Contra van Gaal Louis van Gaal, besoffen vor Selbstliebe

Die Erfolge von Thomas Tuchel und Jürgen Klopp zeigen es. Die Zeiten ändern sich. Autoritäre, egoistische Trainer wie Louis van Gaal haben sich überlebt. Ein Kommentar

Ein Irrer: Louis van Gaal

Ein Irrer: Louis van Gaal

Es gibt da diese nicht belegte Geschichte. Als er in der vergangenen Spielzeit Luca Toni, damals noch eine Art Star, zur Halbzeit auswechselte soll Louis van Gaal mit heruntergelassener Hose vor seiner Mannschaft in der Kabine gestanden haben. "Wisst ihr warum ich Luca Toni ausgewechselt habe?" Schweigen. "Weil ich Eier habe", sagte er und zeigte nach unten. Schweigen. Ein Irrer. Wer kann einen solchen Trainer noch ernst nehmen?

Hoeneß´ Kritik

"Es ist schwierig mit ihm zu reden, weil er anderer Leute Meinungen nicht akzeptiert", sagte der Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Sonntagabend beim Pay-TV-Sender Sky über den Bayern-Trainer Louis van Gaal. Es sei richtig gewesen, von van Gaal abgeschobene Spieler vor der Saison gehalten zu haben. Der Niederländer habe den Fehler gemacht, Akteure aus der zweiten Reihe zu lange schwach zu reden. Hoeneß ist sich allerdings sicher, dass van Gaal diese Kritik nicht annehmen wird. "Er wird sie aufnehmen und damit leben müssen", sagte er. "Ich habe mit ihm nicht mehr viel zu besprechen. Es ist ähnlich wie bei Felix Magath: Ein Fußball-Verein darf heutzutage keine One-Man-Show mehr sein", sagte Hoeneß.
 

Reaktionen

Nach der Kritik soll der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vermitteln. "Es wurde vereinbart, dass es zeitnah ein gemeinsames Gespräch zwischen Uli Hoeneß und Louis van Gaal, zusammen mit dem Vorstand und Sportdirektor Nerlinger, geben wird, um über die derzeitigen Unstimmigkeiten zu sprechen und sie aus der Welt zu schaffen", teilte der FC Bayern am Montag mit. "Wichtig ist, das wir miteinander und nicht übereinander sprechen", sagte Rummenigge. "Das ist wie bei Stuttgart 21, dass man die Parteien aufeinander zu bewegt, um eine vernünftige Basis zu finden", sagte Rummenigge zu seiner Rolle als Vermittler im öffentlichen Streit.

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer äußerte Verständnis für die Attacke von Hoeneß. "Er will aufrütteln und ein bisschen Feuer in den Laden bringen."

Weniger auskunftsfreudig reagierten die Spieler. "Das ist eine Sache zwischen Präsidium, Vorstand und dem Trainer", sagte Andreas Ottl.

van Gaals Enttäuschung

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal hat sich "sehr enttäuscht" über die Kritik seines Präsidenten Uli Hoeneß gezeigt.
"Ich bin sehr erstaunt, dass ein Präsident von einem Verein wie dem FC Bayern München in dieser schwierigen Phase mit neun verletzten Spielern das sagt, in diesem Moment", sagte der Coach des deutschen Meisters. Er sei seit etwas über einem Jahr Trainer des FC Bayern und stolz und froh darüber. Daher wolle er einem Mann wie Hoeneß, der so lange im Club sei, "nicht widersprechen".

"Das kann ich eigentlich nicht, weil ich nur ein Jahr und drei Monate hier beschäftigt bin. Aber ich finde, dass so ein Mann mit so viel Bedeutung für Bayern München auch die Konsequenzen von seinen Aussagen wissen muss", sagte van Gaal. "Ich bin auch sehr enttäuscht, dass mein Präsident so etwas sagt über mich, weil ich denke, dass eine meiner besten Qualitäten Kommunikation ist."

Autorität beruht auf Anerkennung. Wer aber kann jemanden anerkennen, der vor versammelter Mannschaft die Hosen runter lässt, der Spieler in der Öffentlichkeit anbrüllt, der seine Spieler gängelt? Beim Essen müssen sie in München aufrecht am Tisch sitzen. Das hat Kindergarten-Niveau. Damit spricht van Gaal seinen Spielern die Mündigkeit ab.

