Sergio Pinto gegen Toni Kroos © Peter Steffen/picture alliance/dpa

Wer spielte wie gegen wen?

FC Augsburg – Werder Bremen 1:1
1. FC Nürnberg – VfB Stuttgart 2:2
1899 Hoffenheim – Borussia Mönchengladbach 1:0
Hertha BSC Berlin – FSV Mainz 05 0:0
Hamburger SV – VfL Wolfsburg 1:1
1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg 1:0
Borussia Dortmund – 1. FC Köln 5:0
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 0:1
Hannover 96 – FC Bayern München 2:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Gleich neben dem Stadion von Hannover hat der Circus Krone sein Zelt aufgeschlagen. In einem Zirkus, das sollte man jüngeren Lesern vielleicht noch einmal erzählen, konnte man sich früher amüsieren. Es gab Clowns, Artisten und Tiere. Heute gehen nur noch Wenige in den Zirkus, weil man das Ganze auch woanders haben kann. Zum Beispiel in der Arena von Hannover 96. An einem denkwürdigen Bundesliga-Abend gab es auch dort Clowns (Manuel Neuer bei seinen Mittelfeld-Ausflügen), Artisten (Sergio Pinto), wilde Tiere (Uli Hoeneß) und andere Sensationen. Die Größte war sicherlich, dass Hannover 96 gegen den FC Bayern gewann und die Liga damit wieder ein wenig spannender geworden ist. Die Bayern waren immerhin elf Wochen ohne Niederlage geblieben. Die Schlüssel zum Sieg: Eine kunstvoll konternde Hannoveraner Mannschaft. Ein Schiedsrichter, der in den wichtigsten Szenen des Spiels konsequent gegen den FC Bayern entschied. Und ein wenig Hannoveraner Glück. Die Bayern-Führung haderte nicht mit dem Schicksal, sie suchte Sündenböcke. Sie fand Hannovers Sergio Pinto. Der hat in der Liga seit eh und je einen schlechten Ruf. Gegen München provozierte er nach einem vermeintlichen Foul mit mehr Umdrehungen als das Stadionbier den Platzverweis des Münchners Jerome Boateng. Karl-Heinz Rummenigge empfahl Pinto einen abendlichen Besuch in der Kirche. Uli Hoeneß sähe den Hannoveraner am Liebsten ganz weit weg: "Das ist eine Schande. Sergio Pinto ist ein Schauspieler, der gehört nach Los Angeles, auf die Oscarverleihung." Oder eben in den Zirkus.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Vor genau einem Jahr war der FSV Mainz 05 das heißeste Ding der Liga. Der Club war Tabellenführer, Eckfahnen wurden von den Bruchweg-Boys Schürrle, Holtby, Szalai als E-Gitarren missbraucht, Thomas Tuchel erklomm – das Megafon fest im Griff – diverse Stadionzäune und jeder Trainer, der keinen Matchplan hatte, galt als gestrig. Selbst auf der ganz großen Bühne, der Arena des FC Bayern, spielte der FSV damals groß auf und gewann. Heute sieht es trüber aus, seit acht Spielen ist der FSV schon ohne Sieg. Die Boygroup hat sich aufgelöst. André Schürrle trommelt für Bayer Leverkusen, Lewis Holtby für Schalke 04 und Adam Szalai plagt sich derzeit zwischen Gymnastikball und Beinpresse im Reha-Raum. Thomas Tuchel müht sich zwar um eine anständige Neubesetzung, doch den Zugängen Baumgartlinger, Nicolai Müller oder Zoltán Stieber geht bislang jede Rockstar-Qualität ab. Gegen Hertha aus Berlin war Mainz zwar wieder einmal die bessere Mannschaft, was aber eher gegen die Berliner sprach, die mutig wie ein Knabenchor auftraten.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Topspiel des jeweiligen Spieltages live. Diesmal die Partie Hannover gegen Bayern. Hier die fünf schönsten Tweets. Alle Tweets zum Spiel können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Wirklich sehr nett das Hannoveraner Stadion, wenn einem nur nicht überall der persönliche Finanzoptimierer entgegen schreien würde.
zeitonlinesport Und Rot für Boateng. Na hier ist was los. Osram leuchtet wieder.
zeitonlinesport Mario Gomez bekommt von der 96-Viererkette heute die Abeitsregel erklärt.
zeitonlinesport Schlaudraff, haartechnisch der Anti-Gomez, geht. Bayern drückt jetzt.
zeitonlinesport Die Hannover-Fans sind gut drauf. Glaube, die hüpfen heute noch in den Maschsee.