Jürgen Klopp"Wir bleiben Herausforderer"

Titelverteidiger und doch kein Favorit – im Interview erläutert Jürgen Klopp seine neuen Ziele mit seiner neu formierten Mannschaft. von Felix Meininghaus

Jürgen Klopp bei einem Testspiel des BVB

Jürgen Klopp bei einem Testspiel des BVB  |  © dpa

Frage:  Herr Klopp, hat Sie der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in irgendeiner Weise verändert?

Jürgen Klopp: Nö, das glaube ich nicht. Es waren einfach zwei, drei überragende Festivitäten zusätzlich in meinem Leben, die ich so nicht hätte erleben können. Aber sonst ist alles gleich geblieben in meinem Leben.

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Frage: Es heißt, die größten Fehler werden im Erfolg begangen.

Klopp: Ich weiß nicht, wo dieser Spruch herkommt. Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir kein Prozent an Dampf verloren haben. Wir haben gute Entscheidungen getroffen, die im Übrigen auch so ausgefallen wären, wenn wir Dritter geworden wären. Wir haben uns fest vorgenommen, bei unseren Personalentscheidungen mutig zu bleiben. Wir haben uns für die Bundesliga gewappnet, alles andere sehen wir dann.

Frage: Mit Verlaub, das klingt gewöhnungsbedürftig bei Ihrem Ehrgeiz. Sie haben in der letzten Saison mit dem Dortmunder Kindergarten die Bundesliga durcheinander gewirbelt, da müsste es doch der Anspruch sein, das nun auch auf der internationalen Bühne zu schaffen.

Klopp: Wir wollen da schon eine ordentliche Rolle spielen. Warum die Belastung in der Champions League so viel größer sein soll, hat mir abschließend noch niemand erklären können. Dennoch wäre es absoluter Quatsch, davon auszugehen, wir marschieren da locker durch. Für uns ist dieser Wettbewerb Neuland. Allerdings sollte es für jeden Gegner richtig unbequem sein, gegen uns zu spielen, wenn wir unsere Waffen auspacken.

Frage: Hat Ihr Team zuletzt beim Scheitern in der Europa-League-Vorrunde etwas gelernt?

Klopp: Das glaube ich schon. Vor allem beim Spiel in Sevilla, die haben ja so dermaßen auf Zeit gespielt, dass wir zwischendurch überlegt haben, Jacken auszuteilen, damit die Jungs nicht frieren. Das ist zwar nicht das, was du erleben willst, aber du machst dabei wichtige Erfahrungen.  

Frage: Borussia Dortmund hat erstmals in Ihrer Zeit ein Saisonziel ausgegeben. Es lautet: Erreichen eines internationalen Wettbewerbs. Das klingt reichlich bescheiden.

Klopp: Wir haben das intern so abgesprochen, weil wir dahinter stehen. Wenn du dich maximal verausgabst, kannst du auch dann zufrieden sein, wenn du nicht das Optimum erreichst. Wir sind der erste Meister in der Geschichte der Bundesliga, der nicht als Titelverteidiger in die Saison geht, sondern als Herausforderer. Unser Anspruch bleibt, weiter maximal gegen den Ball zu arbeiten.

Frage: Es scheint als hätten Ilkay Gündogan und Ivan Perisic Anpassungsprobleme. Haben die Neuzugänge Ihre Philosophie schon verinnerlicht?

Klopp: Ich habe zu hundert Prozent den Eindruck. Gündogan hatte zu Beginn der Vorbereitung ein bis zwei Kilo zu viel, was eine Folge davon ist, dass er aufgrund seiner Probleme am Fuß nur eingeschränkt arbeiten konnte. Und Perisic ist der klassische Fall, wie ich ihn seit zehn Jahren erlebe: Er ist an diese Intensität nicht gewöhnt. Er geht in der Vorbereitung durch ein tiefes Tal. Er spürt derzeit jeden Meter, den er läuft.

