Philipp Lahm Ballacks Amt als Zwischenetappe zum Erfolg

Vor dem WM-Halbfinale hat Philipp Lahm bewusst auf die Pauke geschlagen. Das Spiel gegen Spanien soll für den Kapitän die Stufe vom Star zum Superstar sein. Von S. Dobbert

Auf dem Weg zum Superstar: Leichtfüßig setzt sich Philipp Lahm gegen Maxi Rodriguez durch

Auf dem Weg zum Superstar: Leichtfüßig setzt sich Philipp Lahm gegen Maxi Rodriguez durch

Als er nach dem ersten WM-Spiel zum Mannschaftsbus ging, stellten ihm die Reporter jene Fragen, die sie immer nach einem Spiel stellen. Doch plötzlich wurde Philipp Lahm gefragt, wann der beste Zeitpunkt wäre für einen Besuch Michael Ballacks. Er sagte, Ballack könne jederzeit vorbei schauen. Denn er "war" ein klasse Kapitän. Philipp Lahm lächelte jetzt nicht mehr, er grinste. Und er brauchte einen Augenblick, bis er bemerkte, dass das Grinsen seine Gedanken offenbarte.

Philipp Lahm ist ein höflicher und vor allem ein lustiger Mensch. Egal wie langweilig die Interviews sind, er lächelt immer ein wenig. Drei Tage nach dem WM-Finale wird er seine Freundin heiraten, er ist 26 Jahre alt. Manchmal ist das kaum zu glauben, wenn er wieder mit seinen strubbeligen Haaren nach einem Spiel vor der Kamera steht. So wie er dann aussieht, könnte er noch gut für das U21-Team spielen.

Vielleicht ist das sein größter Vorteil. Wer unterschätzt wird, hat bessere Chancen. Auf dem Fußballplatz bewegen sich Philipp Lahms Beine oft schneller als die der anderen Spieler. Dass er der Kleinste ist, fällt während des Spiels fast nie auf. Bastian Schweinsteiger sagt, wenn Philipp einen Fehlpass spielt, würde er am liebsten applaudieren. Weil das so gut wie nie vorkomme.

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Philipp Lahm hat viele wichtige Spiele gemacht. Das Champions-League-Finale vor ein paar Wochen, das EM-Finale 2008, das WM-Halbfinale gegen Italien 2006. Und das 1:21 seines FT Gerns am 11. November 1990. Es war an seinem siebten Geburtstag, er hatte das einzige und erste Saisontor für sein Team geschossen. Nach dem Abpfiff war er dennoch so verärgert, dass ihn sein Opa in den Arm nehmen musste.

Einige nennen diese Eigenschaft Siegeswille. Andere sagen, er sei stur. Viele, die Philipp Lahm gut kennen, behaupten, er sei ehrgeizig. Wenn sein früherer Jugendtrainer und heutiger Berater Roman Grill über diesen unbedingten Willen spricht, redet er von einem Knistern. Er sagt, Philipp sei ein Champion, ein Wettkämpfer, ein Siegertyp, einer der nicht verlieren kann. Immer wenn es für ihn nicht gut aussieht, komme dieses Knistern.

Leser-Kommentare
  1. 1. Puhhh

    Langsam muss es doch reichen. Oder will einfach jeder einen Artikel darüber schreiben?

    Ich kann es nicht glauben!

    Fehlt nur noch die nächste Nachricht über den Fussballexperten Paul die Krake oder wie auch das Vieh heißt.

    Prost Deutschland auf das Sommerloch!

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    Das mediale Echo auf jeden Pups produziert doch erst die "großen Themen" und dann schließlich leider sogar Realitäten.

    Leider keiner da, der das mal hinterfragt...

    [Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um konstruktive Diskussionsbeiträge. Danke. /Die Redaktion pt.]

    Das mediale Echo auf jeden Pups produziert doch erst die "großen Themen" und dann schließlich leider sogar Realitäten.

    Leider keiner da, der das mal hinterfragt...

    [Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um konstruktive Diskussionsbeiträge. Danke. /Die Redaktion pt.]

  2. ausser, das er für BILD wirbt...so läuft es im Leben. Positionen wie die des Käpitäns oder des Torwarts werden auch mal gewechselt und das ist bitter für den, der diese hergeben muss...es schmeckt eben nach "Ruhestand"
    Ich sehe eher Schweinsteiger als Capitano- allein schon wegen seiner zentralen Rolle auf dem Feld...aber sowas entsceidet der Trainer und nicht die Medien...

