Nationalspieler Philipp Lahm "Im Zoo setze ich mir eine Kappe und Sonnenbrille auf"
Als Fan würde Philipp Lahm mit einer Bratwurst in der Kurve stehen. Im Kolumneninterview erzählt er, was er von Stadionverboten hält, und wann Fans nerven.
© Michael Hanschke/dpa

Philipp Lahm zieht sich manchmal eine Kappe und Sonnenbrille auf, um in der Öffentlichkeit nicht erkannt zu werden
ZEIT ONLINE: Herr Lahm, der englische Autor Nick Hornby beschreibt in seinem Roman Fever Pitch seine Liebe zu Arsenal London. Das geht so weit, dass er nicht zur Hochzeit seines besten Freundes gehen würde, wenn am selben Tag Arsenal spielt. Können Sie das verstehen?
Philipp Lahm: Ich wäre nicht der Typ dazu, ich kann es aber teilweise nachvollziehen. Ich habe tagtäglich mit Fans zu tun, die unglaublich viel für den FC Bayern auf sich nehmen. Die fahren zu jedem Auswärtsspiel und geben ihr ganzes Geld für den Verein aus.
ZEIT ONLINE: Welcher Typ Fan wären Sie, wenn Sie kein Fußball-Profi wären?
Lahm: Ich würde in der Kurve stehen. Dort stehen die richtigen Fans, die auch zu Auswärtsspielen mitreisen.
- Alles Außer Fußball
Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
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ZEIT ONLINE: Wie viel Bier und wie viel Bratwürste würden Sie während des Spiels essen und trinken?
Lahm: Wie viel Bier weiß ich nicht. Eine Bratwurst mit Semmel gehört auf jeden Fall zu einem Stadionbesuch dazu. Das habe ich schon als Kind getan.
ZEIT ONLINE: Einige Zuschauer verlassen oft fünf oder zehn Minuten vor Spielschluss das Stadion. Was sagen Sie dazu?
Lahm: Ein echter Fan macht so etwas nicht. Ich kann das aber verstehen, weil dadurch die Abreise vom Stadion erleichtert wird. Bei einem spannenden Spiel würde ich aber nie früher gehen. Freunde von mir haben im Hinspiel gegen Manchester doch tatsächlich Leute gesehen, die vor dem Schlusspfiff beim Stand von 1:1 das Stadion verlassen haben. Die haben unseren 2:1-Siegtreffer in der letzten Minute nicht miterlebt. Das ist ein Unding.
ZEIT ONLINE: Wann sind Sie zum ersten Mal ins Fußballstadion gegangen?
Lahm: Irgendwann als Kind, ich weiß aber nicht mehr gegen wen das war. Mein Vater hat mich damals mit zum FC Bayern ins Olympiastadion mitgenommen. Unsere ganze Familie ist sehr fußballbegeistert.
ZEIT ONLINE: Waren Sie als Kind Bayern- oder 1860-Fan?
Lahm: Ich bin zwar mit elf Jahren zum FC Bayern gekommen und war dort auch Balljunge. Dennoch war ich relativ neutral und kein Fan von einem speziellen Verein. Ich habe den Münchner Vereinen die Daumen gedrückt.
ZEIT ONLINE: Befinden sich unter Ihren Freunden echte Bayern-Fans?
Lahm: Auf jeden Fall. Ein Freund von mir, der bei meinem Heimatverein FT Gern spielt, war mit in Manchester. Und der Cousin meiner Freundin hat uns mit nach Florenz begleitet. Die stehen dann in der Fankurve.
- Datum 14.04.2010 - 11:42 Uhr
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Wen, bitteschön, interessiert es, wie viele Würste Philipp Lahm als Fan im Stadion essen würde? Bei allem Respekt: Ich habe selten eine sinnlosere Frage in einem ZEIT-Interview gelesen.
Zu Guerreros Flaschenwurf: Das war eine Überreaktion, die schlimme Folgen hätte haben können. Insofern ist die Strafe schon gerechtfertigt. Ich muss allerdings zugeben, dass mir der Fan, der die Flasche abbekommen hat, nicht leid tut. Ist es so schwer, einfach mal den Mund zu halten?? Vor allem, wenn man weiß, dass der Spieler, den man gerade beleidigt, selbst extrem frustriert über das Ergebnis des Spiels ist? Manche Leute sind eben unreif genug, jemand anderen ganz bewusst genau dann zu provozieren, wenn sie den Eindruck haben, dass das gefährlich sein könnte. Wer dann eine Trinkflasche abbekommt, ist selbst Schuld.
