München 2018 Bogner gibt Amt als Olympia-Manager auf

Der Mode-Unternehmer Willy Bogner hat sein Amt als Vorsitzender der Münchner Olympia-Bewerbung niedergelegt. Anlass ist eine Erkrankung des Managers.

Willy Bogner (Bild vom Juli)

Willy Bogner (Bild vom Juli)

Er wollte die Region München zum Austragungsort für die Winterspiele 2018 machen. Doch nun verlässt der 68-jährige Bogner aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten in der Bewerbungsgesellschaft mit sofortiger Wirkung. Bisher war er Chef der Geschäftsführung gewesen. "Meine Erkrankung ist doch ernster als angenommen", erläuterte Bogner seine Entscheidung.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte er mitgeteilt, an einer Darmerkrankung zu leiden. Nun hätten ihm seine Ärzte von längeren Auslandsreisen dringend abgeraten, sagte Bogner und bat die Bewerbungsgesellschaft am Montag, ihn von seinem Amt zu entbinden.

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Als Nachfolger des Mode-Unternehmers ernannte die Münchner Olympia-Bewerbung Bernard Schwank, bisher einer der beiden Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft. "Zusammen mit unserem hervorragenden Bewerbungsteam werden wir dem IOC ein zukunftsweisendes Konzept für freundliche Olympische und Paralympische Winterspiele 2018 bieten", kündigte Schwank zur Übernahme der neuen Verantwortung an.

Im Juli 2011 entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Vergabe der Winterspiele. Neben München, das bereits 1972 Austragungsort von Sommerspielen war, kandidieren das französische Annecy und das südkoreanische Pyeongchang.

Die Präsentation der Bewerbung soll von nun an in der Hand der zweimaligen Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt liegen. "Meine vielen Gespräche mit IOC-Mitgliedern zeigen mir, dass wir gut im Rennen liegen, dass es aber auch noch viel zu tun gibt", erklärte Witt.

Bogner soll künftig im Aufsichtsrat vertreten sein und der Bewerbung weiter mit Rat vor allem in den Bereichen Marketing und Kommunikation zur Seite stehen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Dann mal gute Besserung!

    Die Spiele sollten nach Deutschland kommen, wenn es sich "für alle" rechnet. Was mir bei Großveranstaltungen dieser Art aufstößt, sind die Institutionen die dahinter stehen.

    Wenn man sieht, wie öffentliches Zuschauen, bei der WM in Deutschland reglementiert, oder die kleinen Händler in Süd-Afrika gegängelt wurden, dann nützen diese Veranstaltungen meist nur wenigen. Aber die Allgemeinheit subventioniert, unter dem Mantel des Prestige.

    Mir persönlich erschließt sich auch nicht, warum ein Jacques Rogge, oder ein Schlumpf Blatter sich erdreisten, Regelungen bei WM/Spielen zu erlassen, die nichts mit dem organisatorischen, sondern mit dem finanzellen Aspekt zu tun haben.

  2. Möglicherweise ist die Entscheidung, für diese Bewerbung nicht mehr an vorderster Front zu stehen, der beste Schritt zur Genesung. Auch Bogner dürfte gemerkt haben, daß seine Liebe zum Wintersport nicht bei allen Beteiligten zur Erwärmung für das Vorhaben an sich ausreicht. Vielleicht sind die Ursachen seiner "Bauchschmerzen" auch darin begründet. Als waschechtem Bayer werden die ablehnenden Stimmen nicht so ganz spurlos an ihm vorbei gegangen sein. So dürfte ihm die nun zugedachte Rolle einerseits den Vorwurf des "Kneifens" wie auch andererseits die eventuell zunehmende Konfrontation mit der Bevölkerung in direktem Kontakt ersparen.
    Jetzt eine Charme Offensive mit Katarina Witt zu starten, ist bei der derzeitigen "Akzeptanz" des Vorhabens bei den Betroffenen nachvollziehbar, ersetzt aber nicht die bereits gemachten Fehler bei der Einbindung und Vorbereitung sowie Durchführung der Bewerbung. Dieses Eis könnte für unsere "Kati" noch ein sehr glattes und dünnes werden.

  3. Für uns Garmischer eine Erlösung! So bedauerlich der Gesundheitszustand von WB sicherlich ist, so erfreulich, dass nunmehr die über alles thronende Gallionsfigur diesen Spuk einer unverantwortlichen Olympia-Schnapsidee nicht länger fortschreibt. Wir im Werdenfelser Land betreiben keinen Ausverkauf unserer Heimat, damit sich einige wenige Leute die Taschen vollmachen und uns und unseren Kindern eine unverantwortbare Hinterlassenschaft bereiten. Olympia in Garmisch-Partenkirchen - NEIN DANKE.

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