  3. Der [...] soll mal die Luft anhalten, [...]
    Aber so wie die Fan`s sich benehmen, sind es eben auch die Akteure. Das Geschreie auf den Fanmeilen - wie im Fernsehen - zu erleben, der Sprecher ruft den Vornamen, das Untervolk schreit den Nachnamen des Sportlers. Verdammt noch mal, sind denn die Menschen immer noch manipulierbar!!! [...]
    Ist das nicht ein Untersuchungsthema für wissenschaftl. Auswertungen.

    [Gekürzt, bitte bemühen Sie sich um einen sachlich-konstruktiven Diskussionsstil. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    ..kann man bei solch unangebrachten Kommentaren wie es der ihrige ist. Und diese sinnlosen Kommentare hören einfach nicht auf.

    Macht es wirklich solchen Spaß vier Wochen lang nur schlechte Laune zu haben, auf Grund dieser furchtbaren, furchtbaren Menschen, diese feiernden, Alkohol trinkenden, außschließlich deutschen (denn Angehörige anderer Nationen feiern natürlich nicht, sie verfolgen die Spiele 90 Minuten lang schwigend ohne Emotion) Fußballfans?

    Der Vergleich zwischen Stadionsprecher und völkermordendem Diktator ist dabei der Höhepunkt dieses ewig griesgrämigen Rumgehacke...

    • ofos
    • 07.07.2010 um 13:53 Uhr

    Mit diesen Worten entschuldigte heute morgen eine Radiomoderatorin ein paar kleine Sticheleien gegen Spanien. Die allermeisten Leute kriegen diese Abgrenzung prima hin. Und dann gibt es noch die Leute, die im Fähnchenwedeln gleich einen neuen Nationalismus sehen oder wie Sie im Mitbrüllen der Spielernamen an die Sportpalast-Rede denken. Wenn man sich so wenig von der Euphorie um die WM oder von den - zum Teil sicher seltsamen - Ritualen um ein Fußballspiel anstecken lassen will, dann sollte man vielleicht einfach mal die Finger still halten. Zudem tragen Schmähungen der Spieler nicht dazu bei, daß man Sie ernst nimmt.

    Zweifelsohne wäre die Ballack-Diskussion nach der WM ohnehin aufgekommen. Lahm hat sich sicherlich etwas dabei gedacht, diese jetzt schon anzuzetteln. Ob der Zeitpunkt richtig war, wird sich zeigen. Es kann ja schließlich immer noch in die Hose gehen, und dann kann er schnell der Sündenbock sein. Als Kapitän der Weltmeistermannschaft wäre seine Ausgangsposition besser. Aber wer weiß schon, was da gerade in der N11 und deren Umfeld läuft.

    verlumpten Masse brüllt: "So sehen Sieger aus". Das zeigt wie perfekt die Verdummung der Massen funktioniert. Naja, Hauptsache keine Demo zum 1. Mai.

    ..kann man bei solch unangebrachten Kommentaren wie es der ihrige ist. Und diese sinnlosen Kommentare hören einfach nicht auf.

    Macht es wirklich solchen Spaß vier Wochen lang nur schlechte Laune zu haben, auf Grund dieser furchtbaren, furchtbaren Menschen, diese feiernden, Alkohol trinkenden, außschließlich deutschen (denn Angehörige anderer Nationen feiern natürlich nicht, sie verfolgen die Spiele 90 Minuten lang schwigend ohne Emotion) Fußballfans?

    Der Vergleich zwischen Stadionsprecher und völkermordendem Diktator ist dabei der Höhepunkt dieses ewig griesgrämigen Rumgehacke...

    • ofos
    • 07.07.2010 um 13:53 Uhr

    Mit diesen Worten entschuldigte heute morgen eine Radiomoderatorin ein paar kleine Sticheleien gegen Spanien. Die allermeisten Leute kriegen diese Abgrenzung prima hin. Und dann gibt es noch die Leute, die im Fähnchenwedeln gleich einen neuen Nationalismus sehen oder wie Sie im Mitbrüllen der Spielernamen an die Sportpalast-Rede denken. Wenn man sich so wenig von der Euphorie um die WM oder von den - zum Teil sicher seltsamen - Ritualen um ein Fußballspiel anstecken lassen will, dann sollte man vielleicht einfach mal die Finger still halten. Zudem tragen Schmähungen der Spieler nicht dazu bei, daß man Sie ernst nimmt.

