Gay-Games in Köln Vom Zauber der Regenbogen-Spiele
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 Ihre Eltern haben Angst sie könnte bekehrt werden

Als sie vor sieben Jahren aus Berlin kam, hat sie sich in Köln einen Verein gesucht und im SC Janus gefunden, erzählt sie. Sie ist gern unter den Leuten, es gibt wenig Egoisten. Nur ihre Eltern halten nichts davon. Sie haben Angst, sie könne bekehrt werden. Sie kommen auch nicht zu den Gay Games. Dafür steht ihr Sohn bereits jetzt auf der Tribüne und filmt seine Eltern. Für ihn eine völlig normale Situation. Auch für die erwarteten Hunderttausend Zuschauer? Was wollen sie darstellen, diese Regenbogen-Spiele? Rein in die Exotenrolle oder raus? 

"Wir wollen keine Gegenolympiade und wir wollen uns auch nicht ausschließen", sagt Carouge. "Aber wir wollen sagen: Leute, schaut her, es geht auch anders." Zum Beispiel im Eistanzen. Same-Sex Kombinationen wie Mann-Mann oder Frau-Frau sind bei regulären Sportwettkämpfen noch so undenkbar wie ein öffentlich auftretender schwuler Fußballer. Während der Outgames, dem zweitgrößten internationalen Sportfestival für Lesben, Schwule und Bisexuelle 2009 in Kopenhagen wurden die Teilnehmer wegen drohender Gewalttätigkeiten gebeten, ihre Ausweise nicht öffentlich zu tragen. Selbst in Köln, der Stadt mit der wohl größten Schwul-lesbischen Szene, gibt es immer noch Null-Toleranz-Gebiete, wenn auch nur zu gewissen Uhrzeiten.

Es muss eine krasse Gegenwelt sein, in die die fünf bis sechs Gay Game Teilnehmer stoßen, denen zu Hause Berufsverbot, ja sogar Gefängnis droht, sollte ihre Teilnahme an dem deutschen Spektakel herauskommen. Um Ärger zu vermeiden, starten sie unter falschen Namen. Die Herausforderung für die deutschen Organisatoren: Sie dürfen weder gefilmt noch fotografiert werden. Im sogenannten Outreach-Programm wird zudem rund 100 Sportlern aus osteuropäischen Ländern die Startgebühr erlassen, werden Reisekosten bezuschusst und wird in einigen Fällen noch ein Taschengeld gezahlt.

"Wenn man sieht wie jemand aus Botswana tränenüberströmt auf dem Spielfeld steht, weil er eine Woche lang so sein darf, wie er ist, dann weißt du, wie wichtig diese Spiele sein können", sagt Carouge.

 
Leser-Kommentare
  1. Bei den meisten Sportarten wird zwischen Männern und Frauen unterschieden. Frauen haben weniger Muskelmasse.
    Es gibt Behindertenwettkämpfe. Behinderte hätten bei normalen Wettkämpfen keine Chance.
    Warum benötigen Schwule eigene Wettkämpfe?

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    • jwenz
    • 30.07.2010 um 17:34 Uhr

    Darum soll es doch gehen, oder?

    • 247
    • 30.07.2010 um 19:37 Uhr

    Denn nur noch darum kann es heutzutage gehen. Sonst kann man ja gleich den Einzelsport abschaffen. Bedenken Sie, was ist im Sport heute überhaupt noch fairness? Es gibt den einen, gleichen Menschen, der durch Training zu einem besseren Sportler wird, nicht mehr; heutzutage spielen da andere Faktoren eine Rolle: welche Frau ist am nähesten dran, ein Mann zu sein, ohne juristisch keine Frau mehr zu sein, wer hat einen Gendefekt, der für mehr Blutkörperchen im Blut sorgt, welcher Sprinter ist afrikanischer, welcher Schwimmer europäischer, und schließlich, wer hat die besseren Drogen oder besseres Blut gespritzt bekommen...

