Bundesliga Köln gelingt der erste Saisonsieg

Der FC besiegt St. Pauli, Mainz bleibt ungeschlagen. Der FC Bayern spielt gegen Bremen nur Remis. Der BVB siegt, und der HSV verpasst drei Punkte. Alle Spielberichte

1. FC Köln – FC St. Pauli 1:0

Kölns Mato Jajalo im Kopfballspiel gegen Fabian Boll

Kölns Mato Jajalo im Kopfballspiel gegen Fabian Boll

Der erste Bundesliga-Erfolg seit fast fünf Monaten hat dem 1. FC Köln und seinem Trainer Zvonimir Soldo nach zwei Startniederlagen vorerst Ruhe verschafft. Mit dem Zittersieg über den FC St. Pauli holten die Kölner am Sonntag die ersten Punkte der neuen Spielzeit und ihren ersten Dreier seit dem 16. April. Der Matchwinner war Taner Yalcin mit seiner Bundesliga-Tor-Premiere. Der Aufsteiger St. Pauli kassierte die zweite Niederlage und hat weiter drei Punkte auf dem Konto. Der vermeintliche Ausgleich des eingewechselten Richard Sukuta-Pasu in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits zurecht nicht gegeben.

Kölns Coach berief nach dem 2:4 in Bremen gleich fünf neue Spieler in seine Start-Elf. In die umgebaute Vierer-Kette kehrte Pedro Geromel nach viermonatiger Verletzungspause zurück. Ihre Bundesliga-Debüts feierten der Rechtsverteidiger Andrézinho und der Mittelfeldspieler Christian Clemens. Auf der Bank wieder fanden sich Milivoje Novakovic und der zuletzt als Kapitän fungierende Kevin McKenna.

Anzeige

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski musste eine von drei Umstellungen im Tor vornehmen. Die Kölner Leihgabe Thomas Kessler durfte sein erstes Bundesligaspiel bestreiten, weil der Stammkeeper Matthias Hain weiter unter einer Fingerverletzung leidet.

Schon nach sieben Minuten musste Kessler den Ball erstmals aus dem Netz holen, doch Lukas Podolski stand bei seinem Treffer im Abseits. Fünf Tage nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan an gleicher Stelle knüpfte der FC-Kapitän an seine gute Leistung an. Auch am 1:0 war Podolski beteiligt: Sein fulminanter Linksschuss aus 30 Metern prallte zwar vom Pfosten zurück, aber Yalcin staubte von der Strafraumgrenze aus artistisch und gedankenschnell ab.

Mit der Führung im Rücken traten die Gastgeber selbstbewusster auf und erspielten sich weitere Chancen. Clemens scheiterte erst mit einem Kopfball am Fuß von Kessler (23.), dann prüfte der 19-Jährige den Schlussmann aus 18 Metern (30.). Nach dem folgenden Eckball schoss Podolski knapp über die Latte. Von den Hanseaten war nach ordentlichem Start offensiv kaum noch etwas zu sehen, weil der FC in der umformierten Abwehr um Stabilisator Geromel nun besser stand.

Die Hamburger kamen jedoch wesentlich engagierter aus der Kabine und setzten die nun viel zu passiven Kölner unter Druck. Allerdings kamen die Gäste trotz ihrer Überlegenheit lange nicht zu zwingenden Möglichkeiten. Den 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena stockte aber der Atem, als Florian Bruns am langen Eck vorbeischoss (75.). Podolskis Heber (78.) war die erste Kölner Chance der zweiten Hälfte, doch der gute Kessler verhinderte das 2:0. Damit blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Sukuta-Pasu köpfte Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal über die Latte.

1. FC Köln: Mondragón – Andrézinho, Geromel, Pezzoni, Ehret – Yalcin (81. Lanig), Petit – Freis, Jajalo (70. Matuschyk), Clemens (76. Ionita) – Podolski
FC St. Pauli: Kessler – Rothenbach, Zambrano, Thorandt, Oczipka – Boll (80. Sukuta-Pasu), Lehmann – Hennings (73. Bruns), Takyi (66. Bartels), Kruse – Ebbers
Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)
Tor: 1:0 Yalcin (17.)
Gelbe Karten: Ehret (1), Ionita (1), Mondragón (1) / Takyi (1), Thorandt (1)
Beste Spieler: Yalcin, Podolski / Oczipka, Kessler
 

FSV Mainz 05 – 1. FC Kaiserslautern 2:1 (0:1)

Andre Schürrle erzielte den Siegtreffer für die Mainzer

Andre Schürrle erzielte den Siegtreffer für die Mainzer

Der FSV Mainz 05 ist das Überraschungsteam der Bundesliga. Das Team von Thomas Tuchel bezwang den davor ebenfalls ungeschlagenen 1. FC Kaiserslautern verdient und feierte damit als einzige Mannschaft neben Hoffenheim im dritten Spiel den dritten Sieg. Nach dem Rückstand durch den Kroaten Srdjan Lakic drehten die Mainzer innerhalb von 120 Sekudnen dank Niko Bungert und dem starken André Schürrle noch das Spiel. Die 20.300 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Bruchweg, darunter auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, sahen 45 Minuten lang viel Kampf und Krampf. Erst nach dem Wechsel hatte die Partie Erstliga-Niveau.

Der FSV-Manager Christian Heidel hatte vor dem ewig brisanten Duell zur Besonnenheit gemahnt: “Die FCK-Fans mögen in der Regel Mainz 05 nicht und umgekehrt genauso. Aber für Hass ist kein Platz.“ Auf den Rängen blieb es weitgehend ruhig, auf dem Platz zunächst auch. Die Gäste, sichtbar gestärkt durch den 2:0-Coup gegen die Bayern vor der Länderspielpause, investierten mehr, hatten aber in der 18. Minute viel Glück – ein Freistoß des Mainzers Christian Fuchs touchierte den Außenpfosten.

