Frankreichs Boykott Aufstand der Zicken

Frankreichs Elf und Trainer Domenech haben sich zerworfen, nun hat sich Nicolas Sarkozy eingeschaltet. Auch England streitet. Nur Deutschland demonstriert Harmonie.

Raymond Domenech

Raymond Domenech

Großer Zwist in der französischen Delegation: Trainer Raymond Domenech steht alleine auf dem Trainingsplatz, also zumindest ohne seine Spieler. Stattdessen präsentiert er einer Journalistenmeute einen Boykottbrief seiner Mannschaft. Darin heißt es: "Alle Spieler, ohne Ausnahme, protestieren gegen die Entscheidung, Nicolas Anelka zu suspendieren." Bislang war das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer zerrüttet – mittlerweile gibt es gar kein Verhältnis mehr. Ein lächerlicher Vorgang, einmalig in der WM-Geschichte.

Leser-Kommentare
  1. Das Geld ist zuviel! Jeder glaubt er sei Gott und das Volk vergöttert diese auch.

  2. Es wird jetzt aber bei Zeit online nicht die Unsitte einreißen, dass die Redaktion Artikel in Kleinsthäppchen verhackstückt - hoffe ich?

  3. Was für eine durchgeknallte Truppe. Und vorneweg Rìbery, der es anscheinend auch noch OK findet, wenn Spieler den Trainer in Fäkalsprache beschimpfen.

    Fahrt nach Hause!

    • meuser
    • 21.06.2010 um 20:47 Uhr

    In Kamerun kam es zum Aufstand der Spieler gegen den Trainer,
    weil dieser die "deutschen Ausländer" Matip und Choupo-Moting in die Startelf gestellt hat.
    Frankreich hatte nur mit Zidan Erfolg, seit der weg ist, bekriegen sich Weiße, Schwarze und Moslems.

  4. "Das von Anelka fand ich unmöglich, er hätte besser seinen Kopf benutzt" Ist hier die Übersetztung schuld oder ist Zidane wirklich so lässig? Ich habe mich bei dem Satz in Verbindung mit 2006 jedenfalls köstlich amüsiert.
    Das ganze Theater an sich ist natürlich ziemlich lächerlich.

    • Hörm
    • 21.06.2010 um 23:06 Uhr

    Wäre es nicht so unsagbar traurig für die Grand Nation, könnte man sich in einer schlechten Kommödie wähnen.
    Die Franzosen haben einfach alles im Vorfeld dieser WM falsch gemacht. Nach nicht stattgefundener Vorbereitung (anders kann man das ja nicht nennen), Hexenjagt der französischen Öffentlichkeit auf den Trainer und einer offenkundig erschummelten Qualifikation kommt jetzt die knallharte Retoukutsche.
    Seit Zidanes Rücktritt sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    • Hörm
    • 21.06.2010 um 23:28 Uhr

    Die einzige Freude der englischen Fans momentan ist wie so oft ein Patzer der Deutschen. Aus Mangel an Spielstärke Ihrer eigenen Three Lions, bleibt Ihnen auch nichts anderes übrig als Schadenfreude. - Ganz schwach!

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