Manuel Neuer im Spiel gegen Augsburg © Stefan Puchner, dpa

Wer spielte wie gegen wen?

FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart 3:1
Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 5:1
Hertha BSC Berlin – Borussia Mönchengladbach 1:2
1. FC Nürnberg – SC Freiburg 1:2
Werder Bremen – 1. FC Köln 3:2
TSG Hoffenheim – 1. FC Kaiserslautern 1:1
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 2:2
Hannover 96 – FC Schalke 04 2:2
FC Augsburg – Bayern München 1:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Bremen gegen Köln. Das alte Werder ist zurück. In der ersten Halbzeit war die Bremer Abwehr von vielen Löchern durchsetzt. Das ist nun schon seit Jahren so, dagegen ist die A1 nach Hamburg eine Tagesbaustelle. Der Kölner Lukas Podolski konnte daraus mit einem sehenswerten Konter und einer maßgenauen Flanke Profit schlagen. 2:0 zur Pause. In der zweiten Halbzeit drehten die Bremer das Spiel um. "Woche für Woche hängt alles am seidenen Faden", sagte der Manager Klaus Allofs nach dem Spiel. Dieser seidene Faden heißt Claudio Pizarro, er schoss alle drei Tore, insgesamt sind es elf in dieser Saison. Der Peruaner vereint die scheinbaren Gegensätze Eleganz und Wucht und mischt stets die List des Stürmers hinzu, nicht nur vor dem Tor . Pizarro ist 33 Jahre. "Es scheint", sagte Thomas Schaaf ungläubig, "als würde er im Alter immer besser". Ein schönes Zeichen in Zeiten, in denen wir uns in die Jugend vernarrt haben.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hoffenheim gegen Kaiserslautern. "Wir haben alles falsch gemacht", sagte der Trainer Holger Stanislawski nach dem 1:1 und senkte seinen Charakterkopf. Er ist aus St. Pauli nach Sinsheim gekommen, um den als selbstzufrieden geltenden Hoffenheimer Profis mehr Leidenschaft zu vermitteln. Doch die Talentierten verfallen immer wieder der Lethargie. "Manche Dinge, die wir uns vornehmen", fügte Stanislawski hinzu, "sind bis Samstag 15:29 Uhr vorhanden und um 15:30 Uhr weg." Eine weitere Erkenntnis nach 12 Spieltagen: Die Zuschauer sind in Hoffenheim zu leise. Hat sich da einer an den falschen Ort begeben, sich auf seiner Reise verirrt? "Die Tendenz zeigt nach unten", klagte Stanislawski nach dem Spiel, kein Ende findend.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Topspiel des jeweiligen Spieltages live. Die Partie Augsburg gegen Bayern hat der alsHelmibekannte Blogger Frank Helmschrott für uns verfolgt. Alle Tweets zum Spiel können Siehiernachlesen.

zeitonlinesport Bei Stadionbeschallungen scheint Lautstärke oberste Priorität zu haben – Verständlichkeit zweitrangig. (fh)

zeitonlinesport Während die Mannschaften sich warmlaufen, habe ich Reporterlegende Günther Koch um ein kurzes Statement gebeten. (fh)

zeitonlinesport Transparent im Heimblock (!) : "Zieht den Augsburgern die Lederhosen aus!" (fh)

zeitonlinesport van Buyten am kurzen Pfosten mit dem Kopf rankommen zu lassen ist irgendwie sooooo 2010 (fh)

zeitonlinesport Feierabendfazit: Erwartete 3 Punkte waren schwerer zu holen als erwartet. (fh)

Wer stand im Blickpunkt?

Für Manuel Neuer haben die Bayern rund 25 Millionen Euro bezahlt, viel Geld für einen Tormann. Nützlich war er der Mannschaft bei all ihren Sieben-, Fünf- oder Vierzunulls bislang wenig. Es hieß, Neuer sei ein Luxusprodukt, wie eine teure Vase, die man kauft, nie mit Blumen befüllt und in der Vitrine verstauben lässt. Am Sonntag sicherte Neuer jedoch mit einem Reflex den knappen Sieg in Augsburg, es war eine Parade von reinster Schönheit. Jetzt hat Neuer die erste Million abbezahlt, sagen manche. Doch das ist zu profan. Der 6. November 2011 war der Tag, an dem wieder klar wurde: Im Fußball geht es nicht um Vasen, Vitrinen und Luxus.