    Zweifelsohne wäre die Ballack-Diskussion nach der WM ohnehin aufgekommen. Lahm hat sich sicherlich etwas dabei gedacht, diese jetzt schon anzuzetteln. Ob der Zeitpunkt richtig war, wird sich zeigen. Es kann ja schließlich immer noch in die Hose gehen, und dann kann er schnell der Sündenbock sein. Als Kapitän der Weltmeistermannschaft wäre seine Ausgangsposition besser. Aber wer weiß schon, was da gerade in der N11 und deren Umfeld läuft.

    verlumpten Masse brüllt: "So sehen Sieger aus". Das zeigt wie perfekt die Verdummung der Massen funktioniert. Naja, Hauptsache keine Demo zum 1. Mai.

  4. Ich finde auch - es ist genug !

    [Der Rest wurde entfernt. Bitte diskutieren Sie in diesem Thread das im Artikel behandelte Thema. Wenn Sie einen anderen Themenkomplex besprechen möchten, schreiben Sie dazu bitte einen Leserartikel. Danke. /Die Redaktion pt.]

  5. Adi Preißler hat schon vor 50 Jahren gesagt: "Entscheidend is auf'm Platz". Das war so, das ist so und das wird auch in 50 Jahren noch so sein.

    Diese ganzen Kakophonie-Interpretationen, was hat Lahm wie gemeint, wie sieht Löw die ganze Schose, wie wird Ballack reagieren, etc. pp sind eine einzige Kropf-Veranstaltung - zu 80% auf Spekulatius gebaut. Braucht kein Mensch - es sei denn, er arbeitet für die ZEIT und die Klickraten stimmen nicht.

  6. ..kann man bei solch unangebrachten Kommentaren wie es der ihrige ist. Und diese sinnlosen Kommentare hören einfach nicht auf.

    Macht es wirklich solchen Spaß vier Wochen lang nur schlechte Laune zu haben, auf Grund dieser furchtbaren, furchtbaren Menschen, diese feiernden, Alkohol trinkenden, außschließlich deutschen (denn Angehörige anderer Nationen feiern natürlich nicht, sie verfolgen die Spiele 90 Minuten lang schwigend ohne Emotion) Fußballfans?

    Der Vergleich zwischen Stadionsprecher und völkermordendem Diktator ist dabei der Höhepunkt dieses ewig griesgrämigen Rumgehacke...

    Antwort auf "Philipp Lahm"
    • ofos
    • 07.07.2010 um 13:53 Uhr

    Mit diesen Worten entschuldigte heute morgen eine Radiomoderatorin ein paar kleine Sticheleien gegen Spanien. Die allermeisten Leute kriegen diese Abgrenzung prima hin. Und dann gibt es noch die Leute, die im Fähnchenwedeln gleich einen neuen Nationalismus sehen oder wie Sie im Mitbrüllen der Spielernamen an die Sportpalast-Rede denken. Wenn man sich so wenig von der Euphorie um die WM oder von den - zum Teil sicher seltsamen - Ritualen um ein Fußballspiel anstecken lassen will, dann sollte man vielleicht einfach mal die Finger still halten. Zudem tragen Schmähungen der Spieler nicht dazu bei, daß man Sie ernst nimmt.

    Zweifelsohne wäre die Ballack-Diskussion nach der WM ohnehin aufgekommen. Lahm hat sich sicherlich etwas dabei gedacht, diese jetzt schon anzuzetteln. Ob der Zeitpunkt richtig war, wird sich zeigen. Es kann ja schließlich immer noch in die Hose gehen, und dann kann er schnell der Sündenbock sein. Als Kapitän der Weltmeistermannschaft wäre seine Ausgangsposition besser. Aber wer weiß schon, was da gerade in der N11 und deren Umfeld läuft.

    Antwort auf "Philipp Lahm"
  7. Das mediale Echo auf jeden Pups produziert doch erst die "großen Themen" und dann schließlich leider sogar Realitäten.

    Leider keiner da, der das mal hinterfragt...

    Antwort auf "Puhhh"

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