Die WM-Teams 2011 "Das Outing einer Kolumbianerin wäre ein Skandal"
Warum hat Nordkorea den WM-Titel verdient? Was muss man über die US-Trainerin wissen? Experten stellen den Frauenfußball der Teilnehmerländer in der Gruppe C vor.
© Getty Images

Würde der WM-Gewinn der nordkoreanischen Frauen zu politischer Entspannung beitragen?
Gruppe C
Nordkorea
Warum freuen sich die Nordkoreaner auf das Turnier in Deutschland?
Nordkorea gehört im Frauenfußball zur erweiterten Weltspitze. Das Team rangiert derzeit auf Platz acht der Weltrangliste und hofft auf einen Überraschungserfolg. Dass die Frauen hoch motiviert sind, konnte man schon beim Freundschaftsspiel gegen Deutschland sehen.
ist als Berater für internationale Politik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen tätig. Er hat Claudia Roth zusammen mit dem DFB im April nach Pjöngjang begleitet.
Warum spielen die Frauen aus Nordkorea besser als die Männer?
Die Frauen sind in Asien absolute Spitze und haben bereits dreimal die Asienmeisterschaft gewonnen. In Nordkorea gibt es seit den achtziger Jahren organisierten Frauenfußball. Das sozialistische Gesellschafts- und Frauenbild machte es leichter, die Sportart für Frauen zu etablieren.
Können die Spielerinnen von ihrem Sport leben?
Der Staat versorgt die Spielerinnen mit allem, was sie brauchen. Sie bekommen eine Wohnung, Lebensmittel, Ausrüstung und auch ein kleines Gehalt. Wer es in Nordkorea im Spitzensport zu etwas bringt, genießt eine privilegierte Stellung. Nach der aktiven Karriere bekommen die Spielerinnen eine Anstellung vermittelt oder werden vom Fußballverband beschäftigt. Die ehemalige Nationaltorhüterin Ri Jong Hi ist heute Torwarttrainerin.
Ist Homosexualität im Frauenfußball in Nordkorea ein ähnliches öffentliches Tabu wie in Deutschland?
Homosexualität ist in Nordkorea generell ein absolutes Tabu. Eine Abweichung vom Menschenbild der gleichgeschalteten revolutionären Massen wird nicht geduldet. Das schließt die sexuelle Orientierung mit ein. Zwar gibt es keine Gesetze gegen Homosexualität. Es ist auch nicht bekannt, welche Sanktionen zu befürchten sind. Das Thema kommt schlichtweg nicht vor.
Ganz ehrlich: Wie viele Nordkoreaner wissen, dass bald eine Fußball-WM stattfindet?
Die Welcome Tour von Steffi Jones und dem DFB hat in Nordkorea für höchste Aufmerksamkeit gesorgt. Der Besuch Anfang April in Pjöngjang wurde von einer politischen Delegation um Claudia Roth begleitet. Solche Besuche westlicher Prominenz sind in Nordkorea sehr selten, daher haben alle Medien ausführlich berichtet. Weil es nur staatliche Monopolmedien gibt, haben wahrscheinlich die meisten der 27 Millionen Einwohner Nordkoreas davon Notiz genommen. Zur WM werden die Menschen mindestens die Spiele der Nordkoreanerinnen verfolgen. Der Grund ist einfach: Es gibt nur ein Fernsehprogramm.
Warum hätte Nordkorea den WM-Titel verdient?
In unserem Bewusstsein ist Nordkorea ein Schurkenstaat mit einem verrückten Diktator an der Spitze, der ein bedrohliches Atomwaffenprogramm betreibt. Fußball-Länderspiele werden propagandistisch zu Vergeltungsschlachten vergangener Kriege hochstilisiert. Insofern gibt es sicher kaum jemanden, der Nordkorea den Titel gönnen würde. Andererseits lieben die Fußball-Frauen aus Nordkorea ihren Sport genauso wie alle anderen Spielerinnen. Für Frauen bietet der Sport die Möglichkeit, ein kleines Stückchen Freiheit zu erleben im ansonsten vollständig reglementierten Alltag. Der WM-Titel wäre für sie persönlich der Lohn für ihre Entbehrungen.
- Datum 20.06.2011 - 18:25 Uhr
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- Serie WM-Teams
- Quelle ZEIT ONLINE
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unter einem anderen Thema als "Sex" bewerten. Woher nehmen Sie eigentlich die Gewissheit, dass Fußballfans vor allem wissen wollen, wie das Intimleben der Spielerinnen beschaffen ist?
Ich finde diese bohrende voyeuristische Neugier der Journalisten abstoßend.
Wieso wird eigentlich nicht fortan bei jedem Verfasser eines Artikels ausführlich darüber spekuliert, wie seine/ihre sexuelle Orientierung ist, ist doch vermutlich wichtiger, zu wissen, ob Schreiber(innen) homosexuell sind, als es bei Sportlern der Fall ist.
