Managerspiele: "Ballack brauche ich nicht"
Wolfgang Seebacher erzählt im Interview, wie er das "kicker"-Managerspiel gewann. Er sagt, was einen guten Kader ausmacht und ob Arjen Robben sein Geld wert ist.
© Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Michael Ballack ist eigentlich ein Schnäppchen
ZEIT ONLINE: Herr Seebacher, sie haben die Königsklasse der Managerspiele gewonnen, die Interactive-Variante des kickers . Sie waren damit der Beste von 214.050 Managern. Wie haben Sie das gemacht?
Wolfgang Seebacher: Ich hatte viel Glück. Jeder, der mitspielt, favorisiert ja einige Mannschaften, wenn er seine Spieler auswählt. Wenn diese Teams gut spielen, spielt man selbst auch oben mit. Wenn nicht, hat man keine Chance.
- Managerspiele
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Bei Managerspielen kann man sich für ein festgelegtes Budget eine eigene Mannschaft aus den Spielern der Fußball-Bundesliga zusammenstellen. Nach jedem Spieltag gibt es Punkte nach einem bestimmten Bewertungsschlüssel.
Den Klassiker unter den Managerspielen stellt das Fachmagazin kicker. Das kostenloseManagerspiel geht in die 21. Saison. Nach Angaben des kicker nehmen etwa 600.000 Spieler teil. Die beliebteste Variante ist die sogenannte Interactive-Variante mit 214.050 Teilnehmern im vergangenen Jahr.
Ebenfalls beliebt ist die Plattform Comunio. Hier sind die Komplexität und der Zeitaufwand etwas höher als bei den klassischen Managerspielen. Bei Comunio spielen etwa 350.000 Fans.
- Die Benotung
Jedes Spiel wird nach einem unterschiedlichen Schlüssel benotet. Die Spielernoten der Sportjournalisten liefern die Grundlage für die Bewertung. Zusätzliche Punkte gibt es für Tore und Vorlagen, und wenn der Spieler zum Einsatz kommt. Bei roten Karten werden Punkte abgezogen.
- Die Siegerelf
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Der Kader des Interactive-Gesamtsiegers Wolfgang Seebacher:
Starke, Haas, Hesl – Beck, Butscher, Hummels, Tzavellas, Kirchhoff, Kalla – Robben, Götze, Sam, Tiffert, Kagawa, Sahin, Felix Kroos, Ikeng – Cissé, Schürrle, Herdling, Tosun, Thy mit den Winterwechseln Robben, Tiffert, Schürrle, und Herdling für Jansen, Carlos Eduardo, Helmes und Georgiev.
ZEIT ONLINE: Also hat bei Ihnen eher die Intuition eine Rolle gespielt als ausgefeilte Berechnungen. Es gibt Leute, die basteln sich Excelsheets und Komplizierteres, um sich das perfekte Team zusammenzustellen.
Seebacher: Bei mir ging das eher nach Sympathie. Ich komme aus der Gegend um Freiburg, habe deswegen immer ein paar Freiburger drin. Ich mag auch Dortmund. Und vor der vergangenen Saison gab es eben viele Dortmunder, die recht billig waren: Sahin, Götze, Kagawa. Die habe ich alle genommen, und die haben dann ja auch alle ganz gut gespielt, wie man heute weiß. Cissé aus Freiburg hat mir auch viele Punkte gebracht.

Wolfgang Seebacher ist der Gesamtsieger der beliebtesten Variante des kicker-Managerspiels. Der 41-Jährige ist Sympathisant des SC Freiburg, Vater zweier Kinder und arbeitet als Krankenpfleger.
ZEIT ONLINE: Am Ende haben Sie mit einem Punkt Vorsprung gewonnen. Wie haben Sie von Ihrem Sieg erfahren?
Seebacher: Ich habe einfach nachgeguckt. Ich hatte natürlich schon die Wochen zuvor mitgefiebert, als ich geahnt hatte: Das könnte was werden. Vor dem letzten Spieltag hatte aber noch ein anderer geführt. Dessen Mannschaft hatte ich mir auf einen Zettel geschrieben, um selbst nachzurechnen. Normalerweise werden die Ergebnisse ja erst montags um 11 Uhr freigeschaltet. Irgendjemand aber hatte die Noten schon früh im Forum veröffentlicht. Ich habe dann zusammengerechnet und gemerkt: Es reicht nicht, ich habe einen Punkt weniger.
ZEIT ONLINE: Und dann?
