Christian Ude über Olympia 2018 "Ich zweifle an der Olympia-Wahl des IOC"
Über Olympia 2018 habe das Geld von Samsung entschieden, kritisiert Münchens OB im ZEIT-ONLINE-Interview. Athletenwünsche und Umwelt hätten keine Rolle gespielt.
ZEIT ONLINE: Herr Ude, Sie sind als Münchens Oberbürgermeister Erfolge gewohnt, wie haben Sie auf die Niederlage bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2018 in Durban reagiert?
Christian Ude: Wir sind sehr enttäuscht über die deutliche Niederlage, wir empfinden sie als abweisendes Ergebnis. Aber ich will kein schlechter Verlierer sein, ich gratuliere dem Sieger.
ZEIT ONLINE: Präsentationen und Bewerbung von München wurden gelobt. Fühlen Sie sich unfair behandelt?
Ude: Ich will nicht dieselben Leute kritisieren, die ich gestern umworben habe. Aber ich hätte mehr als 25 Stimmen erwartet. Zweifel an der Wahl und den Kriterien des IOC sind zudem angebracht. Die Wünsche der Athleten und die Umwelt haben keine Rolle gespielt. Wir als Wintersportnation hätten fröhliche, erfolgreiche und nachhaltige Spiele garantiert. Das kann Pyeongchang nicht ohne Weiteres.
ZEIT ONLINE: Pyeongchangs Bewerbung hat Bestnoten erhalten.
Ude: Pyeongchang bietet neue Märkte, das war entscheidend. Das ist ernüchternd.
ZEIT ONLINE: Olympia ist schön, Olympia darf auch etwas kosten. Aber führt eine Bewerbung einen Rechtsstaat nicht in das Dilemma, sich den undurchsichtigen Praktiken von internationalen Sportverbänden zu unterwerfen?
Ude: In der Tat ist die deutsche Öffentlichkeit zu Recht für das Thema sensibilisiert, etwa für die Bedingungen, die das IOC den Gastgebern auferlegt. Oder für die Art, wie es seine Gunst verteilt. Die Vergabe nach Sotschi 2014 vor vier Jahren beispielsweise war eine politische Entscheidung. Auf Durban warfen auch die Vorfälle beim Fußballweltverband Fifa einen Schatten. Dass Katar die Fußball-WM 2022 austragen darf, ist auf sehr fragliche Umstände zurückzuführen. Das habe ich selbst in Gesprächen mit Athleten aus anderen Sportarten entnommen, viele sehen das kritisch. Ich teile den Argwohn gegen die Strukturen der Sportverbände.
ZEIT ONLINE: Das südkoreanische Unternehmen Samsung ist Großsponsor im internationalen Sport. Vermuten Sie, dass bei der Entscheidung für Pyeongchang Bestechungsgeld geflossen ist?
Ude: Nein. Aber Samsung hat nichts unternommen, den Eindruck zu vermeiden, dass hinter Pyeongchangs Erfolg ein gigantisches finanzielles Engagement steht.
ZEIT ONLINE: Hat sich BMW für München 2018 ausreichend eingebracht?
Ude: Den Einsatz von BMW kann ich nur loben, aber mit Samsung konnten wir nicht mithalten.
ZEIT ONLINE: Die Münchner Bewerbung hat angeblich gut sechs Millionen Euro Steuern gekostet. Sind die verschwendet?
Ude: Nein, denn es war eine mehrjährige, weltweite Image-Kampagne für den Tourismusstandort Deutschland.
ZEIT ONLINE: Ursprünglich hieß es, die Bewerbung komme ohne Steuergelder aus.
Ude: Hätte uns die internationale Finanzkrise zu Beginn der Bewerbung nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht, hätten wir gänzlich auf Steuergeld verzichten können. Immerhin haben wir fast achtzig Prozent der Kosten durch Geld aus der privaten Wirtschaft finanziert. Die Werbung, die aus der Bewerbungstour resultiert, ist unbezahlbar.
ZEIT ONLINE: Mit einer abweisenden Niederlage lässt sich werben?
Ude: Auch mit einer Niederlage, ja, denn die steht nur am Ende der Bewerbung. In der Zwischenzeit haben wir das Wintersportgebiet Bayern enorm aufgewertet.
ZEIT ONLINE: Zielt Garmisch-Partenkirchen nicht eher auf Sommergäste?
- Datum 08.07.2011 - 10:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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...kritisiere aber trotzdem das Wahlgremium, Sponsoring von BMW ist gut, Sponsoring von Samsung dagegen schlecht...
Neenee Herr Ude, geben Sie's zu, Sie sind ein schlechter Verlierer!
