DFB-Pokal-Finale Das hätten die Schalker auch mit links geschafft
Weil der MSV Duisburg sich als finalunwürdig erweist, bekommt Schalke den DFB-Pokal geschenkt. Ein Fest war das Schützenfest nicht.
© Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Leicht war es: Die Schalker Spieler feiern
Im Finale, so sollte es sein, treffen die beiden besten Mannschaften eines Wettbewerbs aufeinander. Das ist nicht immer schön anzusehen, weil es um sehr viel geht, spannend aber ist es oft. Deshalb versammelten sich am Samstagabend die Netzers und Schumachers, die Maschmeyers und Steinmeiers auf der VIP-Tribüne. Zur Pokalübergabe waren auch der DFB-Präsident, der Bundestrainer und der Bundespräsident dabei. Selbst die ehemalige Schwimmerin Franziska van Almsick war da. Sie durfte den Pokal im güldenen Kleid wie ein rohes Ei ins Stadion führen, barfuß.
Es passiert aber auch, dass eine Mannschaft im Finale steht, die nicht zu den besten ihres Wettbewerbs gehört. Die hier mal ein bisschen Glück hatte, und dort mal einen guten Tag. Für die Mannschaft, die Fans und die Stadt ist so ein Finale dennoch eine tolle Sache. Für alle anderen ist es quälend. Solche Spiele sind nicht nur nicht schön anzusehen, sondern auch überhaupt nicht spannend.
Nun ist den Duisburgern wirklich nicht viel vorzuwerfen. Sie sind ein mittelmäßiger Zweitligaclub, viele Spieler waren verletzt oder gesperrt. Im Mittelfeld bestimmte der 36-jährige Ivica Grlic ihr Spiel. So kam es, dass der FC Schalke 04 schnell mit 2:0 führte. "Die erste Chance der Schalker war direkt drin, die Zweite auch", fasste es Duisburgs Ivica Grlic zusammen. Der 17-jährige Julian Draxler und der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar trafen nach jeweils guter Vorarbeit des guten Jefferson Farfan.
Im Programmheft, das im Stadion kostenlos verteilt wurde, stand auf Seite 52, dass die Spieler des Pokalsiegers von 1959, Schwarz-Weiß Essen, die letzten zehn Minuten des Finals mit links gekickt haben sollen, weil sie bereits mit 5:0 führten. Am Ende konnte der Gegner aus Neunkirchen auf 2:5 verkürzen.
Nicht auszudenken, welch Spektakel geschehen wäre, hätte Ralf Rangnick so einen Humor. Der Schalker Trainer ist eher auf der durchdachten, vorsichtigen Seite der Fußballwelt zu Hause. "Eigentlich war es erst nach dem 3:0 klar", sagte Rangnick nach dem Spiel, was faktisch nicht falsch ist. Weil dieses 3:0 aber bereits in der 42. Minute von Benedikt Höwedes erköpft wurde, müsste Rangnicks "erst" eigentlich durch ein "schon" ersetzt werden. Das 3:0 war auch deshalb entscheidend, weil es mitten in die einzigen Minuten platzte, in denen die Duisburger einem eigenen Tor nahe waren. Sowohl Olcay Sahan als auch Sefa Yilmaz tauchten ziemlich frei vor Manuel Neuer auf, bekamen es beim Anblick des deutschen Nationaltorwarts aber mit der Angst zu tun.
- Datum 22.05.2011 - 11:50 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich fand die Freudesgesänge gestern wirklich schön.
Wenn ich mich an meine Musikstunden in der Schule erinnere, auweia.
Ich das Großmaul, und dann nach vorne und ein Liedvortragen, nach Klavierbegleitung unserer Frau Musiklehrerin.
Da ich schon immer perfekt singen konnte, hat sich die ganze Klasse vor allem die Weiber kaputt gelacht.
Es hieß aber zum leidwesen dann doch aller zum glück nur alle 6 Monate, "Dirk Reinknecht nach vorne bitte, Lied vortragen".
Deshalb auch nochmal mein Kompliment an die Schalker Gesänge und ihre art guten Fußball zu zelebrieren.
