Bundespräsident Christian Wulff hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft einen Tag nach Platz drei bei der WM in Südafrika bei einem Besuch im DFB-Quartier als glänzende Botschafter gewürdigt. "Unser Land kann dankbar für diese Leistung und stolz auf diese Mannschaft sein", sagte Wulff während der abschließenden Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Velmoré-Hotel. "Die Nationalmannschaft war bester Botschafter unseres Landes in der Welt." Wulff kündigte an, Bundestrainer Joachim Löw im Schloss Bellevue für seine Verdienste "mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auszuzeichnen".

Der Bundespräsident machte DFB-Präsident Theo Zwanziger zudem das Angebot, die Spieler der Nationalelf wie nach dem dritten Platz bei der Heim-WM 2006 mit dem Silbernen Lorbeerblatt zu ehren. "Es ist die beste Mannschaft seit 1972", sagte das Staatsoberhaupt.

Löw bedankte sich bei seinen Spielern und seinem Betreuerteam "aus tiefstem Herzen" für die Leistungen in Südafrika. "Wir haben sportlich ein weltmeisterliches Turnier gespielt, auch wenn wir den ganz großen Coup verpasst haben", sagte der 50-Jährige.

Seine Zukunft als Bundestrainer bezeichnete er jedoch als völlig offen. "Wie ich mich selbst kenne, brauche ich jetzt ein paar Tage Ruhe. Ich möchte keine Entscheidung treffen unter den ganzen Emotionen", sagte Löw. Er müsse überlegen, "habe ich weiter diese Kraft und Energie, die Mannschaft weiterzuführen".

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) möchte den Kontrakt mit Löw, der nach der WM ausläuft, nach dem hervorragenden Abschneiden am Kap unbedingt bis zur EM 2012 verlängern. "In der Tat ist es jetzt eine wichtige Aufgabe, zu Gesprächen zu kommen", sagte Verbands-Präsident Zwanziger, mahnte aber auch "Zeit und Geduld" an. "Wir können die Gespräche aber nicht bis Dezember vertagen", ergänzte Zwanziger mit Hinweis auf das erste Länderspiel der neuen Saison, das bereits am 11. August in Dänemark stattfindet. Auch Löw kündigte zumindest eine "zeitnahe Entscheidung" an.

Löw, der seine Zukunft als Bundestrainer am Sonntag als völlig offen bezeichnete, bedankte sich bei seinen Spielern und seinem Betreuerteam "aus tiefstem Herzen" für das Geleistete. "Wir haben sportlich ein weltmeisterliches Turnier gespielt, auch wenn wir den ganz großen Coup verpasst haben", sagte der 50-Jährige.