Hansa Rostock Fans drängen NPD-Politiker aus dem Stadion
Fans des FC Hansa Rostock haben Udo Pastörs den Einlass ins Stadion verwehrt. Der NPD-Fraktionsvorsitzende und andere Rechtsextreme verpassten daher ein Spiel des Clubs.
© Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Fans des FC Hansa Rostock während des Spiels gegen Koblenz
Noch bevor das Spiel gegen die TuS Koblenz angepfiffen wurde, verdrängten etwa 150 Fans des FC Hansa Rostock die Rechtsextremen vom Eingang des Stadions. Während die offensichtlichen Mitglieder des Suptras-Fanclubs "Nazis raus" riefen, war es Udo Pastörs, dem Fraktionsvorsitzenden der Landes-NPD, unmöglich, die Arena zu betreten.
"20 Leute, zu denen auch Herr Pastörs gehörte, befanden sich am Eingang Südbereich, wo sie von Anhängern gesehen wurden, die daraufhin die Gruppe am Einlass hinderten", sagte Polizeisprecherin Dörte Lembke den Norddeutschen Neuesten Nachrichten . Die Polizei habe anschließend den Ordnungsdienst der Arena unterstützt und die beiden Seiten voneinander getrennt.
Die Gruppe um Pastörs befand sich zunächst weiter im Stadionbereich, entschied sich jedoch offensichtlich nach einer kurzen Beratung, das Gelände endgültig zu verlassen.
Vermutlich wollte die Gruppe um den NPD-Politiker Pastörs auch ins Ostseestadion, um die Nähe zwischen NPD und Hansa Rostock zu demonstrieren. Auf einem NPD-nahen Nachrichtenportal wird seit dieser Saison nach jedem Spiel ein kurzer Spielbericht veröffentlicht.
Einige Fans des FC Hansa werden dem rechten politischen Lager zugeordnet. Wenn der Rostocker Club gegen den FC St. Pauli antritt, kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen. Mit Knüppeln bewaffnete Anhänger des Drittligisten haben etwa am Sonnabend vor dem Spiel gegen Koblenz die Saisoneröffnungsparty zweier Fangruppen des FC St. Pauli in Hamburg überfallen. Die knapp 50 Vermummten, die die Insignien des Rostocker Vereins trugen, zündeten Bengalische Feuer, warfen mit Tischen und Stühlen umher und grölten Fußball-Parolen.
Die Verantwortlichen des FC Hansa wollten die Geschehnisse vor dem Spiel gegen Koblenz nicht kommentieren. Die Mitglieder des Suptras-Fanclubs veröffentlichten auf ihrer Website eine Stellungnahme, in der es heißt: "Jeder Versuch, unseren Verein und seine Fanszene politisch zu beeinflussen oder komplett zu missbrauchen, ist zum Scheitern verurteilt! Jede Personengruppe, die entsprechendes versucht, hat die Konsequenzen zu tragen! Dass es uns allen hiermit ernst ist, hat gestern eine Gruppe Rechtsextremisten der NPD zu spüren bekommen. Der Auftritt dieser Personen ohne jeglichen Bezug zu Hansa Rostock stellte schlicht und ergreifend eine dreiste und dumme Provokation dar und fand ein dementsprechend schnelles Ende."
- Datum 09.08.2010 - 14:15 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Entfernt. Beteiligen Sie sich bitte mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Die Redaktion/sh
Fußvolk? Bitte um Aufklärung.
Für alle, die diese Aktion in irgendeiner Weise für bedenklich halten oder sogar verurteilen, stellt euch doch mal vor die Fans wären nicht einschritten und hätten nichts gemacht. Was wäre dann passiert? Die Hetze, die dann aufgefahren wäre, wäre noch weniger tragbar gewesen.
Ich denke, dass die Aktion absolut vertretbar ist, zumal die Maßnahmen aus einer Eigendynamik der Fans entstanden sind. Bei Hansa hat sich die politische Sicht ein wenig gedreht, auch wenn es gegen St. Pauli immer noch heiß hergeht, aber bei diesen Spielen zählt schon lange nicht mehr die Politik! Wer es nicht glaubt, sollte sich mal ein eigenes Bild machen und nicht die schlagzeilenorientierte Meinung der Presse nachplappern.