Mit der ZEIT verbindet man im allgemeinen qualifizierte Berichte und Reportagen. In diesem Fall kann man den Bericht von Herrn Spiller nur als finalunwürdig bezeichnen.
Ob die Familien Maschmeyer, Steinmeier und Co. einen gelungenen Fußballabend hatten oder nicht, dürfte die üblichen Leser der ZEIT kalt lassen.Aber ich finde es schon sehr überheblich, einer Mannschaft aus der 2.Liga die Finalwürde abzusprechen, weil sie deutlich gegen einen höherklassigen Gegner verliert. Der Pokal ist so angelegt, daß alle Fußballklassen in einem Wettbewerb starten. Alle Mannschaften haben die theoretische Chance Pokalsieger zu werden. Man kann annehmen, daß meistens 2 Erstligisten im Endspiel stehen. Wenn es aber eine 2. Liga Mannschaft schafft, in das Endspiel zu kommen, (evtl. auch mit Glück und unter Ausschaltung 2er Erstligisten) sollte man ihr die Finalwürde nicht absprechen. Der Fernsehkommentator wies darauf hin, daß mindestens 3 Leistungsträger der Duisburger Mannschaft im Endspiel nicht dabei sein konnten.
Ein Spieler der Schalker Mannschaft ist so teuer, wie die ganze Duisburger Elf. Was erwartet Herr Spiller?
Ich fand, es war ein großes Fußballfest, die Fans hatten Spaß, die Schalker haben verdient gewonnen und die Duisburger können Stolz sein, das Endspiel erreicht zu haben.
Ob Herr Spiller die Niederlage Schalkes gegen Manchester auch als halbfinalunwürdig bezeichnet hat? Oder das Spiel gegen Inter als " mit ein bischen Glück und einem guten Tag" wage ich zu bezweifeln.
Ich finde an dieser Stelle kann man auch mal festhalten, wie sich die Duisburger verhalten haben, sowohl Fans als auch Spieler. Diese haben einen guten Verlierer abgegeben, obwohl es wieder um viel Geld ging - das Spiel artete nicht mit groben Fouls oder Tätlichkeiten aus. Soweit ich das im Match überblicken konnte, haben die Fans nachher auch entspannt mit den Schalkern gefeiert und hatten einen angenehmen Abend. In der heutigen Zeit manchmal schon ein seltenes Ereignis.
Als neutraler Fußballfan wünscht man sich zumindest eine
spannendes Finale, insofern hat Herr Spiller einen absolut
korrekten Bericht eines langweiligen Finales erstell. Wenn
die Duisburger durch Ausfälle von Leistungsträgern geschwächt waren, hätte der Trainer eine andere Taktik wählen müssen, so war das ganze ziemlich langweilig und keinesfalls einem DFP-Pokale-Finale würdig.
Trotzdem mein Glückwunsch an die Schalker - so haben sie
wenigstens einen Titel errungen.
Mein lieber Josef1958, na Sie sind mir aber ein echter Trainerfuchs. Ihr Vorschlag wäre also gewesen, dass die blauweiß-gestreifte "graue Maus" aus der zweiten Liga sich aufgrund des nicht vorhandenen Sturms mit 11-Mann auf die Torlinie stellt und somit ein für Sie "spannendes" Finale versucht mit mauern zu überstehen? - Die Spieler waren mit dem was sie da gezeigt hat, leider, an den Grenzen ihrer Möglichkeiten. Für eine gut aufgelegtes Schalker Team reicht das nunmal nicht. So ist Fußball. An einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit kann man solche Gegner schlagen (siehe englisches Pokalfinale, wo der Absteiger Birmingham gegen Arsenal in der letzten Minute ein kurioses 2:1 schießt). Das kann aber, zum Glück, kein Trainer, kein Mensch, Niemand planen. So ist Fußball. Das muss auch der neutrale, spaßverwöhnte Fan akzeptieren. Wenn Sie Unterhaltungs-Sicherheit im Fußball wünschen, müssen Sie Bayern gucken. Hüstel...