60 Sekunden später wurden die Lauterer für ihr Anfangsengagement belohnt. Der Österreicher Erwin Hoffer, für Adam Nemec in der Anfangself, verlängerte den Abschlag seines Keepers Tobias Sippel mit der Schulter und Lakic veredelte den Angriff über zwei Stationen mit seinem vierten Tor im dritten Saisonspiel. Auch in der Folgezeit hatte der laufstarke FCK zu viel Raum in der Vorwärtsbewegung und stand hinten mit zwei Viererketten sehr solide.

Thomas Tuchel wurde auf der Bank zunehmend ungehaltener. Mit wilden Gesten forderte er von seinen Kickern kreative Impulse und mehr Biss in den Zweikämpfen, doch mit Fußballspielen hatte das fünfte Bundesliga-Duell der Nachbarn wenig zu tun. Das Aufregendste nach dem Tor waren die gelben Karten für die Lauterer Sebastian Tiffert, Stiven Rivic und Rodnei (33.).

Mit André Schürrle für Sami Allagui und mehr Intensität kam der FSV aus der Kabine. Kaiserslautern hielt mit aggressivem Zweikampfverhalten weiter dagegen, zwei zusätzliche Verwarnungen für Kapitän Martin Amedick (49.) und den Dänen Leon Jessen (51.) waren die logische Folge. Mainz machte dank Schürrle viel Dampf und ausgerechnet Niko Bungert, der für Bo Svensson beginnen durfte, markierte den hochverdienten Ausgleich (71.). Das Team von Tuchsel setzte nach. Der starke Schürrle, von den Bayern, Hoffenheim und scheinbar auch Manchester United umworben, traf mit einem herrlichen Distanzschuss schließlich zum Sieg.

FSV Mainz 05: Wetklo – Zabavnik (46. Heller), Bungert, Noveski, Fuchs – Polanski, Karhan, Soto – Holtby – Allagui (46. Schürrle), Rasmussen (62. Szalai)
1. FC Kaiserslautern: Sippel – Dick (81. Walch), Amedick, Rodnei, Jessen – Kirch, Bilek, Tiffert, Rivic (58. Amri) - Lakic, Hoffer (68. Nemec)
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) - Zuschauer: 20 300 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Lakic (20.), 1:1 Bungert (71.), 2:1 Schürrle (73.)
Gelbe Karten: Polanski (2) / Amedick (1), Jessen (2), Rivic (1), Rodnei (1), Tiffert (1)
Beste Spieler: Holtby, Bungert / Rodnei, Bilek
 

Thomas Müller nach einer von vielen vergebenen Torchancen

Thomas Müller nach einer von vielen vergebenen Torchancen

Bayern München – Werder Bremen 0:0

Der deutsche Fußball-Meister musste sich im Bundesliga-Topspiel gegen den personell arg geschwächten SV Werder Bremen mit einem Remis begnügen. 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Münchner Arena erlebten am 65. Geburtstag von Franz Beckenbauer ein Spiel der vergebenen Torchancen mit zwei starken Schlussmännern, Jörg Butt bei Bayern und Tim Wiese im Bremer Tor. Beide Mannschaften haben nach drei Spieltagen jeweils vier Zähler auf dem Konto. Vor dem Start in die Champions League dürften aber nur die Bremer das Unentschieden als Erfolg betrachten.

Werder kompensierte die großen Abwehrprobleme mit den Ausfällen der verletzten Innenverteidiger Per Mertesacker und Naldo sowie dem Fehlen von Claudio Pizarro im Angriff erstaunlich gut. Die Neuzugänge fügten sich gut ein: Der technisch begabte Brasilianer Wesley ließ seine Fähigkeiten aufblitzen, der Franzose Mikael Silvestre agierte links hinten nach Anfangsproblemen solide. Die Bremer hätten die Partie zudem fast mit einem Paukenschlag eröffnet: Nach einem Freistoß des sehr agilen Marko Marin köpfte Sebastian Prödl an den Pfosten, von dort prallte der Ball ans Bein von Bayern-Keeper Butt und weiter an die Torlatte (5.).

Bei den Münchnern hatte Thomas Müller die ersten Möglichkeiten und vergab dabei eine Großchance mit dem Kopf (11.). Später scheiterte Franck Ribéry in seinem 75. Bundesligaspiel nach einem feinem Konter über Ivica Olic an dem ebenfalls stark haltenden Wiese (24.). Die Bayern taten sich schwer, Kombinationen aufzuziehen und Lücken zu finden. Ihrem Spiel fehlte es an Präzision und Schwung. Auf der Gegenseite wirbelte Marin, der Butt auch mit einem prächtigen Distanzschuss zu einer Parade zwang (32.).

Nach der Pause kam bei den Münchnern Toni Kroos für den wirkungslosen Miroslav Klose. Der Youngster sollte zentral als Ideengeber dem Offensivspiel mehr Impulse geben, was ihm auch gelang. Zunächst aber versuchte es Ribéry aus der Distanz (47.). Angetrieben von dem Franzosen erhöhten die Bayern den Druck, nach Ribéry-Zuspiel verzog Kroos (53.). Nur eine Minute später scheiterte der 20-Jährige am reaktionsschnellen Wiese. Werder konterte, die Spannung stieg. Nach einem Solo von Ribéry war Wiese dann wieder hellwach (63.).

Die Chancen häuften sich: Butt lenkte einen 17-Meter-Schuss von Marko Arnautovic zur Ecke ab (64.), auf der Gegenseite tat Wiese dasselbe nach einem Kroos-Schuss (67.). Die Frage war, wer erzwingt das Tor, die anrennenden Bayern oder die konternden Hanseaten? Der gerade eingewechselte Tim Borowski verpasste es auf Bremer Seite nach Marins Vorarbeit haarscharf (70.). “Joker“ Mario Gomez verstolperte in der 81. Minute eigensinnig und so endete die Partie ohne Torerfolg.

