Ralf Rangnick: Als Trainer ein Visionär, als Mensch ein Vorbild
Es geht auch menschlich: Ralf Rangnick steht zu seinem Burn-out. Das ist eine Zäsur im Fußballalltag und ein Beleg für eine Gesellschaftsentwicklung.
© Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Ralf Rangnick
Zu jeder Bundesligasaison gehören mindestens ein Dutzend Trainerentlassungen. So läuft es, das Geschäft des Profifußballs. Die meisten Trainer werden entlassen, weil ihr Verein sich mit einem anderen mehr Erfolg erhofft . Andere kündigen selbst, weil sie ein besseres Angebot bei einem anderen Club in Aussicht haben. Einen Entschluss, wie ihn Schalkes Trainer gefasst hat , gab es in der Bundesliga noch nie.
Eines vorweg: Im bezahlten Fußball gibt es Trainer, die den Sinn einer Viererkette bis heute nicht verstanden haben. Ralf Rangnick ist das Gegenteil. Er gilt als Visionär. Er erklärte die Raumaufteilung in der Abwehr bereits vor Jahren. Er führte Ulm und Hoffenheim von der Dritten in die Erste Liga, schaffte mit Hannover den Bundesligaaufstieg, gewann mit Schalke den DFB-Pokal. Bevor Jürgen Klinsmann Joachim Löw zu seinem Co-Trainer der Nationalelf machte, soll Rangnick sein Wunschkandidat gewesen sein.
Der 53-Jährige sei aus gesundheitlichen Gründen, wegen eines "vegetativen Erschöpfungssyndroms" nicht in der Lage, die Mannschaft weiter zu führen. Mit diesen Worten wurde Rangnicks Entscheidung begründet. Fast zwei Jahre nach der Beerdigung des Nationaltorwarts Robert Enke ist das eine Zäsur im Fußballalltag. Dass ein Bundesligacoach mit dem Format und der Perspektive Rangnicks eine psychische Erkrankung öffentlich macht, hatten viele Beobachter nicht für möglich gehalten.
Vor wenigen Wochen wagte bereits der Ersatztorwart von Hannover 96, Marcus Miller, einen ähnlichen Schritt . Im laufenden Spielbetrieb gab er zu, sich in einer Nervenklinik behandeln zu lassen. Miller und Rangnick handelten, wie es Psychologen empfehlen, wie es in der Realität aber oft nicht geschieht. Vor allem, weil Betroffene Angst vor den Folgen haben.






Das vegitative Erschöpfungssyndrom, in der Form wie es Rangnick haben soll, ist keine psychische Erkrankung, sondern was völlig physisches, neurologsches.
Herr Rangnick soll sich wohl, nach Aussagen des Mannschaftsarztes von S04, zu wenig nach seinem Auscheiden in Hoffenheim erholt.
Sprich er lief "auf Batterie" und die waren "tiefen leer",
solche Punkte erreich jeder Mensch wenn er starken Stresssituationen ausgesetzt ist.
Ich hatte so etwas im Jahre 2007, ich musste mehrer Dinge auf einmal machen und alles möglichst gestern, mit sehr beschränken Ressourcen.
Ich konnte dann nach einer Woche zum ersten Mal wieder "in Ruhe" etwas Essen.
Wenn man das nicht hinkriegt, dann passiert eben das was mit Herrn R. passiert ist.
Das ist aber ein ganz anderes Leidensbild als bei einer Depression, denn Herr R. hat offenbar keine Selbstzweifel, sonder er hat sich "nur" überanstregt
Bekantes Beispiel für sowas ist zum Beispiel Marc Mitscher.
Psychische Erkrankungen haben nicht selten physische Ursachen. Rangnick selbst hatte ja in einer Pressemitteilung erklärt, dass er nicht mehr die Kraft und die Energie habe, die Arbeit mit der Mannschaft weiterzuführen. Depressive Menschen werden ihnen auch erzählen, dass sie keine keine Kraft und Energie mehr für so ziemlich alles haben. It´s a fine line.
Psychische Erkrankungen haben nicht selten physische Ursachen. Rangnick selbst hatte ja in einer Pressemitteilung erklärt, dass er nicht mehr die Kraft und die Energie habe, die Arbeit mit der Mannschaft weiterzuführen. Depressive Menschen werden ihnen auch erzählen, dass sie keine keine Kraft und Energie mehr für so ziemlich alles haben. It´s a fine line.
inwiefern ist Herr Rangnick denn über die Welt des Sports hinaus bekannt? Ist mir da was entgangen?
den Artikel denn gelesen? Sind Sie Arzt oder ähnliches? Oder wollen sie sich nur auf dem Puckel, eines wohl sehr bekannten Mann, Ralf Rangnik, Wichtig tun? Wenn ja, wie arm!!!
