Transparency International: "Die Struktur der Fifa muss sich ändern"
Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied bei Transparency International, über die Korruptionsfälle in der Fifa, eine Verschiebung der Präsidentenwahl und Sepp Blatters Zukunft.
© JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images

Sylvia Schenk während der Präsentation des jährlichen Korruptionsberichtes von Transparency Intenational
Frage: Frau Schenk, gleich mehrere Mitglieder aus dem Führungszirkel der Fifa beschuldigen sich gegenseitig der Korruption. Ist dieser Verband noch zu retten?
Sylvia Schenk: Das hoffe ich doch. Ich bin aber auch gespannt, wie die Fifa die nächsten Tage übersteht und wer noch mit welchen Enthüllungen um die Ecke kommt. Es zeigt sich jetzt auf jeden Fall, dass das lange Aussitzen von ganz vielen Problemen zu einer Explosion führt.
Frage: Wie konnte die Fifa in diese Krise rutschen?
Schenk: Ein Netzwerk aus Begünstigung und Absprachen funktioniert, wenn alle die Klappe halten. Aber wenn jemand nichts mehr zu verlieren hat und anfängt auszupacken, dann kann sich die Öffentlichkeit über viele brisante Enthüllungen freuen.
Frage: Was muss sich ändern?
Schenk: Es muss sich sowohl etwas an der Struktur, als auch an der personellen Zusammensetzung einzelner Gremien tun. Auch die Ethik-Kommission muss jetzt die Dinge, die sie bisher angeschoben hat, konsequent weiterführen.
Frage: Am morgigen Mittwoch wählt die Fifa einen neuen Präsidenten, Amtsinhaber Joseph Blatter musste sich am Sonntag noch selbst der Ethik-Kommission stellen. Sollte man da die Wahl nicht besser verschieben?
Schenk: An den Kosten dürfte eine zweite Wahl nicht scheitern. Also könnte man die Abstimmung durchaus aufschieben, um ein Vierteljahr oder auch ein halbes Jahr.
Frage: Was nützen denn Reformen in der Fifa, wenn der Mann an der Spitze immer derselbe bleibt?
Schenk: Das ist die Frage. Selbst wenn Joseph Blatter bisher nichts nachgewiesen werden konnte, ist ihm dennoch anzulasten, dass immer wieder Korruptionsvorwürfe aufgetaucht sind. Jetzt ist sein Gegenkandidat weg. Im Dezember dachte ich noch, Blatter kriegt die Kurve. Aber offenbar hat er sich zu sehr auf seinen Wahlkampf konzentriert. Dennoch wäre Blatter vielleicht noch am ehesten in der Lage, die Fifa zu führen.
Frage: Wie meinen Sie das?
Schenk: In einer solchen Situation braucht man jemanden, der die ganzen Machtstrukturen innerhalb des Verbandes bestens kennt. Jemand, den man nicht austricksen kann. Meinen Sie etwa, wenn Theo Zwanziger an der Spitze stünde, könnte er alles verändern?









wie ich der Presse entnommen habe, wollen die deutschen Delegierten Don Corrupto weiter unterstützen. Wie der Herr, so's Gescherr?
....ist die FIFA ein Verein und gehört so wohl den Mitgliedern. Diese wählen ihre Vertreter. Wenn sie nicht mögen, was die Vertreter machen, dann wählen sie sie ab. Die Vertreter organisieren dann Fußball Spiele. Diese wollen viele Leute sehen und zahlen Geld oder schauen Werbung.
Wie die Spiele organisiert werden ist letztlich eine Sache des Vereins. Wenn er Zusatzgelder haben will von Ländern oder Gruppen, die die Spiele bei sich haben wollen, so ist das ok. Wenn diese Gelder an Vorstände bezahlt werden sollen, so ist das auch ok. Schließlich sind alle Mitglieder seit vielen Jahren informiert, dass es so läuft und haben immer wieder die Leute gewählt, die sie wählten.
Es ist da eher komisch, dass wir uns darüber aufregen. Wir haben als Zuschauer et alias doch gejubelt, als die Spiele hierher kamen. Das ist konkludentes Verhalten. Das heißt, wir billigten das jetzt monierte Geschaftsgebaren.
Erstens, ich habe nicht gejubelt, als die WM nach Deutschland kam, und kenne viele die ebenfalls genervt waren. Mir ist es eigentlich egal, was dieser Mafiaverein tut, aber mit welchem Recht verlangt der Verein der kurzbehosten Ballschubser, daß ich ihn, als Nichtfußballfan indirekt über Steuern und GEZ finanziere?
Erstens, ich habe nicht gejubelt, als die WM nach Deutschland kam, und kenne viele die ebenfalls genervt waren. Mir ist es eigentlich egal, was dieser Mafiaverein tut, aber mit welchem Recht verlangt der Verein der kurzbehosten Ballschubser, daß ich ihn, als Nichtfußballfan indirekt über Steuern und GEZ finanziere?