    In dem sci-fi-Anime "Ghost in the Shell" wird in die Zukunft blickend auch prophezeit, dass die Paralympics mal von der Beliebtheit die neuen Olympics werden, weil dann die Behinderten mit ihren elektrischen Prothesen bessere Sportler als gesunde Menschen sein werden. Dann konkurrieren nur noch die Elektronikhersteller gegeneinander.

    Also entweder man genießt das Drama und die Körperästhetik in dem Sport, oder man lässt es ganz bleiben. Aber Fairness ist ja schon fast das Gegenteil von Sport; das kann man von ihm nicht verlangen.

    • jwenz
    • 30.07.2010 um 17:34 Uhr

    Darum soll es doch gehen, oder?

    • 247
    • 30.07.2010 um 19:37 Uhr

    Denn nur noch darum kann es heutzutage gehen. Sonst kann man ja gleich den Einzelsport abschaffen. Bedenken Sie, was ist im Sport heute überhaupt noch fairness? Es gibt den einen, gleichen Menschen, der durch Training zu einem besseren Sportler wird, nicht mehr; heutzutage spielen da andere Faktoren eine Rolle: welche Frau ist am nähesten dran, ein Mann zu sein, ohne juristisch keine Frau mehr zu sein, wer hat einen Gendefekt, der für mehr Blutkörperchen im Blut sorgt, welcher Sprinter ist afrikanischer, welcher Schwimmer europäischer, und schließlich, wer hat die besseren Drogen oder besseres Blut gespritzt bekommen...

    In dem sci-fi-Anime "Ghost in the Shell" wird in die Zukunft blickend auch prophezeit, dass die Paralympics mal von der Beliebtheit die neuen Olympics werden, weil dann die Behinderten mit ihren elektrischen Prothesen bessere Sportler als gesunde Menschen sein werden. Dann konkurrieren nur noch die Elektronikhersteller gegeneinander.

    Also entweder man genießt das Drama und die Körperästhetik in dem Sport, oder man lässt es ganz bleiben. Aber Fairness ist ja schon fast das Gegenteil von Sport; das kann man von ihm nicht verlangen.

    • jwenz
    • 30.07.2010 um 17:34 Uhr

    Darum soll es doch gehen, oder?

    Antwort auf "Absoluter Unfug"
    • 247
    • 30.07.2010 um 19:37 Uhr

    Denn nur noch darum kann es heutzutage gehen. Sonst kann man ja gleich den Einzelsport abschaffen. Bedenken Sie, was ist im Sport heute überhaupt noch fairness? Es gibt den einen, gleichen Menschen, der durch Training zu einem besseren Sportler wird, nicht mehr; heutzutage spielen da andere Faktoren eine Rolle: welche Frau ist am nähesten dran, ein Mann zu sein, ohne juristisch keine Frau mehr zu sein, wer hat einen Gendefekt, der für mehr Blutkörperchen im Blut sorgt, welcher Sprinter ist afrikanischer, welcher Schwimmer europäischer, und schließlich, wer hat die besseren Drogen oder besseres Blut gespritzt bekommen...

    In dem sci-fi-Anime "Ghost in the Shell" wird in die Zukunft blickend auch prophezeit, dass die Paralympics mal von der Beliebtheit die neuen Olympics werden, weil dann die Behinderten mit ihren elektrischen Prothesen bessere Sportler als gesunde Menschen sein werden. Dann konkurrieren nur noch die Elektronikhersteller gegeneinander.

    Also entweder man genießt das Drama und die Körperästhetik in dem Sport, oder man lässt es ganz bleiben. Aber Fairness ist ja schon fast das Gegenteil von Sport; das kann man von ihm nicht verlangen.

    Antwort auf "Absoluter Unfug"
    • 247
    • 30.07.2010 um 19:42 Uhr

    Ich wollte damit sagen, dass dann auch die Frauensportarten und Paralympics eigentlich keine Berechtigung hätten und an sich nur noch der normale Männersport unter Erlaubnis von Dopingmitteln existieren dürfte. Da es aber nicht so sein darf, können ruhig, so viele Aufteilungen und Turniere im Sport stattfinden, wie die Leute es mögen.

