ZEIT ONLINE: Herr Windhagen, Sie haben fast eine Woche lang die Mannschaften Nordkoreas und der USA gleichzeitig beherbergt. Kalter Krieg in Ihrem Hotel?

Peter Windhagen: Nein, alles ganz friedlich. Jedes Team hat seine eigene Etage, seine eigenen Räume. Das schreibt der Fifa-Vertrag vor. In der Lobby laufen sich die Spielerinnen schon mal über den Weg. Doch geredet haben sie nicht miteinander. In welcher Sprache auch?

ZEIT ONLINE: Welche Unterschiede zwischen den Teams konnten Sie ausmachen?

Windhagen: Die Nordkoreanerinnen kommen immer im gleichen Trainingsanzug und immer zur gleichen Zeit. Bei den Amerikanerinnen geht jede essen, wann sie will, zieht jede an, was sie will. Da sieht man schon mal Jeans und Badelatschen.

ZEIT ONLINE: Mehr Unterschiede gab es nicht?

Windhagen: Die Amerikanerinnen sind lauter, lebendiger, die Koreanerinnen dagegen manierlich, schotten sich eher ab. In der Internet-Lounge sah man beide nicht. Die Koreanerinnen dürfen bestimmt nicht, und die Amerikanerinnen haben ihren eigenen Laptop dabei.

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