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So verwundert auch die Schelte des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß nicht. Trotz des Doubles im Vorjahr, trotz einer soeben eingetüteten Vertragsverlängerung, trotz immer noch großer Zustimmung für seinen Trainer. Seine Kritik, so klang es, galt vor allem dem Charakter Louis van Gaals.

Und Hoeneß hat Recht. Ein Mann mit dieser Persönlichkeitsstruktur hat an der Spitze einer modernen Fußballmannschaft nichts mehr verloren.

Die Krisen von Louis van Gaal und Felix Magath und der gleichzeitige Erfolg des Jürgen Klopp und Thomas Tuchel zeigen: Die autoritären Trainer haben sich überlebt. Der Fußball braucht keine Generäle, keine Diktatoren, sondern Trainer, die die Zwischentöne treffen. Was auf Spielerebene schon durch die Ausbootung vermeintlicher Leitwölfe wie Michael Ballack oder Thorsten Frings begonnen hat, wird sich auch im Trainergeschäft durchsetzen. Ein moderner Trainer überzeugt durch Einfühlungsvermögen, Kommunikation, nicht durch archaische Gesten aus der Zeit des Werner Lorant.

Ein autoritärer Führungsstil, dem die Anerkennung fehlt, erzeugt Angst. Die Spieler fürchten sich vor einem Ballverlust, oder dass sie beim Mannschaftsessen das falsche T-Shirt tragen. Aber Angst lähmt. Sie behindert nicht so sehr, dass ein solches System nicht auch erfolgreich sein kann. Wenn jedes Rädchen in das andere greift, kann ein passables Ergebnis herauskommen, auf dem Niveau des FC Bayern eben eine Meisterschaft oder ein Pokalsieg. Was in diesem Klima aber fehlt, ist die Begeisterungsfähigkeit, die positive Verrücktheit. Es fehlt der Funke, der ganz Großes möglich macht.

Es gab eine Zeit, in der van Gaals rauer Ton vielleicht der richtige war. Als es in den Mannschaften noch echte Platzhirsche gab, die dem aufmüpfigen Jungspund im Training erst einmal umgrätschten. Doch auch der Profifußball demokratisiert sich. Der Führungsstil wird partizipativer, vorwärtsgewandter. Der moderne Trainer fragt seine Spieler nach ihrer Meinung, gibt ihnen das Gefühl, teilhaben zu können. Manch ein Spieler muss nun mal getreten, manch einer gestreichelt werden. Nur so geht keiner verloren.

Van Gaal äußert sich schon seit Monaten despektierlich über einen Teil seiner Spieler. Timoschtschuk, Gomez, Demichelis. Er habe sie nicht gekauft und braucht sie eigentlich auch nicht, so klingt es. Damit profiliert sich van Gaal auf Kosten der Schwachen und handelt entgegen des Prinzips, dass eine Fußballgemeinschaft nicht nur aus elf, sondern aus mehr als zwanzig Spielern besteht. Dass es gerade Gomez, Demichelis und Timoschtschuk sind, die für die spärlichen Erfolgserlebnisse sorgen, und nicht van Gaals Mitbringsel Pranjic und Braafheid, passt da nur ins Bild.

Dazu kommt die Selbstverliebtheit. Van Gaal scheint es nicht zu verkraften, dass sich die Scheinwerfer nur auf die Spieler richten, auf die Menschen, die Fußballspiele entscheiden. Van Gaal mag keine Stars, stattdessen schiebt er sich selbst ins Rampenlicht, besoffen vor Selbstliebe. Auch in seinen Büchern berauscht sich der Niederländer an sich selbst, als wäre er es gewesen, der dem lieben Gott den Fußball entrissen und zur Erde gebracht hat. Solch ein Verhalten passt nicht mehr in die Zeit, und Louis van Gaal daher bald nicht mehr auf die Bayern-Trainerbank.

José Mourinho, der nach außen ebenfalls autoritär wirkt, wirft seine Arroganz wie ein Schutzschild über seine Spieler, nimmt sie aus dem Blickfeld und geißelt sich notfalls selbst. Van Gaal ist arrogant, nur des Selbstzweckes wegen.