Bayern München: Butt – Lahm, van Buyten (73. Demichelis), Badstuber, Contento – van Bommel, Schweinsteiger – Müller, Klose (46. Kroos), Ribéry – Olic (78. Gomez)
Werder Bremen: Wiese – Fritz, Prödl, Pasanen, Silvestre – Bargfrede, Frings – Marin (85. Hugo Almeida), Wesley (69. Borowski), Hunt (90.+1 Jensen) – Arnautovic
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - / -
Beste Spieler: Butt, Ribéry / Wiese, Marin
 

SC Freiburg – VfB Stuttgart 2:1 (0:1)

Freiburgs Coach Robin Dutt jubelt über den Sieg

Freiburgs Coach Robin Dutt jubelt über den Sieg

Der VfB Stuttgart bekommt in der neuen Saison der Bundesliga weiter kein Bein auf den Boden. Das beste Team der vergangenen Rückrunde kassierte am Samstag die dritte Niederlage und hat erstmals in der Clubgeschichte nach drei Spieltagen noch keinen Punkt auf dem Konto. Dabei waren die Gäste im Badenova-Stadion durch Pawel Pogrebnjak zunächst in Führung gegangen, bevor Papiss Cissé und Julian Schuster Freiburg den zweiten Saisonsieg und dem VfB wohl einen heißen Herbst bescherten.

Beide Teams präsentierten sich unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw im Vergleich zu ihren Partien am zweiten Spieltag mit einem anderen Gesicht. Bei den Gästen verkörperte besonders der kurz vor dem Transferschluss von Juventus Turin gekommene Ex-Weltmeister Mauro Camoranesi mit seinem Bundesliga-Debüt die Hoffnung auf einen geglückten Neuanfang. Zudem ersetzte Didavi im Mittelfeld den wegen einer Adduktorenreizung zunächst auf der Bank sitzenden Timo Gebhart und Pogrebnjak erhielt den Vorzug vor Ciprian Marica als Sturmpartner von Nationalspieler Cacau.

Den besseren Start erwischte aber der Sportclub, bei dem Oliver Baumann den verletzten Stammtorhüter Simon Pouplin ersetzte und Stefan Reisinger Ivica Banovic auf die Bank verdrängte: Der für den angeschlagenen Boulahrouz hinten rechts aushelfende Christian Träsch köpfte eine Hereingabe nicht konsequent genug weg und hatte Glück, dass Georg Niedermeier den Schuss von Freiburgs Jäger (5. Minute) nur an den Pfosten abfälschte. Freiburg wirkte in dieser Anfangsphase etwas bissiger und besser sortiert, die nächste Gelegenheit gehörte dennoch dem VfB. Zdravko Kuzmanovic flankte auf Niedermeier (12.), der aber mit einem Lattenschuss aus zwei Metern auch auf der „richtigen“ Seite nur das Torgestänge traf.

Kurz nach einer guten Kopfballgelegenheit von SC-Stürmer Papiss Cissé (26.) zeigte dann der VfB-Angriff den Gastgebern und vor allem auch sich selbst, wie einfach Fußball sein kann. Flanke Cacau, und der zuvor 518 Bundesligaminuten erfolglose Pogrebnjak war mit dem Kopf zum 1:0 zur Stelle. Fast spielten die beiden ein paar Minuten später nach dem Motto „Weil's so schön war, noch einmal“, aber dieses Mal zielte Pogrebnjak (27.) ebenso ungenau wie kurz vor der Halbzeit zweimal Cissé (40./43.) auf der anderen Seite.

Auch nach dem Wechsel blieb die Partie ausgesprochen lebendig. Zunächst köpfte Freiburgs Kapitän Heiko Butscher (52.) ans Außennetz. Nur zwei Minuten später scheiterte Cacau (54.) nach feinem Zuspiel von Camoranesi, der in mehreren Situationen seine individuelle Klasse andeutete, an Baumann. Und statt sich mit einem 2:0 in Sicherheit zu wiegen, verlor Stuttgart völlig die Balance.

Zuerst drückte der starke Cissé einen hohen, langen Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie. Nach einer Flanke des zu seinem Bundesliga-Debüt eingewechselten Japaners Kisho Yano hatte wieder Cissé (69.) die Führung auf dem Kopf, bevor Schuster mit einem haltbar scheinenden Distanzschuss die Partie vollends kippte. In der Schlussphase rettete Baumann den SC-Sieg mit starken Paraden gegen Cacau (78.) und den eingewechselten Gebhart (87.)

SC Freiburg: Baumann – Mujdza, Barth, Butscher, Bastians – Schuster – Abdessadki, Makiadi, Jäger (49. Nicu) – Cissé (83. Toprak), Reisinger (57. Yano)
VfB Stuttgart: Ulreich – Träsch, Niedermeier, Tasci, Molinaro – Kuzmanovic, Gentner – Camoranesi (61. Gebhart), Didavi (76. Boka) – Pogrebnjak (76. Harnik), Cacau
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 23.000
Tore: 0:1 Pogrebnjak (27.), 1:1 Cissé (58.), 2:1 Schuster (71.) Gelbe Karten: Abdessadki (1) / Gebhart (1)
Beste Spieler: Baumann, Cissé / Cacau, Träsch

Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 0:4 (0:2)

Frankfurts Spieler bedanken sich bei den Fans für die Unterstützung

Frankfurts Spieler bedanken sich bei den Fans für die Unterstützung

Nach saisonübergreifend sieben Spielen ohne Erfolg gewannen die Hessen am Samstag auch in der Höhe verdient gegen Borussia Mönchengladbach und holten die bisher ungeschlagene Mannschaft von Michael Frontzeck auf den Boden zurück. Vor 45.315 Zuschauern schossen Benjamin Köhler, Theofanis Gekas sowie Patrick Ochs den hochverdienten Erfolg der spielerisch überlegenen Frankfurter heraus.

Während die mit vier Punkten gut in die Saison gestarteten Gladbacher eine empfindliche Heimniederlage einstecken mussten, fand das Team von Michael Skibbe mit dem ersten Sieg seit dem 3. April 2010 Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld.