Fußvolk? Bitte um Aufklärung.
Für alle, die diese Aktion in irgendeiner Weise für bedenklich halten oder sogar verurteilen, stellt euch doch mal vor die Fans wären nicht einschritten und hätten nichts gemacht. Was wäre dann passiert? Die Hetze, die dann aufgefahren wäre, wäre noch weniger tragbar gewesen.
Ich denke, dass die Aktion absolut vertretbar ist, zumal die Maßnahmen aus einer Eigendynamik der Fans entstanden sind. Bei Hansa hat sich die politische Sicht ein wenig gedreht, auch wenn es gegen St. Pauli immer noch heiß hergeht, aber bei diesen Spielen zählt schon lange nicht mehr die Politik! Wer es nicht glaubt, sollte sich mal ein eigenes Bild machen und nicht die schlagzeilenorientierte Meinung der Presse nachplappern.
Genau das wünscht man sich.
..., diese Sache mit Herr Pastörs: Eindeutig und gewaltfrei! Weiter so, Hansa-Fans!
… für die ich Hansa ausdrücklich beglückwünsche! Im Gegensatz zum Wortlaut der Suptras IST dies eine politische Aktion, selbstverständlich, nun aber tatsächlich eine gute, richtige und notwendige!
Weiter so! Es wird zwar vermutlich sehr, sehr lange dauern, bis sich eine geflickte Kogge und der magische FC wieder begegnen, aber DIESEN Weg konsequent beschritten, bestände tatsächlich die Chance auf ein Spiel wenn auch sicher nicht in Freundschaft, aber doch auf ein friedliches Spiel. Wie gesagt, wenn-dann; irgendwann. Den GUTEN Kogge-Schiffern, es scheint ja doch welche zu geben, und denen, die es werden wollen, viel Glück und in Ostseegewässern allzeit gute Fahrt (auf’m Atlantik aber, no mercy! ;-D ).
Sehr schön!
nein - so wenig ich für dieses braune Gesocks auch übrig habe, der Zugang zu einem Fußballspiel darf ihnen nicht verwehrt werden. Schon gar nicht von Leuten, die selbst dort kein Hausrecht haben. Insofern kann ich diese Aktion ganz ausdrücklich NICHT gutheißen. Von "Eintritt verwehren" zu Lynchjustiz ist es nicht mehr allzu weit.
Wenn Herr Pastörs und sein Gefolge vor Ort keine Straftaten begangen haben (was tatsächlich nicht der Fall zu sein scheint, da ansonsten vermutlich ausgiebig darüber berichtet würde), darf ihre persönliche Freiheit auch nicht eingeschränkt werden. Die NPD ist eine (noch...) legale Partei. Die Einzigen, die die Befugnis hätten, jemanden des Geländes zu verweisen, wären die Inhaber/Betreiber des Stadions - und wenn legal gekaufte Eintrittskarten vorliegen, müssten sie selbst das gut begründen.
Dass aber ein Fanclub (!) es sich anmaßt, Leute wegen ihrer Parteimitgliedschaft nicht ins Stadion zu lassen, ist im Grunde skandalös, selbst wenn es in diesem Fall Leute trifft, mit denen ich wenig Mitgefühl habe.
Es geht dabei ums Prinzip. Das nächste Mal trifft so eine Aktion vielleicht nicht Rechte, sondern Linke - und was wäre das Geheul groß! Gerade bei denen, die hier noch jubeln...
DOCH! Selbstverständlich muss die Stadionordnung noch angepasst werden. Den Faschisten kein Handbreit, nicht im Stadion, nirgendwo! Denn Faschismus, Arril, ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Genau deswegen war das Handeln der Aktiven dort im Stadion das, was man Zivilcourage nennt! Das allererste mal in ernstzunehmender Weise, solange ich Hansa beobachte! Darum: Bravo!
Es stimmt durchaus, dass man aufpassen muss, dass auch Nazis demokratische Rechte haben. So ist es mir durchaus lieber, eine Nazidemo findet statt, aber gleichzeitig laufen 50 mal so viele Gegendemonstranten parallel dazu durch die Stadt, so dass keiner die Nazis beachtet, als dass die Nazidemo einfach blockiert wird.
