WM 2011 Zwei Dopingfälle im nordkoreanischen WM-Team

Nach einer positiven A-Probe stehen zwei Spielerinnen Nordkoreas unter Dopingverdacht. Das in der Vorrunde ausgeschiedene Team reiste am Morgen aus Deutschland ab.

Jong Sun Song aus Norkorea

Jong Sun Song aus Norkorea

Die beiden Nordkoreanerinnen Song Jong Sun und Jong Pok Sim wurden in der A-Probe positiv auf ein anaboles Steroid der Gruppe S1B getestet und am Mittwochabend kurzfristig aus der Aufstellung für das letzte Gruppenspiel gegen Kolumbien gestrichen.

Die Fifa bat nach dem Spiel die übrigen 19 Spielerinnen des nordkoreanischen Kaders zur Dopingprobe. Nach Informationen des Sportinformationsdienstes habe die Mannschaft danach am frühen Donnerstagmorgen Deutschland bereits verlassen.

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Jiri Dvorak, der Chefmediziner der Fifa, sagte zum Vorgehen des Fußballverbandes: "Heute ist ein sehr trauriger Tag. Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor. In 99 Prozent aller Fälle bestätigt das Ergebnis der B-Probe das der A-Probe.

Die beiden betroffenen Spielerinnen waren nach den ersten beiden Spielen gegen die USA und Schweden getestet worden. Die Proben wurden im Labor der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Kreischa untersucht und anschließend an das Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Wilhelm Schänzer weitergereicht, "um eine zweite Meinung einzuholen", wie Dvorak sagte.

Es war der zweite Dopingfall im Zusammenhang mit der WM-Endrunde. Die kolumbianische Nationaltorhüterin Yineth Varon war nach einer am 25. Juni in Leverkusen durchgeführten A-Probe, die ein positives Ergebnis erbrachte, früh abgereist. Laut Auskunft des kolumbianischen Verbandes FCF hatte die Spielerin dem Teamarzt eine Hormonbehandlung verschwiegen.

Der Doping-Verdachtsfall der Nordkoreanerinnen ist sportlich ohne Bedeutung, weil Kolumbien und Nordkorea schon vor dem letzten Gruppenspiel keine Chance mehr auf das Viertelfinale hatten. Die Fifa reagierte mit einer provisorischen Sperre, und beantragte die Öffnung der B-Probe.

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Leser-Kommentare
  1. Man braucht sich die Spielerinnen nur mal anzugucken. Deren stachlige Beine, deren Bartflaum und deren Akne.

    Die Sportpresse schwiegt.

  2. Ironie aus.

    Das dies ausgerechnet in einem totalitären Regime wie Nordkorea passiert ist, überrascht nicht wirklich.

    Das heißt aber nicht, das so manches sogenannte "Konditionswunder" bzw. eine plötzliche "Leistungsexplosion" sowohl im Damen als auch im Herrenfußball anderer Länder nicht möglicherweise auf ähnliche Doping-Verfahren zurückzuführen sind.

    ES geht zum einen um den guten Ruf, insbesondere für Regime wie Nordkorea wichtig, die jetzt allerdings nicht nur als Verlierer dastehen sondern auch noch des nutzlosen Dopings überführt wurden. In der Haut des Trainers bzw. der Spielerinnen möchte ich nicht stecken, bei der Rückkehr in das stalinistische Gefängnis Nordkoreas.

    Anderseits geht es aber auch um sehr viel Geld in der Fußballbranche zur Zeit fast nur bei den Herren, da dürfte vielen Spielern jedes Mittel Recht sein, um zum Erfolg und gut dotierten Verträgen zu kommen.

    Das die Fifa sich nun "entsetzt" zeigt muss wohl so öffentlich gemacht werden, das dies aber wirklich der erste Fall von Doping im Profifußball ist stimmt eher nicht, vielleicht der erste bei einer WM aufgedeckte.
    Hier mehr dazu:
    http://www.tagesspiegel.d...

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  3. Das ist der beste Beweis dafür, dass Doping im Fußball nichts bringt.

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    Haben Sie den verlinkten Artikel aus dem Jahr 2009 gelesen ?

    Zitat:"Etwas anderes scheint den besonderen Reiz dieser illegalen Einnahme auszumachen: Förderung der Aggression und Belastbarkeit im Training, vielleicht ja auch im Spiel. Bei Holland-Kapitän Frank de Boer, seinem Kollegen Edgar Davids, dem Franzosen Christophe Dugarry und – siehe da – einem Nürnberger namens Thomas Ziemer (er hatte den höchsten jemals gemessenen Wert für ein Anabolikum) wurden diese Stoffe nachgewiesen. Natürlich sahen sie sich als Opfer von verseuchten Nahrungsergänzungsmitteln. Wie dem auch sei, die Fälle belegen zumindest, dass auch Fußballer offenbar vieles vertilgen, was nur den minimalen Ruf einer leistungssteigernden Wirkung haben könnte, einer legalen zunächst einmal.Zitat Ende"

    Die beiden genannten holländischen Spieler waren hoch bezahlte Weltklassespieler deshalb ist Ihre Aussage nicht nachvollziehbar.