Louis van Gaal – ein Glücksfall für den FC Bayern . Lesen Sie auch die Antwort auf diesen Kommentar von Oliver Fritsch.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Es mag ja manches stimmen an dem, was der Autor hier schreibt. Aber mutig ist es überhaupt nicht. Es wäre mutig gewesen, wenn der Text vor einer Woche erschienen wäre. Jetzt, nach der öffentlichen Kritik von Uli Hoeneß an van Gaal, ist es nur ein Heulen mit den Wölfen.
    Aber so ist es mit dem sog. kritischen Gewerbe des Journalismus: Immer erst abwarten, bis an weiß, woher der Wind bläst, und dann eine flammende Stellungnahme veröffentlichen.

  2. 2. Sososo

    Hallo Herr Spiller,

    Ihre Momentaufnahme gilt nur für den Augenblick. Ja, die beiden genannten Trainer sind im MOMENT erfolgreicher als van Gaal, aber was haben Tuchel und Klopp bisher erreicht?
    Der eine einen rekordverdächtigen Saisonstart, ok.
    Aber Luis van Gaals Erfolgsgeschichte lautet:

    mit Ajax Amsterdam:
    - Niederländischer Meister: 1993/94, 1994/95, 1995/96
    - Niederländischer Supercup: 1993, 1994, 1995
    - Niederländischer Pokal: 1992/93
    - UEFA-Pokal: 1991/92
    - Champions League: 1994/95
    - UEFA Super Cup: 1995
    - Weltpokal: 1995

    mit FC Barcelona:
    - Spanischer Meister: 1997/98, 1998/99
    - Spanischer Pokal: 1997/98
    - UEFA Super Cup: 1997

    mit AZ Alkmaar:
    - Niederländischer Meister: 2008/09

    mit Bayern München:
    - Deutscher Meister: 2009/10
    - DFB-Pokal: 2009/10
    - Champions League-Finalist: 2009/10
    - DFL-Supercup: 2010

    Das sind die Fakten und die zählen. jahreszeit-bedingte Panikschübe vor der Winterpause entbehren jeder Sachlage.

    Es ist gerade sein aussergewöhnlicher Charakter, der ihn so erfolgreich macht. Er mag ein Spinner, Irrer oder auch ein Alphatier oder was auch immer sein. Der springende Punkt ist: es klappt (meistens).

    ICH bin kein Bayern-Fan, denke dennoch dass sich der FCB in der Rückrunde besser zeigen wird.

    Wenn sich bei Bayern jemand überholt hat, dann der Elfmeterversager von 1976...

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    • zacc
    • 02.11.2010 um 16:32 Uhr

    Alleine das Aufzählen von van Ghaals Erfolgen reicht aber nicht als Widerlegung der These des Autors aus.

    Zum einen entstammen ja viele dieser Erfolge evtl noch aus der vermeintlichen 'alten' Zeit, als die autoritären Trainer noch gut im Geschäft waren.
    Zum anderen kommt man als Fußballtrainer bestimmt nicht nur wegen seines Trainerprofils zu Zählbarem (bzw scheitert aufgrunddessen) sondern eben auch dank persönlicher Kompetenz.

    Will sagen, vielleicht ist seine Art eine Mannschaft zu leiten ja tatsächlich von gestern und nur seine persönliche Expertise macht ihn immer noch zu einem guten Trainer.

    Wäre Hoeneß heute noch im operativen Geschäft, wäre der Vertrag mit van Gaal nicht so hopplahopp verlängert worden. In der Aufzählung der Erfolge van Gaals fällt doch auf: es gibt eine große Lücke von 10 Jahren, in denen nichts gelang.Bei Bayern war er an sich schon gescheitert - durch seinen autoritären Stil und seine Egomanie.Wie sie sich dann durch die Champions League gemogelt haben, war eben bayernlike und ansonsten der Erfolg von Robben allein.Der Vergleich des Autors mit früheren Führungsspielern wie Ballack und Frings - v.a.Ballack - ist sehr zutreffend. Das von oben herab kommt bei der jungen Generation von Spielern nicht mehr an - zum Glück.Was wäre denn mit Bayern, wenn die Entscheidungsspieler aus dem Spiel gegen Freiburg gegangen wären, dazu noch Ottl, dem es beim Club ohnehin gefallen hatte? Die U23 von Bayern ist Vorletzter, mit der ist auch kein Staat zu machen. Ergo: Hoeneß hat völlig recht. Und einen Elfmeter zu verschießen, das ist schon anderen passiert.Und im übrigen billig, es anderen vorzuwerfen.

