Länderspiel DFB-Frauen bestehen Generalprobe
Die Treffer fielen spät, aber zahlreich. Das letzte Testspiel vor der WM gewann die deutsche Frauen-Elf 3:0 gegen Norwegen. Der Spielbericht
Dank drei später Tore erfuhren Deutschlands Fußballerinnen den erhofften Rückenwind für die Weltmeisterschaf. Zehn Tage vor dem WM-Start gewann das Team von Bundestrainerin Silvia Neid in Mainz nach zähem Start den letzten Härtetest mit 3:0 (0:0) gegen Norwegen. Vor 13.812 Zuschauern sorgten die Duisburgerinnen Laudehr (79.) und Popp (81./82.) in drei Minuten für den vierten Sieg im vierten Vorbereitungsspiel.
Nach der langen Vorbereitung fehlte es der Elf lange an Frische und Präzision im Passspiel. Der Weltranglisten-Neunte aus Norwegen war die erwartet schwere Generalprobe für den Auftakt am 26. Juni im Berliner Olympiastadion gegen Kanada. Wie bei den drei lockeren Siegen gegen Nordkorea (2:0), Italien und Holland (jeweils 5:0) setzte sich das deutsche Team dank seiner Fitness durch.
Die mit Spannung erwartete Frage, ob sich Fatmire Bajramaj oder Melanie Behringer von Beginn an für den WM-Startplatz im linken Mittelfeld empfehlen durften, beantwortete Neid mit einer dritten Variante. Nach ihren zuletzt starken Auftritten mit drei Testspieltreffern brachte Celia Okoyino da Mbabi früh Schwung von außen. Eine Flanke der 22-Jährigen schoss Inka Grings (10.) über das norwegische Tor.
Gegen die tief und sicher stehende Defensive der Skandinavierinnen sorgte in der ersten Halbzeit zunächst nur die einzige deutsche Sturmspitze Grings für Gefahr. Erst strich ihr Schuss aus halblinker Position knapp am Pfosten vorbei (29.), zwei Minuten später landete ihr Distanzversuch in den Armen von Torfrau Ingrid Hjelmseth.
Zu häufig mangelte es im druckvollen deutschen Spiel nach vorne an Genauigkeit. Prinz ackerte nach ihrer Bänderdehnung im Sprunggelenk hinter Grings viel, blieb aber wie zuletzt auch im Abschluss ohne Glück. Ihren feinen Querpass konnte Kerstin Garefrekes kurz vor der Pause nicht nutzen, Hjelmseth parierte aus sechs Metern.
Die etablierten Angreiferinnen Birgit Prinz und Inka Grings blieben auch im vierten WM-Test ohne Erfolgserlebnis und mussten zur Pause raus. Auf der anderen Seite brachte das eingewechselte Offensivtrio Alexandra Popp, Fatmire Bajramaj und Melanie Behringer frischen Wind. Die Frankfurterin Behringer stellte Hjelmseth auf die Probe (49.). Laudehr per Kopf und Youngster Popp mit einem Doppelschlag sorgten dann doch noch für den späten Jubel und letztlich verdienten Erfolg.
Deutschland: Angerer (1. FFC Frankfurt/32 Jahre/98 Länderspiele) - Bresonik (FCR Duisburg/27/65), Krahn (FCR Duisburg/25/66 - 71. Goeßling/SC 07 Bad Neuenahr/25/23), Bartusiak (1. FFC Frankfurt/28/41), Peter (Turbine Potsdam/23/51) - Laudehr (FCR Duisburg/24/41 - 82. Hingst/1. FFC Frankfurt/31/173), Kulig (Hamburger SV/21/24) - Garefrekes (1. FFC Frankfurt/31/126 - 46. Behringer/1. FFC Frankfurt/25/65), Prinz (1. FFC Frankfurt/33/212 - 46. Bajramaj/Turbine Potsdam/23/47), Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neuenahr/22/55 - 71. Müller/VfL Wolfsburg/31/93) - Grings (FCR Duisburg/32/90 - 46. Popp/FCR Duisburg/20/12)
Norwegen: Hjelmseth (54. Skarbø) - Skammelsrud Lund, Mjelde, Holstad Berge (77. Vikestad), Knutsen Mienna - Rønning (69. Ryland), Woods (46. Larsen Kaurin) - Haavi (69. Tofte Ims), Herlovsen (46. Stensland), Giske (61. Mykjåland) - Pedersen
Schiedsrichterin: Una Hong (Südkorea)
Zuschauer: 13.812
Tore: 1:0 Laudehr (79.), 2:0 Popp (81.), 3:0 Popp (82.)
