Tobias Rau "Ich halte Michael Kempter für einen guten Schiedsrichter"
Kolumnist Tobias Rau kritisiert im Interview den DFB für seine Öffentlichkeitsarbeit und sagt, was einen guten Schiedsrichter ausmacht. Das Alles-Außer-Fußball-Gespräch
© Sandra Behne/Bongarts/Getty Images

Tobias Rau während seiner Zeit als Spieler für den FC Bayern: "Als Schiedsrichter kannst Du nur verlieren und nichts gewinnen"
ZEIT ONLINE: Herr Rau, können Sie erklären, warum jemand Schiedsrichter wird?
Rau: Nein, ich kann diese Entscheidung nicht nachempfinden. Aber ich habe großen Respekt vor der psychischen und physischen Aufgabe, die ein Schiedsrichter bewältigt. In Bundesligaspielen geht es um viel Geld, Millionen schauen zu, viele Journalisten bewerten die Schiedsrichterleistung.
ZEIT ONLINE: Haben Sie schon mal ein Spiel gepfiffen?
- Alles Außer Fußball
Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Jede Woche geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
Rau: Ja, bei einem Schulturnier. Da war ich sechzehn Jahre alt. Zwar gab es keine strittigen Szenen, dennoch war ich sehr froh, als es vorbei war. Es war eins der schwersten Spiele meiner Laufbahn.
ZEIT ONLINE: Konnten Sie der Aufgabe nichts abgewinnen?
Rau: Nein, das war kein Spaß. Ich hatte den Eindruck: Als Schiedsrichter kannst Du nur verlieren und nichts gewinnen.
ZEIT ONLINE: Aber man kann als Schiedsrichter Karriere machen.
Rau: Ja, es ist sozusagen eine eigene Sportart, in der man auch seinen Ehrgeiz ausleben kann. Es ist eine Bühne.
ZEIT ONLINE: Der Schiedsrichter Michael Weiner hat gesagt, er sei Schiedsrichter geworden, weil es für eine Spielerkarriere nicht gereicht hat.
Rau: Kann sein, dass das eine klassische Schiedsrichterlaufbahn ist. Jedenfalls sind die meisten Schiedsrichter dem Fußball verbunden, verfügen über ein gutes Verständnis für das Spiel. Und noch was: Es sind meist intelligente Menschen, oft Gelehrte. Ich kam immer sehr gut mit ihnen aus.
ZEIT ONLINE: Wie, glauben Sie, denken Schiedsrichter umgekehrt über Fußballprofis?
Rau: Hm? Ich kann bloß berichten, dass sich gute Schiedsrichter auf das Spiel und die Spieler vorbereiten: Spieler X ist ein Meckerer, Spieler Y macht gerne Schwalben. Dabei spielt auch der Status des Spielers eine Rolle. Einer wie Stefan Effenberg durfte sich mehr erlauben als der Ersatzspieler aus, sagen wir, Bochum. Diese Ungleichbehandlung geschieht im Unterbewusstsein der Schiedsrichter.
ZEIT ONLINE: Was macht einen guten Schiedsrichter aus?
Rau: Er sollte einen guten Draht zu den Spielern haben. Man muss mit ihm reden können.
ZEIT ONLINE: Haben Sie ein gutes Beispiel in Erinnerung?
- Datum 10.03.2010 - 12:25 Uhr
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- Serie Alles außer Fußball
- Quelle ZEIT ONLINE
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Amarell hat eine Sammelwut von E-Mails und SMS über lange Zeiträume.(Kemptners Bayern Mail von 2007)
Diese benutzt er jetzt gegen Kemptner.
Ist das OK?
Verstösst Amarell gegen Urteil zur Vorratsdatenspeicherung?
Sollte es nicht eine ''Deathline'' geben,wie lange unsere eigenen Nachrichten die wir so wegschicken gegen unseren Willen veröffentlicht oder verwendet werden dürfen?
Und was ist wenn ein Schiedsrichter Vorlieben für Spieler hat? Bayern haben die hübschesten Spieler-sagt meine Freundin-wie oft sind die Meister geworden?-)
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