Allerdings gibt es hier einen Unterschied: Die NPD versucht durchaus die Stadien politisch zu nutzen und ueber die Fans Politik zu betreiben. Und wenn die NPD versucht, den Fussball zu missbrauchen , so ist es ethisch durchaus zulaessig, sich dagegen zu wehren, indem man ihr den Zugang zum Stadion verwehrt.
Das erinnert an Weimarer Verhältnisse, bzw. mit solch "milden,
noch gewaltfreien" Ereignissen begann, was später in Mord- und Totschlag und Dauerrandale auf großstädtischen Straßen
ausartete!
Wehret den Anfängen! Wie Sie schreiben, haben diese Fans kein
Recht, den politisch Andersdenkenden den Zutritt zu verwehren,
auch der Hausherr hätte jurisitsch schlechte Karten, ganz Recht!
Aber gegen Dummheit - die im Gegensatz zur Relativität -
anscheinden unendlich ist (Zitat nach Albert Einstein)
jedes Argument vergeblich!
Jetzt muß ich Ihnen doch noch ein wenig Wsser in den Wein
der vorherigen Zustimmung gießen, ich habe Ihren Anfangssatz
"von dem braunen Gesocks" übersehen.
Also, das ist auch eine Formulierung, die man als volksver=
hetzend (gegen Teile der Wähler, der Wahlberechtigten) ver=
hetzend wirken kann, so wie Sie richtig von der Steigerung bis
zum Lynchen schreiben! So richtig alles andere war, was Sie
schrieben, der erste Satz war entbehrlich!
Wußten Sie übrigens daß Roland Freisler bis 1926 kommunisti=
scher Anhänger als Staatsanwalt war, dann, ich glaube 1928,
zum NS-Anhänger wurde? Leider wurde er 1944 im Reichsgericht
im sog. "Volksgerichtshof" bei einem Terroangriff von einem
herabstürzenden Balken erschlagen, denn ich hätte liebend
gerne erlebt, wie ihn die deutschen Juristen nach dem Kriege
den Prozeß gemacht hätten!
Der Staat macht doch gegen sowas nichts.
Bin zwar kein FCH Fan, aber ich kann nachvollziehen warum sie diese Menschen mit ihren verquerten Einstellungen zum Leben nicht in einem Stadion haben wollen.
Ganz einfach darum, weil im Sport Politik nix zu suchen hat, auch keine politischen Aussagen oder "angebliche" Freundschaften von Politikern die diese zum Ausdruck bringen wollen.
Wenn ein Politiker auf sich aufmerksam machen will, soll er den normalen Weg gehen.
Wenn linke Gegendemonstranten den Demonstrationsweg von NPD-Anhängern blockieren ist es doch fast das Gleiche wie hier. Die NPD hat dann ja vorher eine Genehmigung erhalten und "wurde anschließend ihrer Rechte beraubt".
Also alles i.O. - das ist ziviles Engagement. Das Geld für die Eintrittskarten bekommen die bestimmt zurück.
DOCH! Selbstverständlich muss die Stadionordnung noch angepasst werden. Den Faschisten kein Handbreit, nicht im Stadion, nirgendwo! Denn Faschismus, Arril, ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Genau deswegen war das Handeln der Aktiven dort im Stadion das, was man Zivilcourage nennt! Das allererste mal in ernstzunehmender Weise, solange ich Hansa beobachte! Darum: Bravo!
Es stimmt durchaus, dass man aufpassen muss, dass auch Nazis demokratische Rechte haben. So ist es mir durchaus lieber, eine Nazidemo findet statt, aber gleichzeitig laufen 50 mal so viele Gegendemonstranten parallel dazu durch die Stadt, so dass keiner die Nazis beachtet, als dass die Nazidemo einfach blockiert wird.
Allerdings gibt es hier einen Unterschied: Die NPD versucht durchaus die Stadien politisch zu nutzen und ueber die Fans Politik zu betreiben. Und wenn die NPD versucht, den Fussball zu missbrauchen , so ist es ethisch durchaus zulaessig, sich dagegen zu wehren, indem man ihr den Zugang zum Stadion verwehrt.