Leserkommentare
    • hareck
    • 18. Juli 2011 18:41 Uhr

    handelt es sich?

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    "Dortmunder Kindergarten". In Frage 3 steht's.

    Aber um welchen Sport handelt es sich?

  1. 2. Hä ??

    Um was für ein Spiel handelt es sich , muss man den kennen ??

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    nicht mehr deutscher Meister ??? Kann mir da mal jemand helfen ? bitte....

    Also mal im Ernst, ich versteh nicht, wie hier immer diese plumpen Hassbeiträge überleben können.

    Mein Gott nochmal ist es wirklich so schwer eine erbrachte Leistung anzu erkennen, unabhängig von den Vereinsfarben ?

    Die junge Truppe aus Dortmund hat einen hervorragende Saison in der Fuball Bundesliga hingelegt und ist völlig verdient 2011 Meister geworden, das haben sogar die Bayern per schriftlichem Glückwunsch in großen Tageszeitungen inseriert, Respekt dafür.

    Genauso freut es mich, das Schalke auch noch den DFB Pokal ins Ruhrgebiet geholt hat.

    Das beides anzuerkennen und sich darüber zu freuen scheint für einige Zeitgenossen unvorstellbar zu sein.

    Schade eigentlich und total verbohrt.

  2. 3. Um den

    "Dortmunder Kindergarten". In Frage 3 steht's.

    Aber um welchen Sport handelt es sich?

    Antwort auf "Um welche Mannschaft"
  3. nicht mehr deutscher Meister ??? Kann mir da mal jemand helfen ? bitte....

    Also mal im Ernst, ich versteh nicht, wie hier immer diese plumpen Hassbeiträge überleben können.

    Mein Gott nochmal ist es wirklich so schwer eine erbrachte Leistung anzu erkennen, unabhängig von den Vereinsfarben ?

    Die junge Truppe aus Dortmund hat einen hervorragende Saison in der Fuball Bundesliga hingelegt und ist völlig verdient 2011 Meister geworden, das haben sogar die Bayern per schriftlichem Glückwunsch in großen Tageszeitungen inseriert, Respekt dafür.

    Genauso freut es mich, das Schalke auch noch den DFB Pokal ins Ruhrgebiet geholt hat.

    Das beides anzuerkennen und sich darüber zu freuen scheint für einige Zeitgenossen unvorstellbar zu sein.

    Schade eigentlich und total verbohrt.

    Antwort auf "Hä ??"
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    • hareck
    • 18. Juli 2011 21:55 Uhr

    Muss man sich unbedingt für Fußball interessieren?

  4. nur ohne Würfel.

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    Der Spruch ist von Podolski und ziemlich alt.

    • hareck
    • 18. Juli 2011 21:55 Uhr

    Muss man sich unbedingt für Fußball interessieren?

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    "Wieso Hassbeiträge? Muss man sich unbedingt für Fußball interessieren?"

    Natürlich nicht, aber wenn man einen sinnvollen Kommentar unter einen Fußball-Artikel setzen will, dann hilft es schon irgendwie.

    • dacapo
    • 23. Juli 2011 0:35 Uhr

    Aber es ist ja ziemlich komisch, wenn sich dann jemand auf diesen Artikel einlässt u.U. auch Kommentare meint schreiben zu müssen. Das wäre eben seltsam und unverständlich. Im Zweifelsfalle liesst man ein Sache, damit hat's sich.

  5. "Wieso Hassbeiträge? Muss man sich unbedingt für Fußball interessieren?"

    Natürlich nicht, aber wenn man einen sinnvollen Kommentar unter einen Fußball-Artikel setzen will, dann hilft es schon irgendwie.

    Antwort auf "Wieso Hassbeiträge?"
  6. Boden geblieben zu sein.
    Es wird sicherlich zu spannend ....zu sehen, ob Dortmund auch ohne seine Abgänge weiterhin da oben mitspielen kann..,

    doch warum eigentlich nicht?

    Positiv bekloppt ist er ja nun reichlich...

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