Argentinien Das lange Warten auf Diego
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Eine Diva lässt eben warten

Wie es dagegen strukturell im argentinischen Fußball weitergehen soll, weiß niemand so recht. Maradona präsentiert öffentlich keinerlei Konzepte. Vorschläge für eine effektivere Jugendarbeit oder eine Reform der Junioren-Nationalmannschaften, wie sie in den kriselnden europäischen Fußball-Großmächten England, Italien oder Frankreich im Zuge der Aufarbeitung des Scheiterns bei der Weltmeisterschaft diskutiert werden, gibt es keine.

Stattdessen gibt es Rückendeckung von der argentinischen Staatspräsidentin Christina Kirchner. Sie hatte schnell das Gespür dafür entwickelt, dass die Mehrzahl der Fans trotz ausbleibenden Erfolges auf der Trainerbank treu zu ihrem Idol steht. Dank der Unterstützung aus Politik und Fanvolk konnte sich Maradona Zeit lassen.

Eine Diva lässt eben warten. Maradona liegt laut argentinischen Medienberichten ein unterschriftsreifer Vertrag bis zur WM 2014 vor. Mit Maradona als medialem Zugpferd erwarten die Verbandsfunktionäre bessere Vermarktungschancen für die Copa America und die anschließende südamerikanische WM-Qualifikationsrunde. Diese droht ohne das als Gastgeber bereits qualifizierte Brasilien farblos genug zu werden.

 
Leser-Kommentare
  1. Maradona ist ein netter Spaßvogel aber keinesfalls eine ernstzunehmender Trainer.
    Die Argentinische Mannschaft braucht einen Fußballstrategen.

  2. "Doch fast alle Beobachter in Buenos Aires sind sich sicher: Während der Copa America 2011 im eigenen Land wird Diego Maradona auf der Trainerbank sitzen und versuchen, mit dem Gewinn des ersten kontinentalen Titels seit 1993 sein Trainerimage aufzupolieren."
    Als dieser Text auf der Zeit-Homepage erschien, diskutierte Argentinien bereits über Maradonas Nachfolger.
    Offensichtlich ist der Autor aus Bogotá doch ein bisschen weit weg von Buenos Aires

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