  2. hätten schon am Anfang schnell geklärt warum diese Spiele statt finden: "...Ohne Qualifikationen oder Teilnehmerbeschränkungen konnte man sich bewerben, egal, ob heterosexuell, homosexuell, transgender oder transsexuell. Unabhängig von Religion, Nationalität, ethnischer Herkunft, der politischen Überzeugung, den athletischen Fähigkeiten, den körperlichen Möglichkeiten, dem Alter oder dem Gesundheitszustand..."

    Nur weil man sich nicht bei den "richtigen" Olympischen Spielen qualifiziert hat, ist man schließlich kein schlechter Sportler. Hier wird einfach jedem die Möglichkeit gegeben zu zeigen wer er/sie ist und was er/sie kann.

    Ich fnde es wunderbar. Hier geht es nicht nur um einen Sieg sonder um Persönlichkeit und neue Kontakte.

    • Buh
    • 30.07.2010 um 20:48 Uhr

    Das werde ich mir aufjedenfall antun. Als Homosexuelle und Kölnerin bleibt einem fast nix anderes übrig! Ich freue mich darauf!

    Das Setup der spiele ist fast schon revolutionär. Nicht künstliche Kategorisiereungen entscheiden darüber ob ich teilnehmen darf, sondern meine lust teilzunehmen. Im "normalen" olympischen Sport kommt es immer wieder zu Problemen, weil jemand zu männlich oder zu weiblich ist, weil jemand als Behindert einegstuft wird, es für sich aber nicht ist, weil jemand als asexuel angesehen werden will, diese kategorie aber nicht existiert.

    Ausserdem ist es interessant so viele verscheidene Menschen zu sehen, die sich trotz ihrer Verschiedenheit total respektieren und freude aneinander haben. bisher hatten die Gay-Games zudem immer ein hohes Niveau. Zuschauen macht da Spaß. Und dass es keine getrennten Kabinen gibt ist auch wunderbar. Wir brauchen soetwas! Mehr dynamik, mehr Individualismus um besser in der Gruppe zu funktionieren und friedlich miteinander leben zu können.

    Respekt!

  3. @ 247: Mal so ganz nebenbei, Frauensport mit behindertensport gleichzusetzen ist schon mehr als unverschämt. Männersport dann auch noch als den "normalen Sport" zu bezeichnen, ist noch viel unverfrohrener und verrät ihr Weltbild. Sie gehören vermutlich auch zu denjenigen, vor denen Homosexuelle Angst haben müssen.

    Ich persönlich finde es schade, dass Homosexualität heute noch als Stigma gilt. Das sollte nicht sein. Die Veranstaltung finde ich super, da sie für Akzeptanz sorgt und eine schöne Möglichkeit ist, international Verbindungen zu schaffen.

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    Der von ihnen Zitierte hat nur erklärt, weshalb manche Unterscheidungen ja noch Sinn machen mögen.

    Ich persönlich halte rein gar nichts davon, ausgerechnt Gay-Games zu veranstalten, vor allem, wenn es damit nicht einmal zwangsweise was zu tun hat. Was für eine Botschaft sendet das denn aus? So mancher wird sich dann denken: Aha, die sind also doch anders, die haben sogar eigene Sportspiele.

    Warum nicht sowas wie Fun-Games oder Go-Lympics oder was auch immer. Unterschiede bekämpft man nicht, indem man sie ständig künstlich hervorhebt.

    Der von ihnen Zitierte hat nur erklärt, weshalb manche Unterscheidungen ja noch Sinn machen mögen.

    Ich persönlich halte rein gar nichts davon, ausgerechnt Gay-Games zu veranstalten, vor allem, wenn es damit nicht einmal zwangsweise was zu tun hat. Was für eine Botschaft sendet das denn aus? So mancher wird sich dann denken: Aha, die sind also doch anders, die haben sogar eigene Sportspiele.

    Warum nicht sowas wie Fun-Games oder Go-Lympics oder was auch immer. Unterschiede bekämpft man nicht, indem man sie ständig künstlich hervorhebt.

  4. eine großer wettkampf im sinne des spasses ^^. Ich würde es mir zu gern anschauen ^^ einfach des Spasses wegen :) Ich glaube das wird eine geniale Party wird es live übertragen ?

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