Haben Sie auch etwas Substanzielles zum Artikel beizutragen oder nur Murks?
den Artikel denn gelesen? Sind Sie Arzt oder ähnliches? Oder wollen sie sich nur auf dem Puckel, eines wohl sehr bekannten Mann, Ralf Rangnik, Wichtig tun? Wenn ja, wie arm!!!
Haben Sie auch etwas Substanzielles zum Artikel beizutragen oder nur Murks?
... sich nicht hinter einer erfundenen Sache zu verstecken, sondern den Burn-out (in Form des vegetativen Erschöpfungssyndroms) zuzugeben.
Als Schalke-Fan kann ich da nur sagen: Danke lieber Ralf Ragnik, es braucht mehr Ehrlichkeit im Sport und in der Gesellschaft und man muss Vorbilder haben, um selbst rechtzeitig "Stop" sagen zu können!
Ich hab mich selbst über den Rand des Burnouts hinaus gearbeitet, weil ich einen Beruf ausübe, für den ich mich nicht nur "aufreibe", sondern auch innerlich engagiere.
Und ich kenne eine Menge anderer, denen es so geht.
Es ist nicht "Schwäche", die einen ins Burnout treibt, sondern Stärke. Die Stärke, anderen ihre Last abzunehmen, sich mit Herz und Seele zu engagieren.
Und es sind nicht die "Bösen", die einen ins Burnout treiben, sondern die Guten, die man unbedingt fördern will - über die Grenzen der eigenen Kraft hinaus.
Burnouts gab es schon immer, man muss nur in der Geschichte der Phiosophie, der Politik, der Wissenschaft und Technik schauen. Z.B. in der Geschichte der Autoentwicklung.
Menschen, die eine Berufung haben, die nicht nur "einen Job machen", gehen oft im Beruf über ihre Kräfte hinaus. Und niemand wird/kann sie stoppen, weil es so richtig ist, dass sie sich bis auf Messers Schneide für die Sache engagieren.
Übrigens auch die Sozialarbeiterin, der Lehrer oder die Hausfrau, die ihren Kindern einen guten Start geben will.
Umso wichtiger, dass man diese Menschen nicht für schwach hält oder gering schätzt.
den Artikel denn gelesen? Sind Sie Arzt oder ähnliches? Oder wollen sie sich nur auf dem Puckel, eines wohl sehr bekannten Mann, Ralf Rangnik, Wichtig tun? Wenn ja, wie arm!!!
Nur gut, dass Herr Rangnick noch selbst in der Lage war die Notbremse zu ziehen. In diesem knallharten Geschäft - was früher einfach nur ein Ballspiel war, man glaubt es kaum - sind schon ganz andere Typen unter die Räder gekommen.
Der permanente Erfolgsdruck dazu die alltägliche Vorführung im gnadenlosen Medienzirkus kann eine Hölle der besonderen Art sein.
Schwäche zu zeigen gilt in so einem Fall m. M. nach sogar als Stärke.
Respekt für seine mutige Entscheidung!
Finde diese beiden Kommentare von ihnen unangebracht. So ein Burn-Out kann jeden treffen, wenn er nicht auf Signale des Körpers achtet. Sie werfen ihm Beratungsresistenz vor? Wieso hat er dann diesen Schritt nach Absprache mit dem S04-Mannschaftsarzt getan? Und offenbar kennen Sie ihn ja bestens, wenn Sie so über ihn urteilen können.
Rangnick hat eine wichtige und richtige Entscheidung getroffen und das sollte man in diesen Zeiten auch mal erwähnen. Das Eingestehen von Schwächen ist kein Zeichen mangelnder Männlichkeit oder sonst was für Quark. Es ist wichtig, dass man über die Gefahren spricht und Aufklärungsarbeit betreibt. Denn die Dunkelziffer an (verdrängten) psychischen wie physischen Krankheiten ist bestimmt nicht gerade niedrig.
..und das ganz unabhängig davon..ob es selbst Mitschuld hat...oder nicht.
Es gibt nichts zum outen
Der Mensch hat sich übernommen, der geht in Reha und wenn die Ärzte da was taugen dann ist der in ein paar Monaten wieder oben auf.
Wenn er sich dann entsprechend augeglichen verhält.
Dann wird Rangnick vermutlich wieder als Trainer arbeiten können.
Nicht jede Erschöpfung ist geich eine Depression und Depressionen äußern sich auch nicht immer in Rückzugsund Einigelungs handlungen.
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