Fussball : Mesut Özil wechselt zu Real Madrid

Nationalspieler Özil entwickelt sich beruflich weiter: Der 21-Jährige geht zu Real Madrid. Beim Werder-Training war er schon heute nicht mehr dabei.
Bald nicht mehr im Werder-Trikot zu sehen: Mesut Özil © Friedemann Vogel/Bongarts/Getty Images

Die Bundesliga verliert einen ihrer besten Fußballer. Nationalspieler Mesut Özil verlässt Werder Bremen und wechselt zu Real Madrid. Das bestätigte der Fußball-Bundesligist. Über die Höhe der Ablösesumme machte Werder keine Angaben. "Wir respektieren damit Mesuts Wunsch, schon jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen", sagte Werders Clubchef Klaus Allofs in einer Mitteilung des Vereins. 

Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler ist der zweite deutsche Nationalspieler nach Sami Khedira, der nach der erfolgreichen WM zu dem spanischen Topclub wechselt. Die Ablösesumme beträgt geschätzte 15 Millionen Euro. Özil ist ein Kind türkischer Einwanderer und in Gelsenkirchen geboren. Er wechselte im Januar 2008 von Schalke 04 zu Werder und absolvierte 71 Erstligaspiele für Werder.

Özil fehlte bereits beim Abschlusstraining vor der Partie am Mittwoch gegen Sampdoria Genua. Die Bremer bestreiten am Mittwoch das Hinspiel der Qualifikation für die Champions League. Stattdessen wird er in Madrid den medizinischen Check absolvieren. Der Transfer des Mittelfeldspielers wurde kurz vor der Partie abgewickelt, da Özil im Falle eines Einsatzes nicht mehr für Real in der Champions League hätte spielen dürfen.

Der technisch begabte Spieler hat für die deutsche Nationalmannschaft bisher 17 Spiele absolviert. Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika war er zu einem der zehn besten Spieler des Turnier gewählt worden. Özil hatte sich trotz seiner türkischen Vorfahren für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschieden.
 

Verlagsangebot

Hören Sie DIE ZEIT

Genießen Sie wöchentlich aktuelle ZEIT-Artikel mit ZEIT AUDIO

Hier reinhören

Kommentare

20 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Es spricht ja eindeutig ...

... für die Nachwuchsarbeit in Deutschland und die aktuelle Lage des deutschen Fußballs, wenn so junge Spieler ins Ausland berufen werden - und dann auch noch zu derlei Spitzenklubs.

Dennoch habe ich besonders im Falle Özil meine Zweifel, ob dieser Schritt nicht zu früh kommt. Leider haben schon andere Talente des deutschen Fußballs gezeigt, dass ein zu früher Wechsel zu einem internationalen Topklub die Spieler überfordert und ausbrennen lässt.

Es sei nur an Deisler erinnert ...

Trotzdem: Verdient hats Özil allemal!