Auch ohne die verletzten Aleksandar Vasoki und Ioannis Amanatidis (beide Knieprobleme) übernahmen die Hessen von Beginn an das Kommando. So ergaben sich schnell die ersten Möglichkeiten. Köhler (12.) setzte sich auf der linken Seite gut in Szene, wurde von Roel Brouwers jedoch in letzter Not noch gestoppt. So kam die Führung durch Köhler mit dessen zweiten Saisontor nicht überraschend. Dem 1:0 ging eine Coproduktion der beiden griechischen Neuzugänge Georgios Tzavellas und Gekas voraus. Nach einem Freistoß des Linksverteidigers zwang Gekas Gladbachs Keeper Logan Bailly per Kopf zunächst zu einer Glanzparade, doch den Abpraller verwertete Köhler mühelos.

Vom spielerischen Elan des glanzvollen 6:3-Sieges in Leverkusen war bei den Borussen nicht viel zu sehen. Dennoch hätten sie sich beinahe über den Ausgleich freuen können. Doch ein wohl reguläres Kopfballtor von Mohamadou Idrissou (34.) erkannte Schiedsrichter Jochen Drews nicht an, weil der Stürmer Eintracht-Torhüter Oka Nikolov, der bei den Hessen ins Tor zurückgekehrt war, bei dem Luftkampf behindert haben soll.

Ärgerlich für Gladbach: Praktisch im Gegenzug ging Frankfurt mit 2:0 in Führung. Griechen-Stürmer Gekas beendete nach einem Pass von Alexander Meier seine 640 Minuten dauernde Torflaute. Kurz vor der Pause verhinderte Nikolov bei zwei Schussversuchen von Juan Arango den möglichen Anschlusstreffer der Gladbacher.

Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Kapitän Ochs sorgte nach einem langen Pass von Pirmin Schwegler mit einem herrlichen Lupfer zum 3:0 für die frühe Vorentscheidung. In der Folgezeit bemühten sich die Gladbacher zwar weiter um Ergebniskosmetik, waren vor dem Frankfurter Tor jedoch zu harmlos. Auf der Gegenseite verhinderte Bailly mit einer Glanzparade bei einem Kopfball von Meier (58.) zunächst sogar einen noch höheren Rückstand. Dennoch nahm das Debakel seinen Lauf, als Gekas nach einem schnellen Konter über Halil Altintop sogar mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 erhöhte.

Die Gladbacher, bei denen der verletzte Thorben Marx im defensiven Mittelfeld durch den jungen Roman Neustädter nicht gleichwertig ersetzt werden konnte, enttäuschten auch in der Schlussphase und erspielten sich kaum eine große Torchance. Allein U 21-Nationalspieler Marco Reus konnte in Ansätzen überzeugen.

Borussia Mönchengladbach: Bailly – Levels, Brouwers, Dante, Daems – Neustädter (57. Bobadilla), Bradley – Herrmann (79. Meeuwis), Arango – Reus, Idrissou
Eintracht Frankfurt: Nikolov – Jung, Franz, Russ, Tzavellas – Schwegler (89. Clark) – Ochs, Meier (86. Caio), Altintop, Köhler – Gekas (79. Chris)
Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim) – Zuschauer: 45.315
Tore: 0:1 Köhler (24.), 0:2 Gekas (35.), 0:3 Ochs (50.), 0:4 Gekas (64.)
Gelbe Karten: Arango (1), Bradley (1), Levels (1) / Meier (1), Russ (1)
Beste Spieler: Reus / Köhler, Gekas

Hannover 96 – Bayer Leverkusen 2:2 (1:0)

Patrick Helmes freut sich nach dem zweiten Tor für Leverkusen

Patrick Helmes freut sich nach dem zweiten Tor für Leverkusen

Bayer Leverkusen hat mit viel Mühe und Glück einen völlig misslungenen Saisonstart abgewendet. Der mit Michael Ballack verstärkte Werksclub rettete sich trotz eines 0:2-Rückstandes noch zu einem 2:2. Zwei Wochen nach der 3:6-Niederlage gegen Mönchengladbach verloren die Leverkusener vor 40.852 Zuschauern Zuschauern in Hannover aber zwei wichtige Punkte – und Ballack in der 30. Minute wegen einer Außenbandverletzung.

Für die Bayer-Elf schafften Eren Derdiyok und Patrick Helmes mit ihren Treffern noch den Ausgleich. Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue hatten die Niedersachsen in Führung gebracht. 96-Trainer Mirko Slomka musste die Endphase der Partie nach lautem Protest von der Tribüne aus ansehen.

Bereits nach einer halben Stunde mussten die Leverkusener ohne Ballack auskommen. Der Kapitän der Nationalmannschaft, der bei der WM und den Länderspielen der EM-Qualifikation nicht zum Kader der DFB-Auswahl gehörte, hatte sich bei einem Zweikampf mit Sergio Pinto sechs Minuten zuvor verletzt und wurde durch Lars Bender ersetzt.

Zuvor agierte Ballack im defensiven Mittelfeld neben Arturo Vidal. Der bald 34-Jährige konnte indes keine Akzente setzen, fiel nur durch körperliche Präsenz und eine Gelbe Karte nach einem taktischen Foul an Abdellaoue auf.

In der Offensive hatte Bayer wenig zu bieten. Das lag aber nicht an Ballack allein. Das gesamte Bayer-Mittelfeld spielte zu behäbig und zu langsam, um die engagierten Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Auch nach dem Platzverweis für den übermotivierten Pogatetz, der trotz Verwarnung ungestüm in einen Zweikampf mit Vidal gegangen war, wussten die Gäste aus Leverkusen wenig mit dem Raum anzufangen. Zu harmlos und mit zu wenig Engagement präsentierte sich das Bayer-Team.

Stefan Kießling und Patrick Helmes, der für Eren Derdiyok in die Startelf gerückt war, bekamen kaum verwertbare Anspiele. Die beiden Stürmer konnten sich allerdings im Strafraum auch zu wenig durchsetzen. Derdiyok traf hingegen nach seiner Einwechselung, ehe Helmes kurz vor dem Schlusspfiff mit einem Freistoß zumindest den glücklichen Ausgleich schaffte.