    Doping kann sehr wohl was bringen, wenn es "geschickt" angewendet wird, hat aber auch gesundheitliche Risiken, deshalb ist es nicht dauerhaft anwendbar, außerdem droht ansonsten die Entdeckung.

    Es ist zu befürchten das nur die Spitze des Eisberges sichtbar ist weil Spitzensport ein Riesengeschäft ist in dem Moral/ ehrliche Leistung zunehmend in den Hintergrund tritt.

    Die großen Sportverbände behindern zum Teil eher die Aufklärung, als das Sie zur Aufklärung beitragen. Das verschleppte Verfahren gegen den massiv unter Doping Verdacht stehenden "Rad Superstar" Contador sagt alles.

    "3. Aussagekräftige Überschrift Das ist der beste Beweis dafür, dass Doping im Fußball nichts bringt."

    Falsch und wahrscheinlich der Wunsch vieler Fußballfans, dass dem so ist, damit ihr lieber Fußball nicht ins unrechte Licht gerückt wird. Aber trotzdem falsch. Es gab schon mehrere Sportarten, wo es hieß, da bringe Doping doch gar nichts (Tennis, Schach, you name it). Natürlich bringt Doping auch im Fußball was. Die Ausdauerleistung kann verbessert werden, der Muskelzuwachs auch, also bringt es auch was. Und es gab schon mehrere Dopingfälle im Fußball und ich wette jeden Betrag, dass der Profifußball alles ist, nur nicht sauber. Es besteht nur kein Interesse, ihn sauber zu halten, weil zu viel Geld im Spiel ist. Man kapriziert sich lieber auf den bösen, bösen Radsport, um einen Buhmann zu haben und vom eigenen Fehlverhalten abzulenken. Aber Ulli Hoeneß oder Sepp Blatter werden natürlich etwas anderes erzählen.

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    Zitat:"Etwas anderes scheint den besonderen Reiz dieser illegalen Einnahme auszumachen: Förderung der Aggression und Belastbarkeit im Training, vielleicht ja auch im Spiel. Bei Holland-Kapitän Frank de Boer, seinem Kollegen Edgar Davids, dem Franzosen Christophe Dugarry und – siehe da – einem Nürnberger namens Thomas Ziemer (er hatte den höchsten jemals gemessenen Wert für ein Anabolikum) wurden diese Stoffe nachgewiesen. Natürlich sahen sie sich als Opfer von verseuchten Nahrungsergänzungsmitteln. Wie dem auch sei, die Fälle belegen zumindest, dass auch Fußballer offenbar vieles vertilgen, was nur den minimalen Ruf einer leistungssteigernden Wirkung haben könnte, einer legalen zunächst einmal.Zitat Ende"

    Die beiden genannten holländischen Spieler waren hoch bezahlte Weltklassespieler deshalb ist Ihre Aussage nicht nachvollziehbar.

    Doping kann sehr wohl was bringen, wenn es "geschickt" angewendet wird, hat aber auch gesundheitliche Risiken, deshalb ist es nicht dauerhaft anwendbar, außerdem droht ansonsten die Entdeckung.

    Es ist zu befürchten das nur die Spitze des Eisberges sichtbar ist weil Spitzensport ein Riesengeschäft ist in dem Moral/ ehrliche Leistung zunehmend in den Hintergrund tritt.

    Die großen Sportverbände behindern zum Teil eher die Aufklärung, als das Sie zur Aufklärung beitragen. Das verschleppte Verfahren gegen den massiv unter Doping Verdacht stehenden "Rad Superstar" Contador sagt alles.

    "3. Aussagekräftige Überschrift Das ist der beste Beweis dafür, dass Doping im Fußball nichts bringt."

    Falsch und wahrscheinlich der Wunsch vieler Fußballfans, dass dem so ist, damit ihr lieber Fußball nicht ins unrechte Licht gerückt wird. Aber trotzdem falsch. Es gab schon mehrere Sportarten, wo es hieß, da bringe Doping doch gar nichts (Tennis, Schach, you name it). Natürlich bringt Doping auch im Fußball was. Die Ausdauerleistung kann verbessert werden, der Muskelzuwachs auch, also bringt es auch was. Und es gab schon mehrere Dopingfälle im Fußball und ich wette jeden Betrag, dass der Profifußball alles ist, nur nicht sauber. Es besteht nur kein Interesse, ihn sauber zu halten, weil zu viel Geld im Spiel ist. Man kapriziert sich lieber auf den bösen, bösen Radsport, um einen Buhmann zu haben und vom eigenen Fehlverhalten abzulenken. Aber Ulli Hoeneß oder Sepp Blatter werden natürlich etwas anderes erzählen.

