Torschützenkönig Ein echter Müller
Doppelte Ehre für Thomas Müller: Mit fünf Toren und drei Vorlagen ist er nicht nur bester Torschütze der WM. Die Fifa wählte ihn auch zum besten Jungprofi.
© John MacDougall/AFP/Getty Images

Mit dem Vollspan: Müller im Spiel um den dritten Platz
Erst WM- Bronze, dann auch noch der " Goldene Schuh " und die Ehrung als bester Jungprofi. Als Thomas Müller vom FC Bayern München mit seinen Teamkollegen der Nationalmannschaft längst im Airbus A 380 Richtung Heimat saß, gab es vom Fußball-Weltverband zwei weitere Auszeichnungen. Mit fünf WM-Toren und drei Assists tritt Müller als bester Schütze des Turniers in die Fußstapfen von Miroslav Klose, als bester Jungprofi folgt er dem 2006 gekürten Lukas Podolski.
Seit zwölf Monaten ging es für den Spieler mit dem berühmten Fußballer-Namen immer nur bergauf, von einem Höhepunkt zum anderen: Stammplatz im Bayern-Starensemble von Chefcoach Louis van Gaal, Meistertitel, DFB-Pokalsieg, Champions-League-Finale - und jetzt WM- Dritter. "Für mich ist das eine Super-Bestätigung für die Arbeit in dieser Saison. Es freut mich, dass ich so einen Superlauf hatte", sagt Müller.
Der WM-Aufsteiger sah nach dem 3:2-Sieg im Spiel um Platz drei gegen Uruguay so aus, als ob er noch bereit wäre für ein paar Freundschaftsspiele. "Von der Kraft ging's", sagte Müller und sorgte damit in der Reporterschar ebenso für Erstaunen wie mit der Selbsteinschätzung der WM.
Mit der Erfahrung von einem Länderspiel war Müller in die Vorbereitung auf Südafrika gegangen - mit fünf WM-Toren, der Bronzemedaille und einer Menge Lob im Gepäck konnte er am Sonntag zurückfliegen. "Es ist natürlich ein Wahnsinn, wenn du neu zu einer WM kommst. Wenn mir jemand acht Scorer-Punkte vorhergesagt hätte, hätte ich auch gesagt, ihr spinnt doch alle."
Für Müller war es einfach eine "Wahnsinns-WM", doch er sieht sich nur als einen Teil des ganzen afrikanischen Wintermärchens. "Ich stecke mitten drin. Die Mannschaft hat mich unterstützt und es hat mich keiner auf dem Zettel gehabt", sagte Müller. "Die Mannschaft war auf einem Top-Level."
Der vor dem Turnier nicht nur bei Argentiniens Trainer und Idol Diego Maradona noch unbekannte Müller sicherte sich den Sieg in der Wertung des "Goldenen Schuhs" aufgrund seiner drei Tore-Vorlagen. Die im Finale erfolglosen David Villa und Wesley Sneijder sowie Diego Forlan aus Uruguay waren ebenfalls auf fünf Treffer gekommen.
Auch der Titel "Jungstar der WM" war Müller nicht zu nehmen. "Es ist natürlich eine Ehre, in einem Zuge mit Beckenbauer, Pelé, Michael Owen oder Podolski genannt zu werden", sagte der neue deutsche Torjäger mit Blick auf seine Vorgänger. Für ihn war WM-Rang drei aber nicht wirklich ein Trost: "Natürlich hast du nach dem Spiel ein positives Gefühl. Trotzdem bist du im Halbfinale rausgeflogen. Jetzt können wir alle noch einigermaßen zufrieden nach Hause gehen. Und dann packen wir es halt das nächste Mal."
Zum besten Spieler der WM wurde Diego Forlan gewählt. Der Uruguayer setzte sich in der prestigeträchtigen Wahl um den "Goldenen Ball" durch und tritt die Nachfolge von Zinedine Zidane (2006) und Oliver Kahn (2002) an. Die "Silbernen" und "Bronzenen Bälle" gingen an Wesley Sneijder und Weltmeister David Villa. In der Endausscheidung der zehn besten WM-Akteure standen auch die WM- Dritten Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil. Als bester Torhüter wurde der Spanier Iker Casillas mit dem "Goldenen Handschuh" ausgezeichnet.
- Datum 12.07.2010 - 00:11 Uhr
- Quelle mit dpa
- Kommentare 15
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Mr. Müller :) Super gemacht!
Gruß
Runan
"Es ist natürlich eine Ehre, in einem Zuge mit Beckenbauer, Pelé, Michael Owen oder Podolski genannt zu werden", sagte der neue deutsche Torjäger.