Das erinnert an Weimarer Verhältnisse, bzw. mit solch "milden,
noch gewaltfreien" Ereignissen begann, was später in Mord- und Totschlag und Dauerrandale auf großstädtischen Straßen
ausartete!
Wehret den Anfängen! Wie Sie schreiben, haben diese Fans kein
Recht, den politisch Andersdenkenden den Zutritt zu verwehren,
auch der Hausherr hätte jurisitsch schlechte Karten, ganz Recht!
Aber gegen Dummheit - die im Gegensatz zur Relativität -
anscheinden unendlich ist (Zitat nach Albert Einstein)
jedes Argument vergeblich!
Jetzt muß ich Ihnen doch noch ein wenig Wsser in den Wein
der vorherigen Zustimmung gießen, ich habe Ihren Anfangssatz
"von dem braunen Gesocks" übersehen.
Also, das ist auch eine Formulierung, die man als volksver=
hetzend (gegen Teile der Wähler, der Wahlberechtigten) ver=
hetzend wirken kann, so wie Sie richtig von der Steigerung bis
zum Lynchen schreiben! So richtig alles andere war, was Sie
schrieben, der erste Satz war entbehrlich!
Wußten Sie übrigens daß Roland Freisler bis 1926 kommunisti=
scher Anhänger als Staatsanwalt war, dann, ich glaube 1928,
zum NS-Anhänger wurde? Leider wurde er 1944 im Reichsgericht
im sog. "Volksgerichtshof" bei einem Terroangriff von einem
herabstürzenden Balken erschlagen, denn ich hätte liebend
gerne erlebt, wie ihn die deutschen Juristen nach dem Kriege
den Prozeß gemacht hätten!
Der Staat macht doch gegen sowas nichts.
Bin zwar kein FCH Fan, aber ich kann nachvollziehen warum sie diese Menschen mit ihren verquerten Einstellungen zum Leben nicht in einem Stadion haben wollen.
Ganz einfach darum, weil im Sport Politik nix zu suchen hat, auch keine politischen Aussagen oder "angebliche" Freundschaften von Politikern die diese zum Ausdruck bringen wollen.
Wenn ein Politiker auf sich aufmerksam machen will, soll er den normalen Weg gehen.
Wenn linke Gegendemonstranten den Demonstrationsweg von NPD-Anhängern blockieren ist es doch fast das Gleiche wie hier. Die NPD hat dann ja vorher eine Genehmigung erhalten und "wurde anschließend ihrer Rechte beraubt".
Also alles i.O. - das ist ziviles Engagement. Das Geld für die Eintrittskarten bekommen die bestimmt zurück.
die ich (ja, ich habe Vorurteile) von Hansa-Fans nicht erwartet hätte.
Ich entschuldige mich bei den Hansa-Fans und gratuliere ihnen zu ihrer klaren Haltung.
DOCH! Selbstverständlich muss die Stadionordnung noch angepasst werden. Den Faschisten kein Handbreit, nicht im Stadion, nirgendwo! Denn Faschismus, Arril, ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Genau deswegen war das Handeln der Aktiven dort im Stadion das, was man Zivilcourage nennt! Das allererste mal in ernstzunehmender Weise, solange ich Hansa beobachte! Darum: Bravo!
Hallo P. Petersen: Wie definieren Sie Faschisten?
Herrn Pastör, ist Mitglied der NPD, die in Deutschalnd nicht verboten ist. Er vertritt politische Ansichten, die ebenfalls nicht verboten sind. Man kann zu diesen Ansichten andere Meinung sein. Aber das gibt keinen Fans das Recht, ihm den Zugang zum Stadion zu verhindert.
Rechtlich gesehen ist das Nötigung und Anmaßung von Amtsgewalt und keine Zivilcourage!
Hallo P. Petersen: Wie definieren Sie Faschisten?
Herrn Pastör, ist Mitglied der NPD, die in Deutschalnd nicht verboten ist. Er vertritt politische Ansichten, die ebenfalls nicht verboten sind. Man kann zu diesen Ansichten andere Meinung sein. Aber das gibt keinen Fans das Recht, ihm den Zugang zum Stadion zu verhindert.
Rechtlich gesehen ist das Nötigung und Anmaßung von Amtsgewalt und keine Zivilcourage!
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