Mein lieber Josef1958, na Sie sind mir aber ein echter Trainerfuchs. Ihr Vorschlag wäre also gewesen, dass die blauweiß-gestreifte "graue Maus" aus der zweiten Liga sich aufgrund des nicht vorhandenen Sturms mit 11-Mann auf die Torlinie stellt und somit ein für Sie "spannendes" Finale versucht mit mauern zu überstehen? - Die Spieler waren mit dem was sie da gezeigt hat, leider, an den Grenzen ihrer Möglichkeiten. Für eine gut aufgelegtes Schalker Team reicht das nunmal nicht. So ist Fußball. An einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit kann man solche Gegner schlagen (siehe englisches Pokalfinale, wo der Absteiger Birmingham gegen Arsenal in der letzten Minute ein kurioses 2:1 schießt). Das kann aber, zum Glück, kein Trainer, kein Mensch, Niemand planen. So ist Fußball. Das muss auch der neutrale, spaßverwöhnte Fan akzeptieren. Wenn Sie Unterhaltungs-Sicherheit im Fußball wünschen, müssen Sie Bayern gucken. Hüstel...
Dieser Artikel ist eine Ohrfeige für alle Fußballfans und Mannschaften, die schon mal eine hohe Niederlage einstecken mussten.
Dass der FC Schalke 04 überlegen war und das Spiel sicherlich nicht eines der spannendsten Finalspiele, bestreitet niemand. Doch schon für die Aussage: "Es passiert aber auch, dass eine Mannschaft im Finale steht, die nicht zu den besten ihres Wettbewerbs gehört. Die hier mal ein bisschen Glück hatte, und dort mal einen guten Tag.", sollte sich Herr Spiller schämen. Jede Mannschaft, die das Finale erreicht, ist würdig!
Herr Spiller dagegen lässt es entschieden an Respekt mangeln. Eine Mannschaft, die trotz 8 verletzter Spieler, die sie aufgrund des kleinen Kaders nicht mal eben adäquat ersetzen kann, ihr Bestes gibt, hat Respekt verdient! Genauso wie die Fans, die trotz dieses Ergebnisses auf so unnachahmliche Weise (wo haben Sie eigentlich "traurig-tapfere" Gesänge gehört?) hinter der Mannschaft standen. Das hat mir als neutralem Beobachter geradezu die Sprache verschlagen.
Ich kann mich der Aussage von hera1953 über Schalkes Niederlage gegen ManUnited nur anschließen. Nach Herrn Spilles Meinung müsste auch JEDER Bundesligist, der in der Liga hoch verliert, bundesligauntauglich sein. Und dies wird wohl niemand behaupten.
Sehr geehrter Herr Spilles, bitte überlegen Sie beim nächsten Mal, ob ein sachlicher Artikel auch unsensibel sein und die Gefühle von tausenden Fußballfans verletzten muss! Dann wird Ihr Artikel auch der Zeit würdig sein!
Ich kann kaum in Worte fassen, wie entsetzt ich über diesen Artikel bin!!!
[...]
Das sind die Adjektive, die mir nach der Lektüre spontan einfallen.
Lieber Herr Spilles, der MSV Duisburg hat sich (freilich in anderer Besetzung) in der diesjährigen Pokalrunde gegen erstklassige Mannschaften wie den 1. FC Köln und Kaiserslautern durchgesetzt. Wie können Sie es also wagen, diesen Verein des Finales UNWÜRDIG zu erklären? Im Finale steht, wer sich bis ins Finale kämpft - und das ist in jedem Falle VERDIENT.
Und dass es der MSV mit einem Gesamtetat, mit dem man wohl noch nicht einmal einen der Schalke-Spieler bezahlen könnte, bis nach Berlin geschafft hat, verdient Respekt. Auch den Ihren.
Die Zebras haben in Berlin schlecht gespielt, da (und nur da) gebe ich Ihnen recht. Die Ausfälle der Leistungsträger waren einfach nicht zu kompensieren. Deswegen ist diese Mannschaft aber noch lange nicht "finalunwürdig". Und die Fans, die haben am Samstag eindrucksvoll bewiesen, dass sie längst ERSTKLASSIG sind!
Danke.
Bitte.
Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
Gerne. Allerdings - wenn ich sachlich bleibe, dann darf ich das sicher von Ihrem Autoren auch erwarten.
Bitte bleiben AUCH SIE (die Redaktion) trotz Kritik sachlich! Danke.
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