Ryder CupEuropäer gewinnen Wasserschlacht gegen die USA

Europa setzt seine Dominanz im Ryder Cup fort – Golf-Weltstar Woods steckt weiter in der Krise. Mit Martin Kaymer kann seit 2002 erstmalig wieder ein Deutscher feiern.

Eruopas Graeme McDowell nach dem Sieg-Put

Eruopas Graeme McDowell nach dem Sieg-Put

Mehr als 750 Millionen Fernsehzuschauer weltweit verfolgten den Sieg-Put, mit dem der Nordire Graeme McDowell den Europäern den zwölften Triumph in der Ryder-Cup-Geschichte sicherte. Im letzten von 28 Matches brachte das Par am 17. Grün die Entscheidung.

Nach tagelangem Dauerregen gewann das Team von Kapitän Colin Montgomerie bei strahlendem Sonnenschein im walisischen Newport mit 14,5:13,5. Für Europas Golfer um den deutschen Star Martin Kaymer ist es der zwölfte Titel.

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Kaymer ist der erste deutsche Ryder-Cup-Sieger seit Bernhard Langer 2002. Erstmals seit seiner Premiere 1927 musste das Finale mit den 12 Einzeln wegen der heftigen Regenfälle auf einen Montag verlegt werden. Den USA hätten als Titelhalter schon 14 der 28 zu vergebenden Punkte aus insgesamt 28 Matches zum Sieg genügt. Den Sieg sicherte der Nordire Graeme McDowell im letzten von 28 Matches mit der letzten Ballumdrehung zum Par am 17. Grün.

Mit dem 38. Ryder Cup holen sich die Europäer zudem den neunten Sieg in den letzten dreizehn Turnieren. Diese jüngste Dominanz folgt auf eine lange Zeit – 58 Jahre – in der bis auf dreimal stets die Amerikaner triumphierten. 

Der amerikanische Golf-Star Tiger Woods war erneut lediglich ein Schatten seiner selbst und konnte sich nicht aus seiner anhaltenden Formkrise befreien. Im Aufgebot von US-Kapitän Corey Pavin spielte der einst übermächtige Golfer nur noch eine Nebenrolle.

In Newport war er nur dabei, weil ihm US-Kapitän Corey Pavin eine Wildcard gegeben hatte. Aber nach der bittersten Vierer-Niederlage seiner Ryder-Cup-Karriere beim sechsten Start am Sonntag fand sich Woods bei den entscheidenden zwölf Einzeln am Montag erst an achter Stelle wieder – im Einsatz gegen den italienischen Debütanten Francesco Molinari.

Auch die einst so beeindruckende Körpersprache Woods' wirkte nur noch wie ein Schatten von gestern. "Ich danke Corey, dass er mich ausgewählt hat. Aber es macht keinen Unterschied, wie ich ins Team gekommen bin. Der Druck ist der gleiche, ich will den Titel gewinnen", lautete Woods vollmundiges Credo vor dem Start.

Knapp zwei Monate vor dem Ryder Cup hatte Woods sportlich den absoluten Tiefpunkt erreicht und die Krise nicht mehr auffangen können. "Ich finde es schon sehr erstaunlich, wie schnell Tiger in der öffentlichen Wahrnehmung vom Messias zu einem Spieler geworden ist, der schon abgeschrieben ist", sagte Tigers neuer Coach Sean Foley der New York Times . "Tiger ist erst 34, ihm bleiben sicher noch zwölf Jahre. Ich weiß nicht, wie viele Majors er am Ende seiner Karriere auf dem Konto haben wird, es werden aber bestimmt mehr als 18 sein. Ich tippe auf 22 oder 23." Seinen Trainer Hank Haney hatte Woods zuvor entlassen, konnte aber trotzdem oder gerade deswegen nicht ein Turnier während der Saison gewinnen.

Zwei vierte Major-Plätze beim Masters und den US Open waren die besten Ergebnisse, die er zuletzt vorweisen konnte. Seit 620 Wochen insgesamt und 278 ohne Unterbrechung führt Woods die Weltrangliste an. Aber nur, weil sein ewiger Konkurrent Phil Mickelson zwölfmal in diesem Jahr die Chance verpasste, Woods vom Thron zu stoßen.
 

 
Leserkommentare
    • tom310
    • 05.10.2010 um 0:55 Uhr

    Nee, sorry. Vielleeicht sollte Sie nicht alle Meldungen von dpa ungelesen veröffentlichen. Tiger Woods hat 3 seiner 4 Spiele gewonnen, die Niederlage am Sonntag war in einem "Foursome", etwas das ihm einfach nicht liegt. Er war mit/neben Steve Stricker der einzige Amerikaner, der wirklich überzeugt hat.

  1. so kommt es einem vor wenn man diesen auch inhaltlich falschen Artikel liest.
    Das Thema Ryder Cup... der Inhalt hauptsächlich die allgemeine Formschwäche des Herrn Woods. Der,nebenbei bemerkt,am Montag die stärkste Runde seine Teams gespielt hat (8 unter Par nach Loch 15)
    Der beschriebene Sieg Put an Loch 17 hat auch nicht stattgefunden (Mahan hat geschenkt) etc.pp.
    Allerding befindet sich die Zeit hier in guter "Gesellschaft" ich habe noch selten so viele inhaltlich falsche Artikel gelesen wie über das Ryder Cup Finale. Anscheinend ist es heute zu viel verlangt das sich die Autoren mit der Materie beschäftigen über die sie schreiben. Ich kann mich hier überwiegend meinem Vorposter anschliessen (bis auf den Faktor das mich im US Team auch S.Cink über weite Strecken überzeugt hat)
    Lasst es doch lieber bleiben anstatt solche Nonsens Artikel zu veröffentlichen.

  2. Die ersten zwei Kommentare zeigen ja schon, dass sich der Autor mit dem Inhalt so überhaupt nicht befasst hat. So zu tun, als hätte man gemeinsam mit 750 Mio Zuschauern auf der 17 einen Sieg-Put gesehen, macht den Autor vor eben so vielen Zuschauern zum offenkundigen Unwahrheit-Erzähler. Was soll das?
    Auch der Begriff "Wasserschlacht" ist lustig und passt auf das Spiel Deutschland-Polen bei der Fußball-WM 1974. Gut es hat am Wochenende geregnet! Heftig sogar, so dass auf Montag ausgewichen werden mußte. Da gab es dann allerdings viel vom blauen Himmel zu sehen. Oder meinte der Autor mit "Wasserschlacht" die Momente, bei denen Martin Kaymer den Ball bei einer Bahn nicht so erfolgreich versuchte aus dem flachen Wasser zu schlagen? War das Niveau auf dieser Seite immer so bescheiden?

    • otd
    • 05.10.2010 um 12:42 Uhr

    Habe am Wochenende und am Montag den Ryder Cup bei Sky gesehen. Der Autor dieses Artikel nicht.

  3. das ist mir beim ersten Lesen und Kommentieren ja untergegangen....
    Ich hatte 750 Millionen Mitseher gestern. Unglaublich!
    3/4 aller US Amerikaner und Europäer gemeinsam vor der Glotze!
    Ca. 13 % der Weltbevölkerung sahen die Entscheidung einer Randsportart... an einem Montagmittag.
    Wirklich eine Tolle Sache!
    Golf wird also doch noch zur Massenbewegung
    *Ironiemodus aus*

    Wer saugt sich bloss so Blödsinnige Zahlen aus den Fingern (neben den o.a. inhaltlichen Mängeln...)

    Hier von BILD Niveau zu sprechen ist ja fast schon ein Euphemismus...

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