Lieber Werderfan,
Du hast es vermutlich überlesen, das hier ist eine Sport-Kolumne, die es schon seit ca. 2 Jahren gibt. Und eine Menge Online-Leser der Zeit finden sie kurzweilig, entspannend, einfach mal was anderes. Noch dazu, wenn es sich um einigermaßen eloquente Spieler handelt, wie Lahm, Beck und Hitzlsberger. Leider gehört kein Werder-Spieler dazu. Vielleicht ändert sich das auch mal. Was würdest Du dann zu dieser Kolumne sagen, wenn z.B. Torsten Frings gefragt wird, wo er denn so früher zum Friseur ging etc.? Dann wäre das plötzlich toll, oder?
Mit anderen Worten: Es interessiert nicht wirklich, was Philipp Lahm so isst. Das Gütekriterium eines Artikels besteht aber zum Glück nicht darin, was Dich, Werderfan, interessiert. Sonst würden wir womöglich auch hier was über Menowin Fröhlich lesen. Aber mit der Welt außerhalb Bremens hat man in dieser schönen Stadt in der es nur die Monokultur Werder gibt, leider so seine Probleme.
In diesem Sinne,
Schöne Grüße nach Tenever!
Lieber Werderfan,
Du hast es vermutlich überlesen, das hier ist eine Sport-Kolumne, die es schon seit ca. 2 Jahren gibt. Und eine Menge Online-Leser der Zeit finden sie kurzweilig, entspannend, einfach mal was anderes. Noch dazu, wenn es sich um einigermaßen eloquente Spieler handelt, wie Lahm, Beck und Hitzlsberger. Leider gehört kein Werder-Spieler dazu. Vielleicht ändert sich das auch mal. Was würdest Du dann zu dieser Kolumne sagen, wenn z.B. Torsten Frings gefragt wird, wo er denn so früher zum Friseur ging etc.? Dann wäre das plötzlich toll, oder?
Mit anderen Worten: Es interessiert nicht wirklich, was Philipp Lahm so isst. Das Gütekriterium eines Artikels besteht aber zum Glück nicht darin, was Dich, Werderfan, interessiert. Sonst würden wir womöglich auch hier was über Menowin Fröhlich lesen. Aber mit der Welt außerhalb Bremens hat man in dieser schönen Stadt in der es nur die Monokultur Werder gibt, leider so seine Probleme.
In diesem Sinne,
Schöne Grüße nach Tenever!
Lieber Werderfan,
Du hast es vermutlich überlesen, das hier ist eine Sport-Kolumne, die es schon seit ca. 2 Jahren gibt. Und eine Menge Online-Leser der Zeit finden sie kurzweilig, entspannend, einfach mal was anderes. Noch dazu, wenn es sich um einigermaßen eloquente Spieler handelt, wie Lahm, Beck und Hitzlsberger. Leider gehört kein Werder-Spieler dazu. Vielleicht ändert sich das auch mal. Was würdest Du dann zu dieser Kolumne sagen, wenn z.B. Torsten Frings gefragt wird, wo er denn so früher zum Friseur ging etc.? Dann wäre das plötzlich toll, oder?
Mit anderen Worten: Es interessiert nicht wirklich, was Philipp Lahm so isst. Das Gütekriterium eines Artikels besteht aber zum Glück nicht darin, was Dich, Werderfan, interessiert. Sonst würden wir womöglich auch hier was über Menowin Fröhlich lesen. Aber mit der Welt außerhalb Bremens hat man in dieser schönen Stadt in der es nur die Monokultur Werder gibt, leider so seine Probleme.
In diesem Sinne,
Schöne Grüße nach Tenever!
Ehrlich gesagt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, welche Äußerungen von Werderfan sie dermaßen provoziert haben. Es interessiert ihn eben nicht. Ich bin ebenfalls mit ihnen einer Meinung und finde auch derartige Fragen unterhaltsam. Und jetzt? Sie könnten sich ihre Abfälligkeiten und persönlichen Angriffe einfach sparen. Erst recht, wenn sie nur aus dem Nicknamen eines User geschöpft werden.
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