    • Hickey
    • 02.11.2010 um 17:00 Uhr

    Aber es gibt eine Erfolgs-Lücke von 10 Jahren..zwischen 98 und 2008 ist ja nix passiert.

    Dafür gibt es sicherlich Gründe.

    Grüße aus München

    • zacc
    • 02.11.2010 um 16:32 Uhr

    Alleine das Aufzählen von van Ghaals Erfolgen reicht aber nicht als Widerlegung der These des Autors aus.

    Zum einen entstammen ja viele dieser Erfolge evtl noch aus der vermeintlichen 'alten' Zeit, als die autoritären Trainer noch gut im Geschäft waren.
    Zum anderen kommt man als Fußballtrainer bestimmt nicht nur wegen seines Trainerprofils zu Zählbarem (bzw scheitert aufgrunddessen) sondern eben auch dank persönlicher Kompetenz.

    Will sagen, vielleicht ist seine Art eine Mannschaft zu leiten ja tatsächlich von gestern und nur seine persönliche Expertise macht ihn immer noch zu einem guten Trainer.

    Wäre Hoeneß heute noch im operativen Geschäft, wäre der Vertrag mit van Gaal nicht so hopplahopp verlängert worden. In der Aufzählung der Erfolge van Gaals fällt doch auf: es gibt eine große Lücke von 10 Jahren, in denen nichts gelang.Bei Bayern war er an sich schon gescheitert - durch seinen autoritären Stil und seine Egomanie.Wie sie sich dann durch die Champions League gemogelt haben, war eben bayernlike und ansonsten der Erfolg von Robben allein.Der Vergleich des Autors mit früheren Führungsspielern wie Ballack und Frings - v.a.Ballack - ist sehr zutreffend. Das von oben herab kommt bei der jungen Generation von Spielern nicht mehr an - zum Glück.Was wäre denn mit Bayern, wenn die Entscheidungsspieler aus dem Spiel gegen Freiburg gegangen wären, dazu noch Ottl, dem es beim Club ohnehin gefallen hatte? Die U23 von Bayern ist Vorletzter, mit der ist auch kein Staat zu machen. Ergo: Hoeneß hat völlig recht. Und einen Elfmeter zu verschießen, das ist schon anderen passiert.Und im übrigen billig, es anderen vorzuwerfen.

    • Hickey
    • 02.11.2010 um 17:00 Uhr

    Aber es gibt eine Erfolgs-Lücke von 10 Jahren..zwischen 98 und 2008 ist ja nix passiert.

    Dafür gibt es sicherlich Gründe.

    Grüße aus München

  3. Wenn ich Journalist wäre und müßte mich an solche Schlammschlachten beteiligen, dann würde ich meinen Beruf an den Nagel hängen.

  4. `
    Trainer, die nach Otmar Hitzfeld (der Idealbesetzung) kamen,
    eigentlich eingestellt hat!

    Franz Beckenbauer? Helmut Markwort? Fritz Scherer?

    Hört sich immer so an, als wären die Entscheidungen an ihm vorbeigelaufen.

    Jeder BILD- und auch ZEIT-Leser weiß, was es bedeutet jemanden einzustellen, der sich von seinen Töchtern Siezen lässt!

    Dazu muss man nicht erst eine Wurstfabrik gründen!

    Wo bleiben die (fußballerischen) Instinkte?

    Eine Leser-Empfehlung
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    • joppo
    • 03.11.2010 um 9:36 Uhr

    Ok Louis hat eine schraube locker, aber er ist einer der besten trainer der welt!

    Gruss aus den Neiderlande.

    • joppo
    • 03.11.2010 um 9:36 Uhr

    Ok Louis hat eine schraube locker, aber er ist einer der besten trainer der welt!

    Gruss aus den Neiderlande.

  5. ...sind die Spieler. Und von denen hat sich noch keiner negativ über van Gaal geäußert. Auch die Ersatzspieler nicht (außer vielleicht Demichelis).

    Das ist, bedenkt man die Egos der Bayernspieler und die Medienlandschaft in München, außergewöhnlich.

    Van Gaal hat eine von der WM müdegespielte Truppe, seine 2 besten Spieler fehlen seit Monaten. Er hat vor der Saison keine neuen Spieler verpflichtet, was bedeutet, dass er auch Spielern wie Gomez, Timoschtschuk und Demichelis vertraut.