Erstens, ich habe nicht gejubelt, als die WM nach Deutschland kam, und kenne viele die ebenfalls genervt waren. Mir ist es eigentlich egal, was dieser Mafiaverein tut, aber mit welchem Recht verlangt der Verein der kurzbehosten Ballschubser, daß ich ihn, als Nichtfußballfan indirekt über Steuern und GEZ finanziere?
....will ich nicht widersprechen. Aber die GEZ und die Verwendung der Steuern ist eigentlich nicht von der FIFA zu vertreten. Das müssen Sie, da Ihre Vertreter in den Parlamenten und Ihre Angestellten in den Ministerien Sie rechtskräftig vertretend die Gelder so einsetzen. Blatter einen Vorwurf zu machen verkennt die Situation vollständig.
PS: Wenn Korruption in Deutschland verboten ist, würde man bei allgemeiner Anwendung des Gesetzes erwarten, dass nach Aussagen aus dem FIFA Vorstand, jede Vergabe würde nur über Bestechung gelaufen sein, die deutsche Staatsanwaltschaft zumindest in der Vergabe an Deutschland ermitteln würde. Öffentliches Interesse kann nicht geleugnet werden auch, wenn die meisten Leute ziemlich unglücklich wären, wenn das damalige Fest auf kriminellen Beinen stand.
....will ich nicht widersprechen. Aber die GEZ und die Verwendung der Steuern ist eigentlich nicht von der FIFA zu vertreten. Das müssen Sie, da Ihre Vertreter in den Parlamenten und Ihre Angestellten in den Ministerien Sie rechtskräftig vertretend die Gelder so einsetzen. Blatter einen Vorwurf zu machen verkennt die Situation vollständig.
PS: Wenn Korruption in Deutschland verboten ist, würde man bei allgemeiner Anwendung des Gesetzes erwarten, dass nach Aussagen aus dem FIFA Vorstand, jede Vergabe würde nur über Bestechung gelaufen sein, die deutsche Staatsanwaltschaft zumindest in der Vergabe an Deutschland ermitteln würde. Öffentliches Interesse kann nicht geleugnet werden auch, wenn die meisten Leute ziemlich unglücklich wären, wenn das damalige Fest auf kriminellen Beinen stand.
....will ich nicht widersprechen. Aber die GEZ und die Verwendung der Steuern ist eigentlich nicht von der FIFA zu vertreten. Das müssen Sie, da Ihre Vertreter in den Parlamenten und Ihre Angestellten in den Ministerien Sie rechtskräftig vertretend die Gelder so einsetzen. Blatter einen Vorwurf zu machen verkennt die Situation vollständig.
PS: Wenn Korruption in Deutschland verboten ist, würde man bei allgemeiner Anwendung des Gesetzes erwarten, dass nach Aussagen aus dem FIFA Vorstand, jede Vergabe würde nur über Bestechung gelaufen sein, die deutsche Staatsanwaltschaft zumindest in der Vergabe an Deutschland ermitteln würde. Öffentliches Interesse kann nicht geleugnet werden auch, wenn die meisten Leute ziemlich unglücklich wären, wenn das damalige Fest auf kriminellen Beinen stand.
Tja, der Fußball ist eine heilige Kuh, nicht nur in Deutschland. Die Vorwürfe sind schon seit langem bekannt, aber da ist zuviel Geld im Spiel, als daß irgendjemand daran etwas ändern wollte. Wenn es irgendein Staat wagt mal genauer hinzusehen und Ermittlungen anfängt, wird der dortige Fußballverband bestraft. Wenn es wenigstens so wäre, daß bei einer WM auch mal ein paar "normale" Leute mitverdienen könnten. Vor der WM wurde schließlich mit den wirtschaftlichen Vorteilen geworben, aber das Geld machen nur die Großkonzerne, da wird ein kleiner Bratwurstverkäufer, der die, nicht abwegige, Idee hat, er könne den Fußballfans Rostbratwürste verkaufen, gnadenlos abgewatscht, bekommt keine Lizenz, könnte ja McDonalds Konkurrenz machen.
In der Provinzstadt in der ich lebe gibt es Gottseidank kein Fußballstadion, aber ich hatte das "Vergnügen" mich zur Zeit des Vorrundenspiels "Niederlande gegen Serbien" in Leipzig aufzuhalten. Ich wollte nicht zum Fußball, hatte anderes vor, aber es war gar nicht so leicht ein Hotelzimmer zu bekommen. Im Vorfeld hat nämlich die FIFA erst einmal sämtliche Hotelzimmer mit Beschlag belegt für die Fußballfans. Die Hotelleitung mußte erst anfragen, ob sie auch ein paar Zimmer an "Nichtfußballfans" vermieten dürfte. Aber immer nur für eine Nacht.
