Bundesliga-VorschauDrei Gründe, weshalb Sepp Blatter zurücktreten könnte

Der Fifa-Präsident wird zum Amtsverzicht aufgefordert, Bayern trifft auf den BVB und Manuel Neuer gewinnt 500.000 Euro, weil er so schlau ist. Die Vorschau von O. Fritsch von 

Fifa-Präsident Joseph Blatter

Fifa-Präsident Joseph Blatter  |  © Samuel Kubani/AFP/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen (Freitag 20.30 Uhr)
FC Schalke 04 – 1. FC Nürnberg
SC Freiburg – Hertha BSC Berlin
1. FC Köln – FSV Mainz 05
VfL Wolfsburg – Hannover 96
Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen (alle Samstag, 15.30 Uhr)
FC Bayern München – Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)
VfB Stuttgart – FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Hamburger SV – TSG Hoffenheim (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hamburg gegen Hoffenheim. Unter Thorsten Fink hat der HSV das Siegen wieder gelernt, wenn auch bislang nur das moralische Siegen. Drei Spiele, dreimal einen Rückstand aufgeholt, einmal in Unterzahl, beim vorigen Spieltag in Leverkusen gar ein 0:2. Seien Sie also am Sonntagabend dabei, wenn Fink, der "ein Typ Richtung Klopp ist" (Eigenbeschreibung), den ersten zählbaren Dreier einfährt bevor der HSV wieder eine Vorschau-Kategorie tiefer rutscht .

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Dortmund. Da wartet der Fußballfreund fast eine Hinrunde lang auf das Spiel des ewig leuchtenden Südsterns gegen die aufmüpfigen Emporkömmlinge aus dem Westen, und dann fällt das Duell in den Schatten des Holland-Spiels. Nach diesem ekstatischen, auch verzehrenden Höhepunkt sind wir erschöpft, müssen erst wieder Luft holen, unsere Systeme hochfahren. Bundesliga kommt uns nun profan vor, Joachim Löw schickt zu diesem Spiel seinen Assistenten. Jürgen Klopp förderte alle Vorbehalte, indem er die Taktik ausgibt: "Wir müssen Bayern auf unser Niveau runterziehen."

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Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Al Capone buchtete man wegen Steuerhinterziehung elf Jahre ein. Seine kapitaleren Verbrechen konnte man ihm nicht nachweisen. Hauptsache, er saß. Szenenwechsel: Dem Fifa-Präsidenten Joseph Blatter wird vorgeworfen, Rassismus im Fußball verharmlost zu haben. Wenn das auf dem Spielfeld tatsächlich passieren sollte, hat er sinngemäß gesagt, könne man das nach dem Abpfiff mit einem Handschlag ausräumen. Das ist natürlich unschön – und vor allem ungeschickt vom PR-Profi Blatter. Nun fordern ihn die englische Spielergewerkschaft und andere zum Rücktritt auf .

Es soll Leute geben, die es viel verwerflicher finden, dass Blatter die organisierte Wirtschaftskriminalität duldet, die in seinem Exekutivkomitee sitzt. Jüngst sind über 100 Millionen Dollar auf Auslandskonten des Fifa-Vize und Finanzchefs Julio Grondona (Argentinien) entdeckt worden. Hier können Sie bei der Aufdeckung helfen. Wie sehen Sie das, liebe Leser? Soll Blatter zurücktreten, weil er Rassismus verharmlost? Soll Blatter zurücktreten, weil er die Korruptionsfälle bei der Fifa verantwortet? Oder soll Blatter zurücktreten, weil er Rassismus verharmlost und die Korruptionsfälle bei der Fifa verantwortet. Ihre Meinung bitte in die Kommentarspalte unten.

Leserkommentare
    • xpeten
    • 18. November 2011 17:04 Uhr

    warum Blatter "zurücktreten sollte", aber ganz sicher auch einige, warum er zurücktreten muss.

    Blatter: "Mit dem Zuschlag Brasiliens für die WM wird akzeptiert, dass das Fifa - Reglement den nationalen Gesetzen Brasiliens übergeordnet ist"

    Wie bitte? In welchem Jahrhundert lebt dieser Verrückte?

    Es fehlt wahrscheinlich nicht mehr viel und Sonnenkönig Blatter Sepp kommt mit der maßgeschneiderten Operetten-Uniform im Stile Ludwigs des XIV zum Eröffnungsspiel nach Rio - von den um sich versammelten "Lichtgestalten" lässt er sich dann die Schleppe tragen.

    Eine Leserempfehlung
  1. Fußballfreund.
    Spiel Bayern gegen Dortmund verpassen- das geht gar nicht.
    Da hat der Autor aber wirklich daneben gegriffen.
    Es ist 1. gegen 2. und überdies gibt es eine in beiden Mannschaften
    immanente hohe Spielkultur.
    Also: wer das verpasst, ist mit Sicherheit kein Freund
    guten Fußballs- noch deutlicher: der Autor hat keine
    Ahnung!Ich freu mich auf das Spiel und geh dafür extra in
    die Kneipe.

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    Redaktion

    Mit Ironie drückt man oft nicht das aus, was man meint, mitunter gar das Gegenteil.

    • MCBuhl
    • 19. November 2011 0:31 Uhr

    Können wir diese alberne Rubrik bitte endlich wieder beerdigen? Gönnt den Frauen endlich einen eigenen Artikel! Von mir aus setzt einen Link gleich unter die Überschrift, aber bitte, bitte nicht mehr in die Bundesligavorschau mitten rein. Das haben die nicht verdient!

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  2. Was die Fifa daraus macht? Es gleicht der Tour de France...

  3. Redaktion

    Mit Ironie drückt man oft nicht das aus, was man meint, mitunter gar das Gegenteil.

    Eine Leserempfehlung
  4. wenn er solange an der "Macht" ist, es wird Zeit, dass der
    "Gottgleiche" wieder Boden unter den Fuessen bekommt, aber
    das ist wohl Wunschdenken , leider !

  5. oder wer glaubt das im Fußball international noch unbescholtene weise alte Männer soweit nach oben kommen und all die schönen fetten Einnahmen integer lassen?

    via ZEIT ONLINE plus App

  6. sondern "müsste"!

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  • Schlagworte Joseph Blatter | Manuel Neuer | Bundesliga | DFB | Fußball | Wolfgang Overath
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