Kim Kulig (l.) und Alexandra Popp freuen sich auf die WM © Federico Gambarini/picture alliance/dpa

Ein Großteil der Deutschen freut sich auf die Frauenfußball-WM in diesem Sommer. Dabei stehen die deutschen Männer dem Sport aufgeschlossener gegenüber als die Frauen. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von ZEIT ONLINE.

Vor allem die Männer gelten stets als Kritiker des Frauenfußballs. Zu langsam, zu langweilig, sagen sie. In der Umfrage outen sich aber erstaunlich viele von ihnen als Frauenfußball-Sympathisanten: Demnach freuen sich 63 Prozent der befragten Männer auf die in knapp zwei Wochen beginnende Weltmeisterschaft. Dagegen geben nur 43 Prozent der weiblichen Befragten an, sich auf die WM zu freuen. Zwei von fünf Frauen glauben zudem, dass das bevorstehende Großereignis ihnen keinen Spaß bereiten wird. Diese Meinung teilt nur jeder vierte Mann.

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Das gleiche Muster findet sich in der Frage "Finden Sie Frauenfußball attraktiv?" wieder. 52 Prozent aller Umfrageteilnehmer stimmen zu. Während aber 60 Prozent der Männer diese Meinung teilen, gilt gleiches nur für 45 Prozent der Frauen. Es sind also überraschenderweise vor allem die Frauen, die dem Frauenfußball skeptisch gegenüber stehen. Vielleicht kommt in der Umfrage aber auch nur ein größeres generelles Desinteresse der Frauen am Fußball selbst ans Licht.

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Auffällig ist, dass vor allem ältere Menschen Freunde des Frauenfußballs zu sein scheinen. Während nur 41 Prozent der 16- bis 24-Jährigen angeben, die Sportart attraktiv zu finden, sind es bei den 45- bis 54-Jährigen immerhin 56 Prozent, bei der Gruppe der über 55-Jährigen sogar 60 Prozent. Interessante Ergebnisse auch für Marketing-Experten, sie wollten vor allem junge Frauen in den Werbe-Fokus der Weltmeisterschaft rücken.

Der Umfrage ist auch erstaunlicher Optimismus zu entnehmen. Die Hälfte der Befragten teilt die Meinung, dass die Frauenfußball-WM ähnlich erfolgreich wird wie die der Männer im Jahr 2006.

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