Sollten Sie meinen sarkastischen Vorschlag allerdings ernst nehmen, und bei wirklich jedem Thema über die Homosexualität der Beteiligten spekulieren wollen, geben Sie mir vorher Bescheid, damit ich eine weniger voyeuristische Zeitung abonnieren kann.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/wg
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/wg
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/wg
Artikel über Fussball will ich nicht wissen wie lesbisch es in
den jeweiligen ländern zugeht. Wovon träumen die Autoren nachts.
Da Fussball durchaus gesellschaftliche Relevanz besitzt und daraus folgend auch Fussballer und Fussballerinnen, ist die Frage nach der Tabuisierung sexueller Orientierung (nicht nach den sexuellen Orientierung einzelner) durchaus angemessen.
Nur ist Homosexualität (oder welche sexuelle Orientierung auch immer) im deutschen Frauenfussball (im Unterschied zum Männerfussball) eben gar nicht mehr so tabuisiert wie es die Frage andeutet.
hm, warum die Aufregung? Es ist ja nicht nach der sexuellen Neigung der Spielerinnen gefragt, sondern nach dem Umgang mit Homosexualität im Frauenfußball. Diese Frage ist nicht zuletzt insofern interessant, als dass auch Homosexualität im Männerfußball zunehmend ein Thema wird, und wenn man dann bedenkt, dass der Umgang mit Homosexualität im Fußball oft mit Vorurteilen gelinde gesagt sehr altmodischer Art verbunden ist, ist es nur richtig, dieses Tabu auch durch mediale Berichterstattung vorsichtig zu brechen. Dass Sportler/innen verletzliche Seelen haben, ist an den bekannt gewordenen Fällen von Depressionen deutlich geworden. Statt also auf die NAchfrage nach dem Umgang mit Homosexualität im Frauenfußball im jeweiligen Land zu verzichten, hätte man interessanterweise vielleicht noch die Frage nach Häufigkeit und Umgang mit depressiven Spieler/innen hinzufügen können
Viele Grüße
und freue mich, dass man bei der Vorstellung auf dieses schreckliche und das Prinzip der Nationenwettbewerbe ad absurdum stellende Team aus Äquatorial-Guinea verzichtete.
Meinetwegen kann jedes Team gewinnen, bis auf dieses Retortenteam aus Äquatorial-Guinea, welches fast zur Hälfte aus eingebürgerten Brasilianerinnen besteht.
Auch wenn ich ungern Sportlern/innen etwas schlechtes wünsche:
Hoffentlich scheidet dieses Team aus Äquatorial-Guinea sang und klanglos in der Vorrunde aus.
es gab gestern ein Fussballfest, dass mehr spielerische Fähigkeiten zeigte, als wir von der gesamten Frauen-WM erwarten dürften:
Der deutsche U-17-Nachwuchs hat sich bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Mexiko 2011 die ersten drei Punkte gesichert. Zum Auftakt der Gruppe E feierte das Team von Trainer Steffen Freund einen 6:1 (1:0)-Erfolg gegen Ecuador.
es gab gestern ein Fussballfest, dass mehr spielerische Fähigkeiten zeigte, als wir von der gesamten Frauen-WM erwarten dürften:
Der deutsche U-17-Nachwuchs hat sich bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Mexiko 2011 die ersten drei Punkte gesichert. Zum Auftakt der Gruppe E feierte das Team von Trainer Steffen Freund einen 6:1 (1:0)-Erfolg gegen Ecuador.
es gab gestern ein Fussballfest, dass mehr spielerische Fähigkeiten zeigte, als wir von der gesamten Frauen-WM erwarten dürften:
Der deutsche U-17-Nachwuchs hat sich bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Mexiko 2011 die ersten drei Punkte gesichert. Zum Auftakt der Gruppe E feierte das Team von Trainer Steffen Freund einen 6:1 (1:0)-Erfolg gegen Ecuador.
Dem Raum nach zu urteilen, den diese Frage in der oeffentlichen Debatte einnimmt, ist das alles andere als ein Tabu. Erst kuerzlich haben sich wieder Frauen der Nationalmannschaft als lesbisch geoutet:
http://www.sueddeutsche.d...
Unter diesen Voraussetzungen von einem Tabu zu sprechen, ist ein Missbrauch des Wortes Tabu. Es wird im Gegenteil hier eher dem Prinzip "Sex sells" gehuldigt.
Im Maennerfussball kann ebenfalls keine Rede von einem Tabu des Themas sein. Was hingegen, anders als beim Frauenfussball, noch nicht zu einer nennenswerten Zahl von Outings gefuehrt hat.
Entweder, es gibt im Maennerfussball deutlich weniger Schwule als Lesben im Frauenfussball, oder aber der im Fussball herrschende Druck, Hetero zu sein, ist deutlich groesser als bei den Frauen. Oder beides. Am oeffentlich-gesellschaftlichen Druck jedenfalls kann es nicht liegen, keine Zeitung wuerde irgend etwas negatives ueber schwule Fussballer schreiben.
