kundgetan": Philipp Lahm während des Oktoberfestes
ZEIT ONLINE: Herr Lahm, wie viele Freunde haben Sie?
Philipp Lahm: So knapp über 5000, die Zahl wächst langsam, aber ständig. Ich bekomme auch Angebote, die Zahl schlagartig zu vervielfachen, das ist aber unseriös und es handelt sich dabei nicht um Freunde, sondern Scheinkontakte, die nicht wirklich aktiv sind.
ZEIT ONLINE: Richtige Freunde?
Lahm: Natürlich nicht, das sind eher Fans, die sich über mich auf Facebook informieren. Durch Facebook kann ich ihnen ständig Nachrichten zuschicken, egal wo sie sind. Das ist: superpraktisch.
ZEIT ONLINE: Sind denn zwischen den 5000 Fans auch ein paar Freunde im eigentlichen Sinne?
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Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
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Lahm: Momentan ist beispielsweise ein Freund von mir in Florida und macht dort ein Praktikum. Wir kommunizieren über Skype und E-Mail. Das ist schon sehr praktisch. Wenn ich mit meinen echten Freunden über Facebook Kontakt halten wollte, müsste ich mir wohl noch ein zweites Profil mit einem Decknamen anlegen, aber das habe ich nicht.
ZEIT ONLINE: Es gibt noch eine Menge weitere Philipp Lahms auf Facebook ...
Lahm: ... genau deshalb, kam ich darauf, ein eigenes Profil zu erstellen. Ich wurde von einem Bekannten gefragt, ob ich das sei. Wenn es schon so viele gibt, die in meinem Namen veröffentlichen, mach ich es lieber selbst, dachte ich.
ZEIT ONLINE: Haben Sie schon Mal Farmville gespielt?
Lahm: Nein, was ist das?
- Datum 03.03.2010 - 17:03 Uhr
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