Die Hannoveraner überzeugten trotz des späten Ausgleichs. Die Gastgeber spielten mit dem Selbstbewusstsein aus zwei Siegen bei den ersten beiden Partien der Saison. Mit viel Einsatz störten sie die Bayer-Elf im Mittelfeld, spielten den Ball meistens schnell nach vorne.

Die Torschützen Ya Konan und Abdellaoue sorgten immer wieder für Aufregung und überraschten die wackelige Bayer-Abwehr. So auch beim Treffer von Ya Konan, der nach einem schweren Fehler von Sami Hyypiä eiskalt zuschlug und einen Pass von Christian Schulz verwertete.

Nach dem Aussetzer von Innenverteidiger Pogatetz musste Slomka umbauen. Er zog Schulz nach Innen und Konstantin Rausch vom Mittelfeld auf die linke Verteidigerposition. Den Aktionen der Gastgeber fehlte dadurch die Durchschlagskraft, doch Abdellaoue stand nach einer Ecke von Pinto richtig und drückte den Ball ins Tor.

Hannover 96: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz – Schmiedebach (84. Chahed), Pinto (70. Stindl) - Stoppelkamp, Rausch – Ya Konan, Abdellaoue (69. Djakpa) Bayer Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Hyypiä (60. Reinartz), Kadlec - Ballack (31. Bender), Vidal – Renato Augusto, Sam (60. Derdiyok) - Helmes, Kießling
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Zuschauer: 40.852
Tore: 1:0 Ya Konan (20.), 2:0 Abdellaoue (50.), 2:1 Derdiyok (62.), 2:2 Helmes (90.)
Gelbe Karten: Cherundolo (1), Fromlowitz (1) / Ballack (1), Bender (1), Kadlec (1), Reinartz (1)
Gelb-Rote Karten: Pogatetz (36./wiederholtes Foulspiel) / -
Beste Spieler: Stoppelkamp, Schmiedebach / Kadlec

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)

Jubeltraube: Die Spieler des BVB jubeln über den Heimsieg

Jubeltraube: Die Spieler des BVB jubeln über den Heimsieg

Beim VfL Wolfsburg ist nach der Euphorie um den Transfer von Superstar Diego Ernüchterung eingekehrt. In Dortmund kassierten die Norddeutschen im dritten Spiel die dritte Niederlage. Vor 73.600 Zuschauern sorgten Nuri Sahin und Shinji Kagawa für den verdienten Sieg der Borussia, die damit eine gelungene Generalprobe für den Gruppenauftakt in der Europa League am Donnerstag bei Karpati Lwiw feierte.

Im Vergleich zum spektakulären 3:4 zwei Wochen zuvor gegen Mainz hatte Wolfsburgs Trainer Steve McClaren die Mannschaft auf nur einer Position umgestellt. Für den angeschlagenen Nationalspieler Sascha Riether rückte Fabian Johnson in die Startformation. Der Stabilität in der Deckung tat das zunächst keinen Abbruch. Zwar verzeichnete der BVB zu Beginn der Partie ein deutliches Plus beim Ballbesitz, nicht aber bei den Torchancen. Stattdessen bot sich den “Wölfen“ die große Möglichkeit zur Führung: Nach Fehler von BVB-Manndecker Neven Subotic verpasste Regisseur Diego (6.) die scharfe Hereingabe von Edin Dzeko nur knapp.

Die von großer taktischer Disziplin beider Teams geprägte Partie gewann nur schleppend an Fahrt. Vor allem den überlegenen Dortmundern mangelte es lange Zeit an Kreativität, um die diesmal stabile Wolfsburger Abwehr in Schwierigkeiten zu bringen. Erst kurz vor der Pause wurde es deutlich unterhaltsamer: Bei Kopfbällen von Lucas Barrios (39.) und Mats Hummels (39.) war Keeper Diego Benaglio zur Stelle. Auf der anderen Seite traf Dzeko (44.) mit einem sehenswerten Fernschuss nur die Latte. Kurz vor der Pause entging der Spielmacher Diego nach einem Foul an Sebastian Kehl nur knapp einer Rote Karte.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff machte sich das größere Engagement der Gastgeber jedoch bezahlt. Mit einem sehenswerten Fernschuss aus 25 Metern sorgte der starke Sahin für das 1:0 seiner Mannschaft. Dieser Treffer zeigte bei den Wolfsburgern mächtig Wirkung: Fortan übernahm die Borussia vollends die Regie. Mit einer Glanzparade gegen Barrios (55.) verhinderte Benaglio zunächst Schlimmeres, war aber beim 2:0 von Kagawa zwölf Minuten später aus kurzer Distanz chancenlos. Damit war der Widerstand der “Wölfe“ gebrochen. In der Schlussphase war der BVB dem 3:0 bei einem Lattenschuss von Patrick Owomoyela (71.) näher als die Gäste dem Anschlusstreffer.

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer – Kehl (72. Bender), Sahin – Blaszczykowski (76. Götze), Kagawa, Großkreutz (85. Piszczek) – Barrios
VfL Wolfsburg: Benaglio - Johnson, Kjær, Barzagli, Schäfer – Cicero (53. Hasebe), Josué, Ziani (72. Dejagah), Diego, Mandzukic (77. Grafite) – Dzeko
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 73.600
Tore: 1:0 Sahin (50.), 2:0 Kagawa (67.)
Gelbe Karten: Großkreutz (1), Sahin (1) / Cicero (2), Dejagah (1), Diego (2)
Beste Spieler: Sahin, Kagawa / Benaglio

Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:0)

Ruud van Nistelroy ärgert sich über den verpassten Sieg mit dem HSV

Ruud van Nistelroy ärgert sich über den verpassten Sieg mit dem HSV

Armin Veh überraschte mit einer Umstellung seiner Offensivabteilung: Piotr Trochowski übernahm von Paolo Guerrero die Zehner-Position hinter dem einzigen Stürmer Ruud van Nistelrooy. Dafür wich Guerrero auf den linken Flügel aus, Jonathan Pitoipa kam über rechts, Eljero Elia musste auf die Bank. Mladen Petric, der noch beim 4:0 am 1. Mai beim vergangenen Saisonspiel mit einem Doppelpack erfolgreich war, gehörte gar nicht zum Kader. Nach den Unstimmigkeiten um seinen geplatzten Wechsel zum VfB Stuttgart laboriert der kroatische Stürmer an einer Oberschenkelblessur.