    Gegen Ende der letzten Saison hat Bayern den wohl schönsten Fußball in Europa gespielt, Jose Mourinho bemüht sich nicht einmal annährend attraktiv spielen zu lassen sondern nutzt sein herausragendes Spielermaterial um schönen Fußball zu verhindern. Taktisch clever, aber nicht sehr ansehnlich.

    Ich bin schon ein bisschen erstaunt über die harsche Kritik am angeblichen Egomanen Louis van Gaal. Selbstverständlich ist er über die Maßen selbstbewusst. Er muss ja einem Haufen von 20 Spielern vorstehen, in einem Profiumfeld in dem "ein Ego, groß wie einen Scheunentor als Tugend gilt" (H.A.Schumacher)

  6. ...zu dem sie diesen Artikel veröffentlichen ohne ein Risiko einzugehen.

    Alleine schon der Vergleich von Felix Magath und LvG verbietet sich, da gibt es solch himmelweite Unterschiede in Menschenführung, Trainingsgestaltung, Kaderzusammenstellung und und und...

    Der autoritäre Trainer ist also tot? In welchem Kontext sind denn die jüngsten Erfolge von van Gaal, Mourinho, Ferguson und Co. zu sehen?

    Aber Gott sei Dank haben ein Tuchel und Klopp ja bereits alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, mehr muss man zu diesem Quatsch eigenlich gar nicht schreiben.

    Abgerechnet wird am Ende der Saison, mal sehen was für einen Artikel sie dann schreiben...

    • zacc
    • 02.11.2010 um 16:32 Uhr

    Alleine das Aufzählen von van Ghaals Erfolgen reicht aber nicht als Widerlegung der These des Autors aus.

    Zum einen entstammen ja viele dieser Erfolge evtl noch aus der vermeintlichen 'alten' Zeit, als die autoritären Trainer noch gut im Geschäft waren.
    Zum anderen kommt man als Fußballtrainer bestimmt nicht nur wegen seines Trainerprofils zu Zählbarem (bzw scheitert aufgrunddessen) sondern eben auch dank persönlicher Kompetenz.

    Will sagen, vielleicht ist seine Art eine Mannschaft zu leiten ja tatsächlich von gestern und nur seine persönliche Expertise macht ihn immer noch zu einem guten Trainer.

    Antwort auf "Sososo"
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    Moin,

    "Alleine das Aufzählen von van Ghaals Erfolgen reicht aber nicht als Widerlegung der These des Autors aus."

    Beweisen muss man hier gar nichts - das mal vorweg!
    Die These, dass "Führungskräfte" von heute nicht mehr authoritär agieren sollen, wird tagein tagaus durch das Versagen in allen Branchen und Bereichen verdeutlicht.
    Fühlen und Spühren, statt führen und sühnen, ich kenn' die Leier..

    "Zum einen entstammen ja viele dieser Erfolge evtl noch aus der vermeintlichen 'alten' Zeit, als die autoritären Trainer noch gut im Geschäft waren."
    Ist Mourinho auch aus dem Geschäft? Der ist ähnlich erfolgreich!

    "Zum anderen kommt man als Fußballtrainer bestimmt nicht nur wegen seines Trainerprofils zu Zählbarem (bzw scheitert aufgrunddessen) sondern eben auch dank persönlicher Kompetenz.
    Will sagen, vielleicht ist seine Art eine Mannschaft zu leiten ja tatsächlich von gestern und nur seine persönliche Expertise macht ihn immer noch zu einem guten Trainer."
    Van Gaal wird nach dem Rausschmiss anderswo sein Können zum Besten geben, egal was der FCB-Pöbel schreit :)

    Moin,

    "Alleine das Aufzählen von van Ghaals Erfolgen reicht aber nicht als Widerlegung der These des Autors aus."

    Beweisen muss man hier gar nichts - das mal vorweg!
    Die These, dass "Führungskräfte" von heute nicht mehr authoritär agieren sollen, wird tagein tagaus durch das Versagen in allen Branchen und Bereichen verdeutlicht.
    Fühlen und Spühren, statt führen und sühnen, ich kenn' die Leier..

    "Zum einen entstammen ja viele dieser Erfolge evtl noch aus der vermeintlichen 'alten' Zeit, als die autoritären Trainer noch gut im Geschäft waren."
    Ist Mourinho auch aus dem Geschäft? Der ist ähnlich erfolgreich!

