UrteilWettbetrüger Sapina muss fünf Jahre in Haft

Das Landgericht Bochum hat den Wettbetrüger Ante Sapina zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er hatte gestanden, mehr als 20 Fußballspiele manipuliert zu haben.

Ante Sapina in dem Bochumer Gericht

Ante Sapina in dem Bochumer Gericht  |  © Sascha Schuermann/AFP/Getty Images

Durch Bestechung von Schiedsrichtern und Spielern manipulierte Ante Sapina Sportwetten und machte Millionengewinne. Nun muss der als "Zockerkönig" bekannt gewordene Kroate für fünf Jahre ins Gefängnis.

Sapina hatte gestanden, zwischen 2008 und 2009 über 20 Fußballspiele manipuliert zu haben. Dazu bestach er Spieler und Schiedsrichter. Der damalige Schiedsrichter Robert Hoyzer half ihm dabei. Betroffen waren auch Partien der Europa-League und der WM-Qualifikation.

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Sapinas Wettgewinne sollen sich auf über 2,3 Millionen Euro belaufen haben. Der ebenfalls angeklagte Marijo C. erhielt fünfeinhalb Jahren Haft, Dragan M. eineinhalb Jahre auf Bewährung. Auch die beiden anderen Angeklagten hatten Geständnisse abgelegt.

Sapina war schon vor Ostern aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Entlassung ist aber nur vorübergehend. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, muss er die Strafe antreten.

Die zweite Riege der Wettbetrüger war schon Mitte April verurteilt worden. Die früheren Angeklagten Nürettin G., Tuna A. und Stevan R. erhielten Haftstrafen zwischen drei Jahren und elf Monaten.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Schlagworte Bestechung | Entlassung | Gefängnis | Ostern | Robert Hoyzer | Schiedsrichter
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