Guerrero brachte vor 54.099 Zuschauern zunächst frischen Wind über die linke Seite, wo ihn Marcell Jansen nach überstandener Kniereizung nach hinten absicherte. Der Peruaner gab in der fünften Minute den Ball scharf vor das Tor, aber van Nistelrooy rutschte knapp am Ball vorbei. Der HSV war zwar feldüberlegen, musste aber bei einem Konter in der 25. Minute fast das Gegentor hinnehmen. Christian Eigler, der auf der rechten Seite Mike Frantz ersetzte, traf mit dem linken Fuß das Lattenkreuz. Genauso brenzlig war der Konter über Julian Schieber, der auf Albert Bunjaku nur wenige Meter vorm Tor ablegte. Der Schweizer säbelte frei vor Frank Rost über den Ball.

Dieter Hecking, der vor eineinhalb Jahren den neuen HSV-Co-Trainer Michael Oenning abgelöst hatte, stellte seine Elf gut auf die offensiven Hanseaten ein. Für den 20 Jahre alten Standardspezialisten Mehmet Ekici, der sich beim U-21-Länderspiel am Oberschenkel verletzt hatte, kehrte Ilkay Gündogan ins Team zurück. Der 18 Jahre alte Israeli Almog Cohen zeigte in seinem ersten Bundesliga-Spiel gute Ansätze.

Ihre beste Chance bis zur Pause hatten die Gastgeber zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Als van Nistelroy acht Meter vor der Torlinie auf Zé Roberto ablegte, zog der Brasilianer den Ball am Pfosten vorbei. Der Halbzeitpfiff wurde von einem ersten Pfeifkonzert der Hamburger Fans begleitet. In der 51. Minute verlängerte van Nistelrooy eine Ecke, doch Heiko Westermann verpasste frei vor dem Gehäuse.

Veh beendete nach einer Stunde das Experiment mit Trochowski und wechselte Elia für die linke Außenbahn ein. Das Führungstor gelang dann nach einer Standardsituation: Zé Roberto gab eine Ecke herein, die Mathijsen unhaltbar über die Linie drückte. Die Hamburger legten aber nicht nach und mussten nach einem von Rost an Schieber verschuldeten Elfmeter noch den unnötigen Ausgleich hinnehmen.

Hamburger SV: Rost – Demel, Westermann, Mathijsen, Jansen – Jarolim (86. Kacar), Zé Roberto – Guerrero, Trochowski (56. Elia), Pitroipa (86. Choupo-Moting) – van Nistelrooy
1. FC Nürnberg: Schäfer – Judt, Nilsson, Wolf, Pinola – Eigler, Simons – Cohen (80. Vidosic), Gündogan (68. Frantz), Bunjaku (68. Hegeler) – Schieber
Schiedsrichter: Wingenbach (Diez)
Zuschauer: 54.099
Tore: 1:0 Mathijsen (61.), 1:1 Pinola (82./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Demel (1), Kacar (1), Trochowski (1) / Nilsson (1), Pinola (1), Wolf (2)
Beste Spieler: Zé Roberto / Pinola
 

1899 Hoffenheim – FC Schalke 04 2:0

Schalkes Trainer Felix Magath versucht seine Mannschaft vergebens zu unterstützen

Schalkes Trainer Felix Magath versucht seine Mannschaft vergebens zu unterstützen

 Der FC Schalke 04 steckt auch nach seinen neuen Millionen-Investitionen in der Krise. Der Rekordtransfer von Klaas Jan Huntelaar für 14 Millionen Euro zahlte sich noch nicht aus. Der Niederländer hatte bei seinem Debüt in der Bundesliga kein Glück beim Torabschluss.

Ganz anders die Hoffenheimer: Die Kraichgauer verteidigten dank der Tore von Isaac Vorsah und Sejad Salihovic durch den dritten Saisonsieg die Tabellenführung. "Ich bin begeistert. Wir haben alles richtig gemacht. Das ist ein Bilderbuchstart", sagte 1899-Torwart Tom Starke. Sein Trainer Ralf Rangnick war nicht so euphorisch und bemängelte die weniger gute erste Halbzeit.

Trotz der Niederlage sprach Schalke-Coach Magath von einem "guten Spiel" seiner Mannschaft – und hatte nicht einmal unrecht. Keine zehn Minuten waren gespielt, da hatte Huntelaar die große Chance auf sein erstes Bundesligator. Aus gut zehn Metern schoss der Niederländer unbedrängt vorbei. Zuvor waren schon früh die Schalker Unzulänglichkeiten sichtbar geworden: Vedad Ibisevic enteilte dem unerwartet als rechten Verteidiger eingesetzten Christoph Metzelder, strauchelte aber, bevor er zum Schuss ansetzen konnte.

Der Bundestrainer Joachim Löw konnte mit seinem Assistenten Hansi Flick anschließend durchaus eine stabilere Schalker Mannschaft sehen. Die besseren Chancen hatten aber die cleveren Hoffenheimer. Demba Ba zielte über das Tor. Neuer zeigte gegen Ibisevic zweimal seine ganze Klasse. Gegen den Kopfball von Vorsah nach Flanke von Andreas Beck war auch Deutschlands Nummer 1 machtlos.

Und die Schalker? Bessere Ansätze waren erkennbar. Im Sturm zeigte sich Raul spielfreudig, auch das Zusammenspiel mit dem ehemaligen Madrider Kollegen Huntelaar funktionierte schon leidlich. Doch auf Tore wartete Schalke vergeblich.