    "Zum anderen kommt man als Fußballtrainer bestimmt nicht nur wegen seines Trainerprofils zu Zählbarem (bzw scheitert aufgrunddessen) sondern eben auch dank persönlicher Kompetenz.
    Will sagen, vielleicht ist seine Art eine Mannschaft zu leiten ja tatsächlich von gestern und nur seine persönliche Expertise macht ihn immer noch zu einem guten Trainer."
    Van Gaal wird nach dem Rausschmiss anderswo sein Können zum Besten geben, egal was der FCB-Pöbel schreit :)

  7. ...ich empfinde diesen Artikel als ein wenig...ähm...ja was den eigentlich?
    Ich glaube das Wort das ich suche könnte man gruselig nennen. Wenn das Sport Journalismus ist, dann erwarte ich ihn in der Form in der Sportbild, nicht in der Zeit.

    Gründe:
    1. Die Luca Toni Halbzeit Geschichte. Mag lustig sein oder auch nicht, ob es jemals so passiert ist wissen wir einfach nicht. hat aufjedenfall damit nichts zu suchen in einer objektiven Trainerbilanz.

    2. Einen Trainer wegen ca. einer 1/4 Saison niederzuschreiben, der letztes Jahr noch im CL Finale stand und das Double gehohlt hat ist reichlich gewagt!

    3. Andere Trainer in den Himmel zu schreiben, die letzte Saison entweder noch kaum einer kannte oder zweitweilig mit ihrem Team sogar hauptsächlich in der unteren Tabellenhälfte vorzufinden waren und das nach einer 1/4 Saison ist auch reichlich gewagt.

    Mit hilfe von Momentaufnahmen eine Zeitenwende herbeizuschreiben ist wenig Seriös oder Objektiv. Sicher, es wird einiges angesprochen das evtl. zu treffen könnte...aber ein Sportartikel ist das nicht. Gehöhrt wenn dann eher ins Resort Meinung!

    4. Demichelis hat zwar ein Tor gemacht, aber in seiner eigentlichen Funktion hat er mal wieder eher schlecht gespielt!

    Anmerkung:
    Ich bin kein Bayern Fan ;) und was Tuchel, Klopp und auch Rangnik angeht..sie gehöhren zu meinen Lieblingstrainern in der Buli. Trotzdem. Mieser Artikel!

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    • Hickey
    • 02.11.2010 um 17:01 Uhr

    ist typisch für den FCB.

    ... sondern darum., gleibt zu werden. Und van Gaal ist nun keiner, dem man um den Hals fallen möchte, weil er Emotionen auslöst. Das "Feierbiest" bruacht zum Feiern den Erfolg, während ein Kloppo das auch noch nach einer Niederlage machen kann. DAS ist, was Hoeness schmerzt: dass der Erfolgsfußball keine solchen Emotionen mehr auslöst und man immer erst gewinnen muss, bevor man entspannt lächeln darf. Oder anders gesagt: Dass Tuchel und Klopp entspannt bleiben und so Menschen anders führen können als ein auf Erfolg angefixter Bayern München Verein. Oder seien wir plakativ: Hoeness kritisiert eigentlich, dass er selber nicht so sein kann. Van Gaal, das alte Feierbiest, ist ihm da die rechte Projektionsfläche.

    • Hickey
    • 02.11.2010 um 17:01 Uhr

    ist typisch für den FCB.

    ... sondern darum., gleibt zu werden. Und van Gaal ist nun keiner, dem man um den Hals fallen möchte, weil er Emotionen auslöst. Das "Feierbiest" bruacht zum Feiern den Erfolg, während ein Kloppo das auch noch nach einer Niederlage machen kann. DAS ist, was Hoeness schmerzt: dass der Erfolgsfußball keine solchen Emotionen mehr auslöst und man immer erst gewinnen muss, bevor man entspannt lächeln darf. Oder anders gesagt: Dass Tuchel und Klopp entspannt bleiben und so Menschen anders führen können als ein auf Erfolg angefixter Bayern München Verein. Oder seien wir plakativ: Hoeness kritisiert eigentlich, dass er selber nicht so sein kann. Van Gaal, das alte Feierbiest, ist ihm da die rechte Projektionsfläche.

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