Da passt genau ein Spieler nicht rein und ich hoffe, dass sich Thomas Müller am Podolski ein Beispiel nimmt. Er hat ihn halt aus kameradschaftlichen Gründen genannt.
Wenn er nicht weiterhin so akribisch arbeitet, wird er genauso fallen. Ich wünsche es ihm wirklich und mache mir da auch eher weniger Sorgen. Er scheint ja mehr in der Birne zu haben als der Lukas.
Erste WM, und dann so ein Auftritt mit knapp 21 Jahren.
Was mögen die nächsten EM´s und WM´ mit Müller bringen ?
Er ist schon jetzt ein Weltstar, und tritt auch schon so weltmännisch in seinen Interviews auf.
Die Auswahl der FIFA bezüglich der besten Spieler des Turniers ist doch lachhaft. Einmal mehr wurden einfach die besten Torschützen "ausgewählt", so als hätte es keine genialen Verteidiger bei der Fußball-WM gegeben. Und Casillas als besten Torhüter auszuwählen ist ein Unding, der hätte sich gestern, in einem WM-Finale, beinahe den 60m-Rückpass der Holländer gefangen. Damit ist er nur haarscharf am Trottel-Preis vorbeigeschrammt und bekommt zum Dank den "Goldenen Handschuh", der eigentlich Suarez zustand. Und war Diego Forlan, bei allem Respekt, der "beste" Spieler des Turniers? Ich glaube, die Frage beantwortet sich von selbst.
Bei allem Respekt, stimme ich Ihnen bzgl. der Entscheidungen "bester Torwart" und "bester Spieler" zu. Allerdings ergibt Ihre Kritik an der "Torjägerkanone" bzw. Thomas Müller überhaupt keinen Sinn. Wie soll man für diesen Titel jemanden "auswählen"??? Was haben Verteidiger damit zu tun, nur weil sie auch mal das Tor treffen?
Es gibt für den Titel des Torschützenkönigs Fakten, nämlich die Anzahl erzielter Tor (und laut der von der FIFA im VORFELD des Turniers festgelegten Regularien) im Zweifel die Anzahl der vorbereiteten Tore. Ich finde die Regel sinnvoll, im Gegensatz zu Ihrem Beitrag.
Ihre Kriterien sind allerdings auch hinterfragenswert und Ihre Behauptungen stimmen so nicht. 2002 war Oliver Kahn der beste Spieler des Turniers (und auch bester Torhüter) und somit ist ein Torwart bester Spieler geworden.
Kahn hat im Finale übrigens einen (Betonung liegt auf einen) kapitalen Fehler gemacht, was aber seine Gesamtleistung nicht in Frage stellt. Gleiches sollte auch für Casillas gelten, dessen harmloser Fehler folgenlos blieb und wohl auch ein wenig der Flatterhaftigkeit des Balles und einem Missverständnis geschuldet war. Über Forlan kann man streiten, aber er war mit Sicherheit einer der besten Spieler des Turniers. Ob der beste, darüber lässt sich streiten. Man sollte aber seine Gesamtleistung nicht in Abrede stellen.
Messi beispielsweise war es sicher nicht und der tauchte auch auf der Liste der Kandidaten auf.
Letztlich sind solche Entscheidungen ja auch immer ein Stück weit subjektiv und finden mit Sicherheit 50% Befrüworter und 50% Kritiker.
Bei allem Respekt, stimme ich Ihnen bzgl. der Entscheidungen "bester Torwart" und "bester Spieler" zu. Allerdings ergibt Ihre Kritik an der "Torjägerkanone" bzw. Thomas Müller überhaupt keinen Sinn. Wie soll man für diesen Titel jemanden "auswählen"??? Was haben Verteidiger damit zu tun, nur weil sie auch mal das Tor treffen?
Es gibt für den Titel des Torschützenkönigs Fakten, nämlich die Anzahl erzielter Tor (und laut der von der FIFA im VORFELD des Turniers festgelegten Regularien) im Zweifel die Anzahl der vorbereiteten Tore. Ich finde die Regel sinnvoll, im Gegensatz zu Ihrem Beitrag.
Ihre Kriterien sind allerdings auch hinterfragenswert und Ihre Behauptungen stimmen so nicht. 2002 war Oliver Kahn der beste Spieler des Turniers (und auch bester Torhüter) und somit ist ein Torwart bester Spieler geworden.