Mit Joel Matip für Metzelder und Alexander Baumjohann für Edu wollte Magath nach dem Seitenwechsel die Wende einleiten. Doch das Bild blieb das gleiche. Hoffenheim setzte S04 zu. Ibisevic war bei seinen Chancen zu sorglos und im Aufbau zu verspielt. Als Schalke dem Ausgleich ganz nah kam, standen bei einem Huntelaar-Kopfball 1899-Torwart Tom Starke und die Latte im Weg. Ein Aufbäumen konnten die Schalker in der Schlussphase nicht initiieren. Neuer hatte bei dem finalen Freistoß in der Nachspielzeit von Salihovic sogar das Nachsehen und musste das 0:2 hinnehmen.

Die Schalker fahren nun mit denkbar geringem Selbstvertrauen zum Champions-League-Auftakt am Dienstag zu Olympique Lyon – und dann kommt mitten in der Findungsphase im nächsten Bundesliga-Spiel ausgerechnet Borussia Dortmund. "In der Champions League können wir vielleicht etwas wettmachen. In der Bundesliga ist es brisant. Wir wissen, was da auf dem Spiel steht", sagte der enttäuschte Manuel Neuer.

1899 Hoffenheim: Starke – Beck, Simunic, Vorsah, Compper – Weis (89. Rudy), Luiz Gustavo, Salihovic – Mlapa (68. Vukcevic), Ibisevic, Ba (77. Sigurdsson)
FC Schalke 04: Neuer – Metzelder (46. Matip), Höwedes, Plestan, Sarpei – Rakitic (79. Jurado), Jones – Moritz, Raul, Edu (46. Baumjohann) – Huntelaar
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Vorsah (37.), 2:0 Salihovic (90.+3)
Gelbe Karten: Mlapa (1) / Jones (2)
Beste Spieler: Salihovic, Vorsah / Neuer, Jones

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Geduld

    ...auch mit magath muss "seine" Mannschaft erst zusammenwachsen... es gibt einen noch 3 Jahresplan.... warten wir die 2. Saisonhälfte ab...die Ansätze sind sehr gut...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Naja, darüber kann mal wohl streiten. Eine junge Mannschaft, die sich letzte Saison buchstäblich den A.... aufgerissen hat wurde zerpflügt, zudem die komplette Verteidigung auseinander genommen.

    Wenn Sie von 3-Jahresplan reden, was meinen Sie dann damit? In Saison eins mit einer sympatischen (das sage ich als Bayernfan) Mannschaft Zweiter werden, in Saison 3, nach bisher null Punkten, evtl. mit Müh und Not in europäische Ränge rutschen (die Abwehr ist einfach katastrophal)...und wenn dies nicht gelingt? Dann ist in Saison drei wohl Ende mit der überschuldeten Truppe. Bei dieser Schuldenmasse nutzen alle Fananleihen und gegebenenfalls "Zuschüsse" der Stadt Gelsenkirchen nichts mehr.

    Ich hoffe ja ernsthaft, dass es irgendwann mal ein zweiter Verein neben Bayern schafft auch langfristig im internationalen Geschäft eine recht konstante Leistung zu bringen. Bisher sieht's leider nicht so aus.

    Naja, an Kaisers Geburtstag: Schau mer mal :-).

    Naja, darüber kann mal wohl streiten. Eine junge Mannschaft, die sich letzte Saison buchstäblich den A.... aufgerissen hat wurde zerpflügt, zudem die komplette Verteidigung auseinander genommen.

    Wenn Sie von 3-Jahresplan reden, was meinen Sie dann damit? In Saison eins mit einer sympatischen (das sage ich als Bayernfan) Mannschaft Zweiter werden, in Saison 3, nach bisher null Punkten, evtl. mit Müh und Not in europäische Ränge rutschen (die Abwehr ist einfach katastrophal)...und wenn dies nicht gelingt? Dann ist in Saison drei wohl Ende mit der überschuldeten Truppe. Bei dieser Schuldenmasse nutzen alle Fananleihen und gegebenenfalls "Zuschüsse" der Stadt Gelsenkirchen nichts mehr.

    Ich hoffe ja ernsthaft, dass es irgendwann mal ein zweiter Verein neben Bayern schafft auch langfristig im internationalen Geschäft eine recht konstante Leistung zu bringen. Bisher sieht's leider nicht so aus.

    Naja, an Kaisers Geburtstag: Schau mer mal :-).

  2. Naja, darüber kann mal wohl streiten. Eine junge Mannschaft, die sich letzte Saison buchstäblich den A.... aufgerissen hat wurde zerpflügt, zudem die komplette Verteidigung auseinander genommen.

    Wenn Sie von 3-Jahresplan reden, was meinen Sie dann damit? In Saison eins mit einer sympatischen (das sage ich als Bayernfan) Mannschaft Zweiter werden, in Saison 3, nach bisher null Punkten, evtl. mit Müh und Not in europäische Ränge rutschen (die Abwehr ist einfach katastrophal)...und wenn dies nicht gelingt? Dann ist in Saison drei wohl Ende mit der überschuldeten Truppe. Bei dieser Schuldenmasse nutzen alle Fananleihen und gegebenenfalls "Zuschüsse" der Stadt Gelsenkirchen nichts mehr.

    Ich hoffe ja ernsthaft, dass es irgendwann mal ein zweiter Verein neben Bayern schafft auch langfristig im internationalen Geschäft eine recht konstante Leistung zu bringen. Bisher sieht's leider nicht so aus.

    Naja, an Kaisers Geburtstag: Schau mer mal :-).

    Antwort auf "Geduld"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Als BVB-Fan kann ich Ihnen Hoffnung machen, das die junge und ambitionierte Mannschaft der Borussia in den nächsten Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz für den FC Bayern wiedererstärken wird.