Seebacher: Ich habe gedacht: Na ja, es hat nicht sollen sein und habe mein Tagwerk begonnen. Ich bin dann um 11 Uhr noch mal an den Computer, dann war dort zu lesen: "Seebacher holt die Schale" . Ein Spieler des Führenden hatte sich beim Warmmachen verletzt und konnte nicht spielen. Deshalb gab es für ihn zwei Punkte weniger, als ich dachte.
ZEIT ONLINE: Stimmt es, dass es das erste Mal war, dass Sie mitgespielt haben?
Seebacher: Ich habe das erste Mal die Interactive-Variante gespielt, spiele mit Freunden aber schon seit fast fünfzehn Jahren die Classic-Variante. Da aber bin ich meistens irgendwo im Mittelfeld gelandet.
ZEIT ONLINE: Und jetzt können Sie sich vor Schulterklopfern kaum retten?
Seebacher: Viele Bekannte haben sich überschlagen mit dem Gratulieren. Ich habe eine Reise für elf Personen zu einem Bayern-Heimspiel gewonnen. Die wollen jetzt alle mitfahren, was aber leider nicht gehen wird.
ZEIT ONLINE: Managerspiele boomen. Warum eigentlich?
Seebacher: Es macht einfach Spaß. Man kann sich mit Freunden zusammentun. Da freut sich jeder, wenn er besser ist als der Freund oder der Arbeitskollege. Da kann man ihn am nächsten Montag schön aufziehen. Ich spiele immer mit zwanzig Freunden. Es geht um ein großes, gemeinsames Essen. Die ersten zehn lassen sich von den letzten elf zum Essen einladen. Da habe ich nur eine ausgeglichene Bilanz.
ZEIT ONLINE: Jetzt geben Sie uns doch mal ein paar Tipps. Wie werde ich besser als der Kollege?
Seebacher: Die Mannschaft muss homogen sein. Das heißt, die Spieler sollten auf jeden Fall in der Startelf stehen. Das ist gar nicht so einfach, weil man bei den kleineren Vereinen nie genau weiß, welche Spieler überhaupt spielen werden.






Diese Überschrift braucht auch kein Leser. Hätte nicht gedacht, dass die "Zeit" das schreibt. Finde ich nicht gut. Michael Ballack machte eine schwierige Phase durch und die Journalie lässt ihn nicht in Ruhe.
Mein Vorredner hat Recht. Bitte verschwenden Sie nicht unsere ZEIT mit irreführenden Überschriften. Dadurch werden die Artikel auch nicht interessanter.
Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
Schamlos auf Kosten anderer die Zugriffsfrequenz erhöhen und sogar zu deren Nachteil Negativstimmung verbreiten - der Inhalt des Beitrages hat nichts mit der suggerierenden Überschrift zu tun.
Hier könnte man schon von Propaganda sprechen; dito bei Frau Prinz und Frau Pechstein...Liste beliebig fortführbar.
Provozieren ist OK, ABER dann bitte mit korrespondierendem Inhalt. [...]
Diese Niveau war bislang vor allem der BILD vorbehalten...immer öfter nun aber auch Zeit Online...hat auch nur 4 Buchstaben und scheinbar gar keinen Anspruch mehr.
Gekürzt. Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
Im Ernst, hätte der Artikel nicht einfach in irgendeiner Schublade verschwinden können???
Ruft doch demnächst einfach mal irgendeinen x-beliebigen Zocker an und fragt ihn welche Figur besser ist, Joshi, Super-Mario oder Prinzessin Haste-nicht-gesehen ;)
Es war dem Herrn Seebacher doch offensichtlich selbst unangenehm....also, liebe Zeitredaktion, lieber lassen ;)
MfG
StaniLEM
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Entfernt. Anmerkungen und Kritik an der Moderation senden Sie gern an community@zeit.de Bitte verstehen Sie, dass der Kommentarbereich für die Diskussion zum Artikelthema vorgesehen ist. Danke, die Redaktion/mk
..spiele selbst seit 7 Jahren beim "kicker"-Manager-Spiel mit und fand dieses Interview absolut lesenswert.
Die Überschrift ist etwas zugespitzt, so wie man es von einer guten Überschrift, die den Leser "in den Artikel ziehen" soll, erwarten kann.
Und während ich grade so meinen "Kicker"-Kader zusammenstelle, muss ich sagen: Den Ballack, den brauch ich auch nicht ;-)
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