....der "eigenen Leute" gegenüber den "Fremden" ist eine menschliche Eigenschaft und vermutlich angeboren wie Appetit, der über ein gesundes Maß hinausgeht. Man beobachtet die Symptome an sich selbst, wenn man ehrlich ist. Das bedeutet nicht, dass man dem Gefühl nachgeben muss oder sollte. Man kann sogar annehmen, dass es meist besser wäre, ihm zu widerstehen.
....der "eigenen Leute" gegenüber den "Fremden" ist eine menschliche Eigenschaft und vermutlich angeboren wie Appetit, der über ein gesundes Maß hinausgeht. Man beobachtet die Symptome an sich selbst, wenn man ehrlich ist. Das bedeutet nicht, dass man dem Gefühl nachgeben muss oder sollte. Man kann sogar annehmen, dass es meist besser wäre, ihm zu widerstehen.
Wer sich die zu Nutze macht Herr Ude, sollte wissen, mit wem bzw. was er da zu tun hat.
Im Sport läuft das mittlerweile nicht anders als in der Wirtschaft.
Oder sollte diese Erkenntnis noch nicht bei Ihnen angekommen sein?
Vielen Dank für Ihren Beitrag.
Freundlichst
Vielen Dank für Ihren Beitrag.
Freundlichst
Ist doch super, dass München verloren hat. Besser hätte es nicht kommen können. Der bayerische Steuerzahler ist doch froh die Milliardengewinne des IOC nicht bezahlen zu müssen. München ist eine reiche Stadt und trotzdem wären die Kosten ein harter Brocken gewesen. Gebracht hätte es bis auf einen Imagegewinn absolut garnichts.
Kleine Testfrage: Wo fand die letzte Winterolympiade statt und was an positivem Image der Stadt, Land, Fluß ist bei Ihnen/uns hängen geblieben und was machen Sie damit? Mehr oder weniger alles für die Katz und außer Spesen nichts gewesen. Man sollte sich als Oberbürgermeister von München nicht einbilden, dass man hier überall und immer freie Vorfahrt hat, man ist doch verwöhnt bis zum gehtnichtmehr. Ansonsten stimme ich vielen Schreibern zu: München sollte sich bedanken, dass die Betonwüsten jetzt im Fernen Osten errichtet werden. Im größten Dorf Deutschlands macht sich so was nicht gut. Ich sehe lieber den Fröschen in einem Wiesentümpel zu wie einem Wettschwimmen von hypertrainierten Kampfmonstern. Apropos Frosch: Da gibt es welche, die springen 2 Meter aus dem Stand mit einem Satz ohne Anlauf. Gebt ihm die Goldmedaille!
Kleine Testfrage: Wo fand die letzte Winterolympiade statt und was an positivem Image der Stadt, Land, Fluß ist bei Ihnen/uns hängen geblieben und was machen Sie damit? Mehr oder weniger alles für die Katz und außer Spesen nichts gewesen. Man sollte sich als Oberbürgermeister von München nicht einbilden, dass man hier überall und immer freie Vorfahrt hat, man ist doch verwöhnt bis zum gehtnichtmehr. Ansonsten stimme ich vielen Schreibern zu: München sollte sich bedanken, dass die Betonwüsten jetzt im Fernen Osten errichtet werden. Im größten Dorf Deutschlands macht sich so was nicht gut. Ich sehe lieber den Fröschen in einem Wiesentümpel zu wie einem Wettschwimmen von hypertrainierten Kampfmonstern. Apropos Frosch: Da gibt es welche, die springen 2 Meter aus dem Stand mit einem Satz ohne Anlauf. Gebt ihm die Goldmedaille!
hohe Mieten in Minga, wie soll i des die Lait ohne Olympia klar mocha. Und an zwoatn SBahn Tunnl brachat ma a, wead ohne Olympia a schwer. Hät hoit BMW nur no a weng mera zoid.
Also das was er da von sich gibt ist zimlich naiv.
Bei nur 25 Stimmen hat er wohl überhaupt nicht verstanden wie so eine "Bewerbung" für ein Inernationales Großereigniss aussehen muss.
Das war doch von Anfang an klar. Dann hätte man es lassen müssen.
" Athletenwünsche und Umwelt hätten keine Rolle gespielt."
Bei uns hätten Athletenwünsche, die Umwelt sowie die Anliegen der Steuerzahler und Anlieger keine Rolle gespielt.
Deshalb bin ich über die getroffene Entscheidung sehr zufrieden.
Jeder, der sich solche Veranstaltungen anschaut,
ob im Fernsehen oder live vor Ort,
der unterstützt damit Korruption.
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