Vor einigen Wochen veröffentlichte ZEIT ONLINE ein Porträt eines ehemaligen deutschen Profi-Wrestlers. Der Text polarisierte, viele Leser äußerten ihre Meinung. Auch Philipp Boerger kritisierte Steffen Dobbert, den Autor des Porträts.

In Boergers Kritik, wie in vielen anderen Reaktionen, ging es um die Fragen: Ist Wrestling ein Sport? Und in welcher Form wird in Deutschland über Wrestling berichtet?

Boergers Meinung lautet: "Pro Wrestling – der Sport ist besser als sein Image!" Der 32-Jährige ist seit 1990 Wrestling-Fan und arbeitet als Nachrichtenredakteur bei Radio Fritz . Viele Wrestling-Veranstaltungen hat er live gesehen, im Fernsehen und im Internet verfolgt er die Kämpfe der meisten Wrestling-Ligen. Vor zwei Jahren hat er für Radio Fritz eine Talk-Sendung übers Wrestling moderiert.

Steffen Dobbert sagt dagegen: "Contra Wrestling – diesen Pseudo-Sport braucht kein vernünftiger Mensch!" Der 29-Jährige arbeitet als verantwortlicher Redakteur für das Sport-Ressort von ZEIT ONLINE. Er beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Wrestling. Während der Recherchen für das Wrestling-Porträt sprach er mit Fans, Veranstaltern sowie dem Szene-Star Tatanka.

Braucht es einen Wandel in der Berichterstattung über Wrestling, schließlich ist es ein Show-Sport mit jahrzehntelanger Geschichte? Oder ist dieser Pseudo-Sport zu gefährlich und unehrlich, um in der Öffentlichkeit positiv dargestellt zu werden? Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!