Gelbe Karten: - / Mjelde
Beste Spieler: Krahn, Okoyino da Mbabi, Popp / Hjelmseth, Rønning
- Datum 16.06.2011 - 23:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 8
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Das war doch ein super Kommentar! Er war nicht "unsachlich" weil er Satire war, und das ganz offensichtlich und unverblümt. Wäre das innerhalb einer Diskussion sog gesagt worden, wäre es vielleicht Öl ins Feuer und dadurch eventuell zensierfähig, aber eine so witzige Satire einfach zu löschen...das ist doch Körperverletzung. Schade.
Das war doch ein super Kommentar! Er war nicht "unsachlich" weil er Satire war, und das ganz offensichtlich und unverblümt. Wäre das innerhalb einer Diskussion sog gesagt worden, wäre es vielleicht Öl ins Feuer und dadurch eventuell zensierfähig, aber eine so witzige Satire einfach zu löschen...das ist doch Körperverletzung. Schade.
und Adam ist somit also auch nur ein Plagiat.....aber das ist ja auch Nebensache....
Die Frauen haben gestern ein sehr schönes Spiel gezeigt. Gute Kombinationen, schnelles Spiel nach vorn. Drei Tore in 4 Minuten - besser geht es nicht.
Wir freuen uns nun auf die Frauen WM und drücken unseren Frauen ganz fest die Daumen!!!
Ich meine, dass das Spiel gegen Nordkorea auch nicht so "einfach" war, wie im Artikel erwähnt. Die Nordkoreanerinnen haben schon ordentlich Dampf gemacht. Deren Torfrau aber ist...naja. Zu klein ;)
Kann mir mal jemand erklären warum ganz unten "Beste Spieler" steht? Und warum Krahn dazugehört? Nicht, dass ich ihr diese Einordnung nicht gönne. Es würde mich nur interessieren, weil ich eher das Gefühl hatte, dass sie noch nicht so richtig in das Spiel gefunden hat.
Das war doch ein super Kommentar! Er war nicht "unsachlich" weil er Satire war, und das ganz offensichtlich und unverblümt. Wäre das innerhalb einer Diskussion sog gesagt worden, wäre es vielleicht Öl ins Feuer und dadurch eventuell zensierfähig, aber eine so witzige Satire einfach zu löschen...das ist doch Körperverletzung. Schade.
Ihre Meinung "Satire" teile ich nicht. Der gelöschte Beitrag war schlicht völlig neben der Sache, humorfrei und frauenfeindlich, und spätestens wenn die Schöpfungsgeschichte herangezogen wird, um Frauenfußball zu diskriminieren und obiter dictum Frauen öffentlich als Nicht-Menschen hinzustellen, ist Schluss mit lustig.
Im ZEIT-Artikel "Frauenfußball ist Männersache" wird der gelöschte Beitrag offensichtlich auch in der Sache widerlegt.
Ihre Meinung "Satire" teile ich nicht. Der gelöschte Beitrag war schlicht völlig neben der Sache, humorfrei und frauenfeindlich, und spätestens wenn die Schöpfungsgeschichte herangezogen wird, um Frauenfußball zu diskriminieren und obiter dictum Frauen öffentlich als Nicht-Menschen hinzustellen, ist Schluss mit lustig.