Kahn hat im Finale übrigens einen (Betonung liegt auf einen) kapitalen Fehler gemacht, was aber seine Gesamtleistung nicht in Frage stellt. Gleiches sollte auch für Casillas gelten, dessen harmloser Fehler folgenlos blieb und wohl auch ein wenig der Flatterhaftigkeit des Balles und einem Missverständnis geschuldet war. Über Forlan kann man streiten, aber er war mit Sicherheit einer der besten Spieler des Turniers. Ob der beste, darüber lässt sich streiten. Man sollte aber seine Gesamtleistung nicht in Abrede stellen.
Messi beispielsweise war es sicher nicht und der tauchte auch auf der Liste der Kandidaten auf.
Letztlich sind solche Entscheidungen ja auch immer ein Stück weit subjektiv und finden mit Sicherheit 50% Befrüworter und 50% Kritiker.
Er ist DIE "Entdeckung" des Jahres von van Gaal und Gerland.
Ich bin sicher: Mit ihm statt Trochowski und Toni Kroos statt Podolski wäre das Spanien-Spiel anders ausgegangen.
"Zum besten Spieler der WM wurde Diego Forlan gewählt."
Bei einer Mannschafts-Sportart wie Fußball
kann man die Bezeichnung "bester Spieler"
oder "bester Torwart" (...)
natürlich hinterfragen.
Aber für das,
was mit "bester Spieler" wohl gemeint ist,
ist Diego Forlan
eine gute Wahl,
denke ich.
Gratulation.
----
Dank an alle Akteure auf dem Platz und drumherum
und an Südafrika
für diese
wunderbare Veranstaltung.
Herzlichen Dank.
Bei allem Respekt, stimme ich Ihnen bzgl. der Entscheidungen "bester Torwart" und "bester Spieler" zu. Allerdings ergibt Ihre Kritik an der "Torjägerkanone" bzw. Thomas Müller überhaupt keinen Sinn. Wie soll man für diesen Titel jemanden "auswählen"??? Was haben Verteidiger damit zu tun, nur weil sie auch mal das Tor treffen?
Es gibt für den Titel des Torschützenkönigs Fakten, nämlich die Anzahl erzielter Tor (und laut der von der FIFA im VORFELD des Turniers festgelegten Regularien) im Zweifel die Anzahl der vorbereiteten Tore. Ich finde die Regel sinnvoll, im Gegensatz zu Ihrem Beitrag.
Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, ich hätte in irgendeiner Form die Vergabe der Torjägerkanone an Müller kritisiert? Wenn Sie meinem Beitrag mehr als eine halbe Sekunde Ihrer Aufmerksamkeit geschenkt hätten, dann wären Sie über seinen Inhalt informierter als Sie es sind. Ich habe kritisiert, dass die besten drei Spieler der WM gleichzeitig auch die besten Torschützen sind. Von der Tojägerkanone habe ich mit keinem (!) Wort gesprochen. Es ist eine große Respektlosigkeit gegenüber allen defensiv ausgerichteten oder kreativ, aber nicht torgefährlich agierenden Spielern, dass sie nur auf den hinteren Rängen auftauchen, so z. B. Schweinsteiger oder Iniesta. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Sie in Zukunft die Beiträge besser studierten, bevor sie deren Sinnhaftigkeit in Frage stellen.
Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, ich hätte in irgendeiner Form die Vergabe der Torjägerkanone an Müller kritisiert? Wenn Sie meinem Beitrag mehr als eine halbe Sekunde Ihrer Aufmerksamkeit geschenkt hätten, dann wären Sie über seinen Inhalt informierter als Sie es sind. Ich habe kritisiert, dass die besten drei Spieler der WM gleichzeitig auch die besten Torschützen sind. Von der Tojägerkanone habe ich mit keinem (!) Wort gesprochen. Es ist eine große Respektlosigkeit gegenüber allen defensiv ausgerichteten oder kreativ, aber nicht torgefährlich agierenden Spielern, dass sie nur auf den hinteren Rängen auftauchen, so z. B. Schweinsteiger oder Iniesta. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Sie in Zukunft die Beiträge besser studierten, bevor sie deren Sinnhaftigkeit in Frage stellen.
Achso:
Bei der Beantwortung der Frage
nach dem besten Spieler der WM
schwanke ich zwischen
Arne Friedrich, Diego Forlan und Philip Lahm.
Ansichts-Sache.
Das beste Team war Spanien.
Definitiv. :)
...war Spanien das cleverste Team dieser WM. Bei nur 8 ! ma
...war Spanien das cleverste Team dieser WM. Bei nur 8 ! ma
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