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    Zitat:"Etwas anderes scheint den besonderen Reiz dieser illegalen Einnahme auszumachen: Förderung der Aggression und Belastbarkeit im Training, vielleicht ja auch im Spiel. Bei Holland-Kapitän Frank de Boer, seinem Kollegen Edgar Davids, dem Franzosen Christophe Dugarry und – siehe da – einem Nürnberger namens Thomas Ziemer (er hatte den höchsten jemals gemessenen Wert für ein Anabolikum) wurden diese Stoffe nachgewiesen. Natürlich sahen sie sich als Opfer von verseuchten Nahrungsergänzungsmitteln. Wie dem auch sei, die Fälle belegen zumindest, dass auch Fußballer offenbar vieles vertilgen, was nur den minimalen Ruf einer leistungssteigernden Wirkung haben könnte, einer legalen zunächst einmal.Zitat Ende"

    Die beiden genannten holländischen Spieler waren hoch bezahlte Weltklassespieler deshalb ist Ihre Aussage nicht nachvollziehbar.

    Doping kann sehr wohl was bringen, wenn es "geschickt" angewendet wird, hat aber auch gesundheitliche Risiken, deshalb ist es nicht dauerhaft anwendbar, außerdem droht ansonsten die Entdeckung.

    Es ist zu befürchten das nur die Spitze des Eisberges sichtbar ist weil Spitzensport ein Riesengeschäft ist in dem Moral/ ehrliche Leistung zunehmend in den Hintergrund tritt.

    Die großen Sportverbände behindern zum Teil eher die Aufklärung, als das Sie zur Aufklärung beitragen. Das verschleppte Verfahren gegen den massiv unter Doping Verdacht stehenden "Rad Superstar" Contador sagt alles.

  5. ohne zur Mannschafts-Dopingprobe anzutreten?
    Das mag sportlich ohne Bedeutung sein, aber das kann man wohl so nicht einfach stehen lassen.

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    Zumindest nach WADA-Code wäre es egal - wobei ich meine, mich zu erinnern, dass die FIFA sich gegen diesen sperrt. Eine verweigert Doping-Probe gilt ihrerseits als Doping-Vergehen. Tritt die komplette Mannschaft nicht an, hat sie eben komplett eine Doping-Probe verweigert und gilt damit zumindest nach WADA-Code als gedopt.

    Zumindest nach WADA-Code wäre es egal - wobei ich meine, mich zu erinnern, dass die FIFA sich gegen diesen sperrt. Eine verweigert Doping-Probe gilt ihrerseits als Doping-Vergehen. Tritt die komplette Mannschaft nicht an, hat sie eben komplett eine Doping-Probe verweigert und gilt damit zumindest nach WADA-Code als gedopt.

  6. Zumindest nach WADA-Code wäre es egal - wobei ich meine, mich zu erinnern, dass die FIFA sich gegen diesen sperrt. Eine verweigert Doping-Probe gilt ihrerseits als Doping-Vergehen. Tritt die komplette Mannschaft nicht an, hat sie eben komplett eine Doping-Probe verweigert und gilt damit zumindest nach WADA-Code als gedopt.

  7. Bei Nordkorea wird gedopt???

    Das glaube ich einfach nicht!!

    Im Ernst:
    Die Leichtathletik, das gesamte chinesische Olympia Team 2008 (was für ein Medallien-Regen...), die Tour de France (Prototyp Lance Armstrong/Marco Patani), American Football, Gewichtheben, einige Fussballer (siehe Kommentar Nr.4), im Schwimmsport (Prototyp Michael Phelps), es mutet alles ziemlich verseucht an

    Entscheidende Frage hier: wer wird wie konsequent getestet und worauf?

  8. "3. Aussagekräftige Überschrift Das ist der beste Beweis dafür, dass Doping im Fußball nichts bringt."

    Falsch und wahrscheinlich der Wunsch vieler Fußballfans, dass dem so ist, damit ihr lieber Fußball nicht ins unrechte Licht gerückt wird. Aber trotzdem falsch. Es gab schon mehrere Sportarten, wo es hieß, da bringe Doping doch gar nichts (Tennis, Schach, you name it). Natürlich bringt Doping auch im Fußball was. Die Ausdauerleistung kann verbessert werden, der Muskelzuwachs auch, also bringt es auch was. Und es gab schon mehrere Dopingfälle im Fußball und ich wette jeden Betrag, dass der Profifußball alles ist, nur nicht sauber. Es besteht nur kein Interesse, ihn sauber zu halten, weil zu viel Geld im Spiel ist. Man kapriziert sich lieber auf den bösen, bösen Radsport, um einen Buhmann zu haben und vom eigenen Fehlverhalten abzulenken. Aber Ulli Hoeneß oder Sepp Blatter werden natürlich etwas anderes erzählen.

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