Nationaltrainer Argentinien vertraut Maradona
Trotz des enttäuschenden Abschneidens bei der Fußball-WM: Diego Maradona hat offenbar ein Angebot des argentinischen Fußballverbandes erhalten.
© Christophe Simon/AFP/Getty Images

Gestenreich für Argentinien: Diego Maradona
Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona soll trotz des enttäuschenden Abschneidens der Gauchos bei der WM in Südafrika die Nationalelf auch bei der nächsten Weltmeisterschaft 2014 leiten. Ein entsprechendes Angebot werde der Präsident des nationalen Fußballverbandes AFA, Julio Grondona, bei einem Gespräch unter vier Augen mit Maradona unterbreiten, zitierte die Zeitung Clarín AFA-Sprecher Cherquis Bialo. Das Treffen solle kommenden Dienstag stattfinden.
"Der AFA-Präsident wird Maradona für das Exekutivkomitee (des AFA) um einen Bericht und eine Bilanz sowie um einen Plan bitten, um das Arbeitsverhältnis für weitere vier Jahre zu erneuern und einen Bogen von 2010 bis zum Abpfiff des letzten Spiels in Brasilien 2014 zu schlagen", sagte Bialo.
Die Entscheidung über die Zukunft Maradonas liegt formal beim Exekutivkomitee, aber die Mitglieder richten sich nach Grondonas Vorgaben.
Maradona hat sich seit der demütigenden 0:4-Niederlage gegen Deutschland kaum noch öffentlich geäußert. Nach seiner Rückkehr in die Heimat zog er sich in sein Haus zurück. Wie er auf das Angebot der AFA reagieren würde, ist unbekannt.
- Datum 15.07.2010 - 08:03 Uhr
- Quelle dpa
- Kommentare 4
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Hoffentlich treffen wir wieder auf Argentinien, dann gibts die nächste Packung.
Ich frage mich, ob es Selbstzerstörung ist oder bedingungslose Götzenanbetung in Argentinien. Das Mütterchengehabe M(ar)adonnas ist doch kein Trainerjob...; jeder Spieler kriegt ein Küsschen...alle werden mal geknuddelt und gelobt..."ihr macht das schon", "ich bete ja ganz fleissig", das war die ganze Trainerweisheit. Und nun soll das so weiter gehen? Vielleicht sollten die Argeninier demnächst Röckchen tragen.
Apropos Röckchen....frisurentechnisch spielen sie ja schon in der Damenliga...hehe...langes und Spange. Süß.
Diego ist ein schlechter Trainer, für eine desaströse WM-Quali und das Ausscheiden im VF hauptverantwortlich, aber er ist kein Mann der Selbstkritik - wenn er die Chance erhält und er psychisch stabil bleibt, wird er weitermachen, allein schon, weil er ohne Glanz und Scheinwerfer nicht auskommt. Und Kritik an ihm: Es gibt genug Kritiker Maradonas in Argentinien, ja, unter Fußballexperten und Journalisten, aber bei der breiten Masse des Volkes ist und bleibt er ein Gott. Das Küsschengehabe, die Stories von Spielern, die berufen werden, weil sie ihm im Traum erschienen, das Beten... Das erscheint im Ausland vielleicht wunderlich, aber in Argentinien, zumindest bei der Masse der Fans, kommt es gut an. Auch Diegos Macho-Art stößt bei uns vielleicht auf, aber man darf nicht unterschätzen, dass Machotum in Südamerika sozial akzeptiert ist und als cool empfunden wird, also selbstverständlich auch bei Maradona. Zudem hat man bei der WM immerhin vier Spiele gewonnen, bevor man gegen Deutschland aus allen Wolken fiel. Und er hat bis 2011 Vertrag (bis nach der Copa America), dass man ihn nicht sofort kündigt, auch um die horrende Abfindung zu sparen, überrascht mich daher nicht. Überraschend dann aber doch, dass man ihm jetzt schon eine Jobgarantie bis zur nächsten WM verspricht. Sollte die Copa America (sogar im eigenen Land, glaube ich) ins Auge gehen, hätte der argentinische Verband ein großes Problem.
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