Die Zeitungen dürfen nichts negatives über schwule Fussballer schreiben.
Also, ich habe etwas gegen Schwule, wenn die mich umarmen, eigentlich habe ich generell etwas gegen Umarmungen (ausser von meiner Frau). Also noch klarer ausgedrücke, eine Umarmung eines Mannes wird für mich noch unangenehmer, wenn ich weiss, dass der Schwul ist.
Deshalb bin ich kein Profispieler geworden ;-)
Aber zum Thema:
Wo bleibt die Berichterstattung über das Sportereignis Nummer eins im Fussball im Jahr 2011?
Wo sind die Berichte über die U-17 WM?
Auch wenn die Zeitungen keine diskriminierenden Artikel über schwule Fussballer schreiben dürfen, so reicht die Pressefreiheit allemal aus, in positiver oder verstehender Weise über Menschen zu schreiben, die von Homosexualität im Fussball nichts wissen wollen. Oder diese sogar angreifen.
Das findet nicht statt, sondern genau das Gegenteil. Das
Thema wird behandelt, und von medialer Seite in durchaus Homosexuellen-positiver Art und Weise.
Die Medien können nicht gleichzeitig behaupten, das Thema sei ein Tabu, und gleichzeitig ständig drüber schreiben. Es sei denn, sie meinen damit, dass sich eben im Profifussball noch keine Männer geoutet haben, und damit insinuieren, dass ein (öffentliches) Outing unter Profifussballern noch ein Tabu ist.
Ihre Umarmungsphobie deutet darauf hin, dass für Sie Umarmungen generell ein sexueller Akt ist. Glauben Sie mir, für die meisten Umarmenden (und darin sind die Homosexuellen eingeschlossen) ist die Umarmung ein freundlicher, kein sexueller Akt.
Dass Ihre Phobie noch gesteigert wird, wenn es sich um Schwule Umarmende handelt, deutet darauf hin, dass Sie zu glauben scheinen, jede körperliche Berührung mit Schwulen sei generell ein sexueller Akt. Oder der Versuch einer Verführung. Dieser Glaube ist vollkommen falsch. Schwule können, genau wie alle anderen Menschen auch, eine Umarmung durchaus mit sexuell/erotischem Kontext füllen, aber, wie alle anderen Menschen auch, tun dies meist nicht, wenn es sich um freundliche Umarmungen handelt.
Die Zeitungen dürfen nichts negatives über schwule Fussballer schreiben.
Also, ich habe etwas gegen Schwule, wenn die mich umarmen, eigentlich habe ich generell etwas gegen Umarmungen (ausser von meiner Frau). Also noch klarer ausgedrücke, eine Umarmung eines Mannes wird für mich noch unangenehmer, wenn ich weiss, dass der Schwul ist.
Deshalb bin ich kein Profispieler geworden ;-)
Aber zum Thema:
Wo bleibt die Berichterstattung über das Sportereignis Nummer eins im Fussball im Jahr 2011?
Wo sind die Berichte über die U-17 WM?
Auch wenn die Zeitungen keine diskriminierenden Artikel über schwule Fussballer schreiben dürfen, so reicht die Pressefreiheit allemal aus, in positiver oder verstehender Weise über Menschen zu schreiben, die von Homosexualität im Fussball nichts wissen wollen. Oder diese sogar angreifen.
Das findet nicht statt, sondern genau das Gegenteil. Das
Thema wird behandelt, und von medialer Seite in durchaus Homosexuellen-positiver Art und Weise.
Die Medien können nicht gleichzeitig behaupten, das Thema sei ein Tabu, und gleichzeitig ständig drüber schreiben. Es sei denn, sie meinen damit, dass sich eben im Profifussball noch keine Männer geoutet haben, und damit insinuieren, dass ein (öffentliches) Outing unter Profifussballern noch ein Tabu ist.
Ihre Umarmungsphobie deutet darauf hin, dass für Sie Umarmungen generell ein sexueller Akt ist. Glauben Sie mir, für die meisten Umarmenden (und darin sind die Homosexuellen eingeschlossen) ist die Umarmung ein freundlicher, kein sexueller Akt.
Dass Ihre Phobie noch gesteigert wird, wenn es sich um Schwule Umarmende handelt, deutet darauf hin, dass Sie zu glauben scheinen, jede körperliche Berührung mit Schwulen sei generell ein sexueller Akt. Oder der Versuch einer Verführung. Dieser Glaube ist vollkommen falsch. Schwule können, genau wie alle anderen Menschen auch, eine Umarmung durchaus mit sexuell/erotischem Kontext füllen, aber, wie alle anderen Menschen auch, tun dies meist nicht, wenn es sich um freundliche Umarmungen handelt.
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