Im ZEIT-Artikel "Frauenfußball ist Männersache" wird der gelöschte Beitrag offensichtlich auch in der Sache widerlegt.
Ihre Meinung "Satire" teile ich nicht. Der gelöschte Beitrag war schlicht völlig neben der Sache, humorfrei und frauenfeindlich, und spätestens wenn die Schöpfungsgeschichte herangezogen wird, um Frauenfußball zu diskriminieren und obiter dictum Frauen öffentlich als Nicht-Menschen hinzustellen, ist Schluss mit lustig.
Im ZEIT-Artikel "Frauenfußball ist Männersache" wird der gelöschte Beitrag offensichtlich auch in der Sache widerlegt.
Das war doch offensichtlich Satire und eben NICHT Frauenfeindlich. Wer sagt denn
"Wir Menschen unterscheiden uns nunmal von Frauen, denn Gott schuf Adam nach seinem Vorbild, nicht Eva!!"
und meint das ernst? Das ist doch absurd, soetwas ernst zu nehmen. Der Ernst ergibt sich höchstens, wenn man es als Satire begreift. Ich habe den ersten Kommentar als vorwegnahme der üblichen "Frauen könnens nicht" "Frauenfußball ist kein Fußball" Kommentare begriffen und musste schmunzeln.
Das war doch offensichtlich Satire und eben NICHT Frauenfeindlich. Wer sagt denn
"Wir Menschen unterscheiden uns nunmal von Frauen, denn Gott schuf Adam nach seinem Vorbild, nicht Eva!!"
und meint das ernst? Das ist doch absurd, soetwas ernst zu nehmen. Der Ernst ergibt sich höchstens, wenn man es als Satire begreift. Ich habe den ersten Kommentar als vorwegnahme der üblichen "Frauen könnens nicht" "Frauenfußball ist kein Fußball" Kommentare begriffen und musste schmunzeln.
Das war doch offensichtlich Satire und eben NICHT Frauenfeindlich. Wer sagt denn
"Wir Menschen unterscheiden uns nunmal von Frauen, denn Gott schuf Adam nach seinem Vorbild, nicht Eva!!"
und meint das ernst? Das ist doch absurd, soetwas ernst zu nehmen. Der Ernst ergibt sich höchstens, wenn man es als Satire begreift. Ich habe den ersten Kommentar als vorwegnahme der üblichen "Frauen könnens nicht" "Frauenfußball ist kein Fußball" Kommentare begriffen und musste schmunzeln.
Ich stimme Ihnen zu, dass man es (zumal als "normaler" ZEIT-Leser) nicht fassen möchte, aber es GIBT solche Irren. Und so einen SPruch im Zusammenhang mit einem Artikel über Frauenfußball zu bringen, halte ich _gelinde_ gesagt für abgedreht.
Aber das ist off topic, ok? Lassen wir es gut sein.
Ich stimme Ihnen zu, dass man es (zumal als "normaler" ZEIT-Leser) nicht fassen möchte, aber es GIBT solche Irren. Und so einen SPruch im Zusammenhang mit einem Artikel über Frauenfußball zu bringen, halte ich _gelinde_ gesagt für abgedreht.
Aber das ist off topic, ok? Lassen wir es gut sein.
Bei diesem Testspiel gegen Norwegen schauten 5,77 Millionen Menschen beim ZDF zu. Das ist ein Marktanteil von 19,5%
Soviel zu "Frauenfußball interessiert niemanden".
Ich stimme Ihnen zu, dass man es (zumal als "normaler" ZEIT-Leser) nicht fassen möchte, aber es GIBT solche Irren. Und so einen SPruch im Zusammenhang mit einem Artikel über Frauenfußball zu bringen, halte ich _gelinde_ gesagt für abgedreht.
Aber das ist off topic, ok? Lassen wir es gut sein.
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