Tja, der Fußball ist eine heilige Kuh, nicht nur in Deutschland. Die Vorwürfe sind schon seit langem bekannt, aber da ist zuviel Geld im Spiel, als daß irgendjemand daran etwas ändern wollte. Wenn es irgendein Staat wagt mal genauer hinzusehen und Ermittlungen anfängt, wird der dortige Fußballverband bestraft. Wenn es wenigstens so wäre, daß bei einer WM auch mal ein paar "normale" Leute mitverdienen könnten. Vor der WM wurde schließlich mit den wirtschaftlichen Vorteilen geworben, aber das Geld machen nur die Großkonzerne, da wird ein kleiner Bratwurstverkäufer, der die, nicht abwegige, Idee hat, er könne den Fußballfans Rostbratwürste verkaufen, gnadenlos abgewatscht, bekommt keine Lizenz, könnte ja McDonalds Konkurrenz machen.
In der Provinzstadt in der ich lebe gibt es Gottseidank kein Fußballstadion, aber ich hatte das "Vergnügen" mich zur Zeit des Vorrundenspiels "Niederlande gegen Serbien" in Leipzig aufzuhalten. Ich wollte nicht zum Fußball, hatte anderes vor, aber es war gar nicht so leicht ein Hotelzimmer zu bekommen. Im Vorfeld hat nämlich die FIFA erst einmal sämtliche Hotelzimmer mit Beschlag belegt für die Fußballfans. Die Hotelleitung mußte erst anfragen, ob sie auch ein paar Zimmer an "Nichtfußballfans" vermieten dürfte. Aber immer nur für eine Nacht.
Tja, der Fußball ist eine heilige Kuh, nicht nur in Deutschland. Die Vorwürfe sind schon seit langem bekannt, aber da ist zuviel Geld im Spiel, als daß irgendjemand daran etwas ändern wollte. Wenn es irgendein Staat wagt mal genauer hinzusehen und Ermittlungen anfängt, wird der dortige Fußballverband bestraft. Wenn es wenigstens so wäre, daß bei einer WM auch mal ein paar "normale" Leute mitverdienen könnten. Vor der WM wurde schließlich mit den wirtschaftlichen Vorteilen geworben, aber das Geld machen nur die Großkonzerne, da wird ein kleiner Bratwurstverkäufer, der die, nicht abwegige, Idee hat, er könne den Fußballfans Rostbratwürste verkaufen, gnadenlos abgewatscht, bekommt keine Lizenz, könnte ja McDonalds Konkurrenz machen.
In der Provinzstadt in der ich lebe gibt es Gottseidank kein Fußballstadion, aber ich hatte das "Vergnügen" mich zur Zeit des Vorrundenspiels "Niederlande gegen Serbien" in Leipzig aufzuhalten. Ich wollte nicht zum Fußball, hatte anderes vor, aber es war gar nicht so leicht ein Hotelzimmer zu bekommen. Im Vorfeld hat nämlich die FIFA erst einmal sämtliche Hotelzimmer mit Beschlag belegt für die Fußballfans. Die Hotelleitung mußte erst anfragen, ob sie auch ein paar Zimmer an "Nichtfußballfans" vermieten dürfte. Aber immer nur für eine Nacht.
Die äußerst aggressiven holländischen Fußballfans machten nicht gerade einen sympathischen, eher einen aggressiven Eindruck, blockierten auch nach dem Spiel sämtliche Bars, hat lange gedauert, bis wir nach der Oper einen Platz finden konnten um noch etwas zu trinken. Die Hoteliers waren anschließend ziemlich sauer, denn sie waren unterbelegt, haben weniger Zimmer vermieten können als sonst, weil die Holländer vor den Toren der Stadt in Wohnwagen campierten, ganz dem Klischee entsprechend. Uns so viel Geld lassen Fußballfans auch nicht in der Stadt, sie kaufen billiges Bier und den Rest bringen sie mit, insgesamt ist so eine Veranstaltung für viele eher ein Verlustgeschäft wenn zudem auch noch die "normalen" Touristen wegbleiben.
Für so etwas ist Geld da, aber wenn es um ein Theater geht, das einer Stadt langfristig mehr nutzt als so ein kurzfristiges "Event" dann wird um jeden Cent gefeilscht.
Ich gönne jedem Fußballfan die WM. Wenn die Weltmeisterschaften stattfinden muß das eben im Free-TV übertragen werden, kein Problem. Ich ärgere mich nur, wenn vorausgesetzt wird, daß jeder ein Fußballfan ist.
Blatter kann man keine Vorwürfe machen, wenn die deutschen Politiker und unser ÖR ihm das Geld nachwirft. Aber man kann ihm durchaus vorwerfen, daß er nicht einmal versucht an den mafiösen Strukturen etwas zu ändern. Damit verärgert er auch viele echte Fußballfans denen es tatsächlich um den Sport geht.
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