Die All Blacks aus Neuseeland sind zum zweiten Mal Weltmeister im Rugby geworden. Im Finale der WM im eigenen Land bezwangen die Gastgeber den Außenseiter Frankreich knapp mit 8:7 und nahmen zum zweiten Mal nach 1987 den Web-Ellis-Cup in Empfang. Vor 24 Jahren hatte Neuseeland im ersten Endspiel der WM-Historie ebenfalls gegen Frankreich gewonnen, damals allerdings mit 29:9.

Im Finale mussten sich die Neuseeländer gegen Frankreich anstrengen. Neuseeland führte nach einem Versuch von Tony Woodcock und einem Straftritt des Ersatzmannes Stephen Donald mit 8:0. Doch in der zweiten Halbzeit holte Frankreich auf bis es 7:8 stand. Diesen knappen Vorsprung retteten die All Blacks in den verbleibenden 20 Minuten gegen die stürmisch angreifenden Franzosen über die Zeit. Der Vorsprung ist der geringste in einem WM-Finale.

60.000 Zuschauer im ausverkauften Eden-Park in Auckland und die mehr als vier Millionen Einwohner des Inselstaates im Pazifik feierten das Team von Trainer Graham Henry. Mit dem Sieg schlossen die All Blacks zu den ebenfalls jeweils zweifachen Weltmeistern Australien und Südafrika auf.

Premierminister John Key zählte zu den ersten Gratulanten. "Fantastisch", beschrieb Trainer Graham das Gefühl bei der Siegerehrung. "Die Menschen haben dieses Team während des sechswöchigen Turniers überragend unterstützt. Ich bin so stolz, als Neuseeländer hier stehen zu dürfen", sagte er.