    Was der BVB sich in den letzten Jahren aufgebaut hat und derzeit mit seiner jungen, dynamischen Mannschaft bietet macht mich als Fan glücklich und gibt großen Anlass auf eine erfolgreiche Zukunft :)

    Als BVB-Fan kann ich Ihnen Hoffnung machen, das die junge und ambitionierte Mannschaft der Borussia in den nächsten Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz für den FC Bayern wiedererstärken wird.

    Was der BVB sich in den letzten Jahren aufgebaut hat und derzeit mit seiner jungen, dynamischen Mannschaft bietet macht mich als Fan glücklich und gibt großen Anlass auf eine erfolgreiche Zukunft :)

  3. Frankfurt hat verdient gewonnen! Wunderbares Spiel

  4. Als BVB-Fan kann ich Ihnen Hoffnung machen, das die junge und ambitionierte Mannschaft der Borussia in den nächsten Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz für den FC Bayern wiedererstärken wird.

    Was der BVB sich in den letzten Jahren aufgebaut hat und derzeit mit seiner jungen, dynamischen Mannschaft bietet macht mich als Fan glücklich und gibt großen Anlass auf eine erfolgreiche Zukunft :)

    Antwort auf "Ansätze?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich mag den BVB selbst als Bayernfan. Ob es nun an Trainer liegt oder auch nicht...letztlich ist's egal. Ich finde die Jugendarbeit auch wirklich gut, aber trotzdem denke ich, dass es wohl noch Jahrzenhte dauert, bis eine international konstante Truppe entsteht.

    • tom310
    • 12.09.2010 um 7:30 Uhr

    Bremen könnte schon seit Jahren auf dem Niveau Bayerns spielen, doch jedes Mal, wenn sich eine Mannschaft gefunden hatte, wurden zentrale Spieler verkauft. Dies ist nicht Schuld Bremens, denn wenn der Spieler gehen will, ist man als Verein recht machtlos. Man fand zwar immer einen adäquaten Ersatz, aber der so konnte Bremen sein Niveau halten aber nicht verbessern.
    Noch ist Dortmund nicht erfolgreich genug, um Begehrlichkeiten anderer Vereine zu wecken. Und wenn Madrid, barcelona oder ManUtd anklopfen werden Sahin und Co wohl kaum zu halten sein. Man sieht an Wolfsburgs Dzeko, Bremens Özil oder Hoffenheims Sturm, dass Begehrlichkeiten einen Spieler durchaus hemmen können. Außerdem kann Dortmund Offerten jenseits der 10 Mio Euro-Grenze schon aus rein wirtschaftlicher Vernunft kaum ablehen, dafür sind die Altlasten zu schwer.

    Ich mag den BVB selbst als Bayernfan. Ob es nun an Trainer liegt oder auch nicht...letztlich ist's egal. Ich finde die Jugendarbeit auch wirklich gut, aber trotzdem denke ich, dass es wohl noch Jahrzenhte dauert, bis eine international konstante Truppe entsteht.

    • tom310
    • 12.09.2010 um 7:30 Uhr

    Bremen könnte schon seit Jahren auf dem Niveau Bayerns spielen, doch jedes Mal, wenn sich eine Mannschaft gefunden hatte, wurden zentrale Spieler verkauft. Dies ist nicht Schuld Bremens, denn wenn der Spieler gehen will, ist man als Verein recht machtlos. Man fand zwar immer einen adäquaten Ersatz, aber der so konnte Bremen sein Niveau halten aber nicht verbessern.
    Noch ist Dortmund nicht erfolgreich genug, um Begehrlichkeiten anderer Vereine zu wecken. Und wenn Madrid, barcelona oder ManUtd anklopfen werden Sahin und Co wohl kaum zu halten sein. Man sieht an Wolfsburgs Dzeko, Bremens Özil oder Hoffenheims Sturm, dass Begehrlichkeiten einen Spieler durchaus hemmen können. Außerdem kann Dortmund Offerten jenseits der 10 Mio Euro-Grenze schon aus rein wirtschaftlicher Vernunft kaum ablehen, dafür sind die Altlasten zu schwer.

  5. Ich mag den BVB selbst als Bayernfan. Ob es nun an Trainer liegt oder auch nicht...letztlich ist's egal. Ich finde die Jugendarbeit auch wirklich gut, aber trotzdem denke ich, dass es wohl noch Jahrzenhte dauert, bis eine international konstante Truppe entsteht.

    Antwort auf "@Raoul_Duke:"
  6. Deutschland muss sich keine Sorgen um seine Torhüter machen. Butt und Wiese waren überragend!
    Naja, hoff mer mal, dass die Bayern diese Saison den Clubs zeigen, dass Geld (Schalke)allein keine Tore schießt. Nachwuchsarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Müller, Badstuber, Schweinsteiger, Contento, Lahm,...
    Also pack mers!
    Weil: Mia san mia :)

    • tom310
    • 12.09.2010 um 7:30 Uhr

    Bremen könnte schon seit Jahren auf dem Niveau Bayerns spielen, doch jedes Mal, wenn sich eine Mannschaft gefunden hatte, wurden zentrale Spieler verkauft. Dies ist nicht Schuld Bremens, denn wenn der Spieler gehen will, ist man als Verein recht machtlos. Man fand zwar immer einen adäquaten Ersatz, aber der so konnte Bremen sein Niveau halten aber nicht verbessern.
    Noch ist Dortmund nicht erfolgreich genug, um Begehrlichkeiten anderer Vereine zu wecken. Und wenn Madrid, barcelona oder ManUtd anklopfen werden Sahin und Co wohl kaum zu halten sein. Man sieht an Wolfsburgs Dzeko, Bremens Özil oder Hoffenheims Sturm, dass Begehrlichkeiten einen Spieler durchaus hemmen können. Außerdem kann Dortmund Offerten jenseits der 10 Mio Euro-Grenze schon aus rein wirtschaftlicher Vernunft kaum ablehen, dafür sind die Altlasten zu schwer.

    Antwort auf "@Raoul_Duke:"
  7. dieser erneuten Verletzung wieder in die Nationalelf zurück kämpfen kann, weil er zur alten Form zurück findet, dann Chapeau!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service